Stabilität auf der Kippe: Die Vorzugsaktien von Strategy im Bitcoin-Drama
Heute ist der 18.06.2026, und was sich da am Kryptomarkt abspielt, ist schon ein wenig verrückt. Nehmen wir mal die Vorzugsaktie „Stretch“ (STRC) von Strategy, die eigentlich für Stabilität und eine attraktive Dividende von 11 Prozent stehen sollte. Aber das ist leichter gesagt als getan. Am Mittwoch lag der Kurs bei 89 Dollar und damit satte 11 Prozent unter dem Nennwert von 100 Dollar – ein neues Jahrestief, das einem schon ein mulmiges Gefühl gibt. Die Kapitalbeschaffung durch neue STRC-Emissionen hat Strategy vorerst ausgesetzt. Sie wollen Verwässerung vermeiden, was angesichts der aktuellen Marktlage mehr als verständlich ist.
Der Rückgang des Kurses zeigt deutlich, wie stark STRC von der Stabilität des Bitcoin-Marktes abhängt. Der Bitcoin selbst, einem der größten Treiber im Krypto-Ökosystem, wird durch Zinsunsicherheiten belastet. Und STRC? Nun, die Erlöse aus den Emissionen dieser Vorzugsaktie fließen hauptsächlich in den Aufbau von Bitcoin-Reserven. Das ganze Spiel ist also ziemlich eng mit der Volatilität des Bitcoin gekoppelt. Jetzt fragen sich viele Anleger: Ist STRC noch attraktiv? Die effektive Rendite von 12,9 Prozent klingt zwar gut, aber im Vergleich zur Vorzugsaktie SATA von Strive, die bei über 99 Dollar notiert und eine Rendite von 13,69 Prozent bietet, hat STRC das Nachsehen.
Die neuen Vorzugsaktien und deren Herausforderungen
Inmitten dieser Turbulenzen hat Strategy (ehemals MicroStrategy) gerade den Börsengang von 2,5 Millionen neuen Vorzugsaktien der 10% Series A Perpetual Stride Preferred Stock (STRD) angekündigt. Ihr Ziel? Frisches Kapital für allgemeine Unternehmenszwecke, insbesondere den Kauf von Bitcoin, zu sammeln. Diese neuen Vorzugsaktien bieten eine jährliche Dividende von 10 Prozent – aber, und das ist wichtig, diese Dividende ist nicht garantiert. Sie wird nur ausgezahlt, wenn der Verwaltungsrat es beschließt und ausreichend Mittel vorhanden sind. Also, ein gewisses Risiko bleibt bestehen.
Die Vorzugsaktien gelten als sicherer Hafen für Investoren, insbesondere bei Liquidationen, da sie Vorrang vor Stammaktien haben. Aber auch hier gibt es keine Nachzahlungspflicht für nicht ausgeschüttete Dividenden. Und das ist ja auch nicht gerade ein Vertrauensbeweis. Strategy kann alle ausstehenden Vorzugsaktien zurückkaufen, wenn weniger als 25 Prozent der ursprünglich ausgegebenen Aktien im Umlauf sind. Das wirkt sich natürlich auch auf die Marktpsychologie aus.
Die Auswirkungen der Bitcoin-Volatilität
Die Volatilität des Bitcoin macht es nicht gerade einfacher für die Anleger. Die Stammaktien von Strategy schwanken enorm – das zeigt sich auch in den aktuellen Zahlen. Der Bitcoin-Kurs stand am Donnerstagmorgen bei 67.064 Dollar, also 1 Prozent unter dem Vortagesniveau, nachdem er im Oktober über die 126.000 Dollar-Marke geschossen war. Das ist einfach eine Achterbahnfahrt! Und während die Aktien von Strategy seit Jahresbeginn um 17 Prozent gefallen sind und sogar 73 Prozent unter dem Rekordhoch vom November 2024 notieren, fragen sich viele, ob ein Ausblick auf eine Stabilisierung in Sicht ist.
Die CEO von Strategy, Phong Le, hat betont, dass das Unternehmen den Schutz für Anleger, die Zugang zu digitalem Kapital suchen, aber die Volatilität meiden wollen, ernst nimmt. Schließlich hält Strategy über 714.000 Bitcoin, was aktuell einem Wert von rund 48 Milliarden Dollar entspricht. Das Unternehmen hat in den letzten drei Bitcoin-Käufen insgesamt 370 Millionen Dollar in Stammaktien und 7 Millionen Dollar in unbefristeten Vorzugsaktien investiert. Das zeigt, dass sie bereit sind, in den Markt zu investieren, auch wenn die Bedingungen gerade alles andere als ideal sind.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Vorzugsaktien wie STRC und STRD könnten in den nächsten Monaten eine interessante Wahl für Investoren sein, die einen Zugang zu Bitcoin suchen, ohne sich der Volatilität der Stammaktien auszusetzen. Aber wie immer gilt: Vorsicht ist geboten. Der Kryptomarkt ist unberechenbar, und die Entwicklungen bei Strategy werden in den kommenden Wochen und Monaten genau beobachtet werden müssen.
