Illinois hebt die Krypto-Steuerflagge: Ein neuer Kurs für digitale Vermögenswerte
Heute ist der 18.06.2026 und wir werfen einen Blick auf die neuesten Entwicklungen in Illinois, die die Krypto-Landschaft in den USA nachhaltig beeinflussen könnten. Gouverneur J.B. Pritzker hat kürzlich das Gesetz SB 3019 unterzeichnet, welches die erste Krypto-Steuer auf staatlicher Ebene einführt. Das ist wahrlich ein Meilenstein, denn ab Januar 2027 müssen Illinois-Kunden auf digitale Vermögenswerte einen Satz von 0,2% zahlen. Dabei geht es nicht nur um den Kauf oder Verkauf von Kryptowährungen – die Steuer entfällt auch auf das Halten, Transferieren und die Verwahrung von digitalen Assets.
Die Steuer ist Teil des ehrgeizigen Fiskaljahresbudgets 2027, das über 55,9 Milliarden USD umfasst und mehr als 800 Millionen USD an neuen Steuereinnahmen anvisiert. Mit dieser neuen Abgabe strebt Illinois an, jährlich rund 60 Millionen USD zu generieren. Ein kleiner Betrag, der jedoch große Wellen schlagen könnte! Registrierte Broker sind in der Pflicht, die Steuer einzuziehen, während Einzelpersonen von dieser Verantwortung befreit sind. Ausländische Broker müssen erst ab einem Umsatz von 100.000 USD mit Illinois-Kunden Steuern abführen. Aber das ist nicht alles – auch Transfers zwischen eigenen Konten unterliegen der Steuer.
Ein großes Fragezeichen für die Krypto-Industrie
Die Reaktionen aus der Krypto-Industrie sind gemischt bis negativ. Firmen wie Zero Hash, Jump Crypto, Bitnomial und Apex Crypto – allesamt in Illinois ansässig – könnten durch diese Steuer unter Druck geraten. Die Krypto-Community hat sich vehement gegen diese Regelung ausgesprochen, doch Pritzker zeigt sich unbeeindruckt. Der Alleingang von Illinois könnte nicht nur die Compliance-Anforderungen für überstaatlich tätige Anbieter komplizieren, sondern auch den Fintech-Standort gefährden. Ein gewagter Schritt, der möglicherweise andere Bundesstaaten dazu bringt, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen – oder vielleicht auch nicht. Das bleibt abzuwarten.
Eine Sache, die die Situation noch komplizierter macht: Das Gesetz wurde in die Budgetgesetzgebung eingewoben, ohne dass es eine ausreichende öffentliche Debatte gab. Ob diese Vorgehensweise rechtlich und moralisch vertretbar ist, darüber lässt sich streiten. Fest steht: Bei Verstößen gegen das Gesetz drohen Haftstrafen von zwei bis fünf Jahren sowie Geldstrafen bis zu 25.000 USD. Ein harter Kurs, der einige Anleger in die Flucht schlagen könnte.
Steuerliche Unterschiede in der DACH-Region
<pJetzt, wo wir die Entwicklungen in Illinois beleuchtet haben, lohnt sich ein Blick auf die steuerlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Deutschland hat es geschafft, steuerfreie Gewinne für Krypto-Anleger nach einer einjährigen Haltefrist zu sichern. Das klingt doch vielversprechend! Kurzfristige Gewinne unterliegen jedoch hohen Einkommensteuersätzen – eine kleine Hürde für die Schnäppchenjäger unter uns.
Österreich hingegen erhebt eine pauschale Kapitalertragssteuer von 27,5% auf Kryptogewinne. Das bringt ein gewisses Maß an Berechenbarkeit für die Anleger mit sich, obwohl langfristige Steuerbefreiungen dort nicht existieren. In der Schweiz gibt es keine Kapitalertragsteuer auf Kryptogewinne, allerdings müssen die Bestände als Vermögen deklariert werden und unterliegen der Vermögenssteuer. Ein interessanter Mix, der zeigt, wie unterschiedlich die Ansätze in der DACH-Region sind, um die Krypto-Steuerlandschaft zu gestalten.
Die Krypto-Steuerregeln in Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickeln sich weiter. Man könnte sagen, dass man hier mit offenen Augen durch die Landschaft der digitalen Vermögenswerte gehen sollte. Das Verständnis der Unterschiede in den Krypto-Steuersystemen wird für Anleger im Jahr 2025 entscheidend sein. Während Deutschland Geduld belohnt, setzt Österreich auf klare Besteuerung und die Schweiz bietet eine gewisse Freiheit – jeder muss für sich selbst herausfinden, wo er steht und wohin er möchte.
