Heute ist der 7.05.2026, und die DeFi-Welt steht erneut im Fokus. Aave hat die rsETH-Positionen des Kelp DAO-Hackers liquidiert, und das, meine Freunde, ist ein richtiger Hammer! Die Rückgewinnungsbemühungen belaufen sich auf beeindruckende 293 Millionen US-Dollar. Das ist kein Pappenstiel. Aave Labs hat diese Liquidation am Mittwoch auf der Plattform X bekannt gegeben.
Die beschlagnahmten Sicherheiten wurden an die Recovery Guardian-Wallet der DeFi United-Koalition übertragen, was die Situation ein wenig auflockert. Und das Beste daran? Während dieses gesamten Prozesses blieben die Nutzerfonds unberührt! Aave hat klargestellt, dass das Umbrella-Versicherungsmodul nicht aktiviert wurde, was für viele sicher ein beruhigendes Zeichen ist. Die Schätzungen zeigen, dass die Bereinigung der Bücher des Hackers etwa 13.000 Ether freisetzen könnte, was rund 30,2 Millionen US-Dollar entspricht. Dieser Betrag wartet jetzt in der Recovery-Wallet auf die endgültige Verteilung. So weit, so gut.
Der lange Weg zur Rückgewinnung
DeFi United, die sich um die Wiederherstellung kümmert, ist nur noch 10 % von der vollständigen Wiederherstellung der rsETH-Deckung entfernt. Das klingt doch vielversprechend, oder? Aber es gibt noch ein paar Hürden zu überwinden. Weitere 30.765 Ether sind derzeit durch die Arbitrum DAO aufgrund einer Sicherungsanordnung von Gerstein Harrow LLP eingefroren. Die Kläger argumentieren, dass der Angreifer Verbindungen zur berüchtigten Lazarus Group hat, was die Sache noch komplizierter macht. Aave hat bereits einen Eilantrag auf Aufhebung dieser Anordnung gestellt. Mal sehen, wie das ausgeht.
Interessant ist auch, dass die Arbitrum DAO über die Freigabe der eingefrorenen Ether abstimmt. Über 90 % der Stimmen waren bislang für eine Freigabe, was uns hoffentlich bald neue Entwicklungen bescheren könnte. Aber die Liquidation betrifft nicht nur die RsETH-Positionen, sondern auch die mit den gestohlenen Token verbundenen Kreditmärkte. Das hat Aave ordentlich durchgeschüttelt, und der Total Value Locked (TVL) fiel in der Woche nach dem Angriff um fast 12 Milliarden US-Dollar, was für viele Schockmomente sorgte.
Die Folgen des Angriffs
Um das Ganze einzuordnen: Der Exploit vom 18. April gehört zu den größten DeFi-Angriffen des Jahres 2026. Die Angreifer manipulierten die LayerZero-Bridge von Kelp, um 116.500 nicht gedeckte rsETH zu minten. Diese wurden dann als Sicherheiten bei Aave und Compound hinterlegt, um echtes Ether zu leihen. Das hat zu einem potenziellen Schuldenberg von bis zu 230 Millionen Dollar innerhalb von Aave geführt. Kein Wunder, dass das Vertrauen in Kryptoprotokolle arg ins Wanken geriet.
Der TVL von Aave fiel von 45 Milliarden Dollar auf 30 Milliarden Dollar in nur drei Tagen – das sind satte 33 % weniger! Die Kreditkosten für USDT und USDC schossen in die Höhe, von 3,4 % auf unglaubliche 14 %. Man merkt, dass Nutzer und Kapital sich aus DeFi zurückziehen, und das nicht nur wegen des Preisverfalls. Vielmehr ist es ein Vertrauensverlust, der hier wie ein Schatten über dem Markt schwebt.
Um die Lage noch etwas zu verdeutlichen: AAVE-Token werden vermehrt an Börsen transferiert, was den Verkaufsdruck erhöht. Der Preis bewegt sich derzeit zwischen 90 und 95 Dollar, und wie es aussieht, kann der jüngste Erholungsversuch nicht gehalten werden. Die Unterstützung bei 90 Dollar steht auf der Kippe, und bei einem weiteren Rückgang könnte AAVE sogar die 80-Dollar-Marke ansteuern. Die Stimmung ist angespannt.
So viel steht fest: Die DeFi-Welt ist im Umbruch. Die Liquidation des Kelp DAO-Hackers ist nur ein Teil eines viel größeren Puzzles, das wir alle im Auge behalten sollten. Die Entwicklungen rund um Aave, Kelp und die gesamte DeFi-Landschaft sind nach wie vor spannend und bleiben es noch für eine Weile.