Am 21. April 2026 wurde ein neuer Gesetzesvorschlag im US-Kongress eingebracht, der das Potenzial hat, die Kryptowährungslandschaft erheblich zu verändern. Der PACE Act, unterstützt von den Abgeordneten Young Kim und Sam Liccardo, zielt darauf ab, Ripple und anderen regulierten Fintech- und Kryptowährungsunternehmen den direkten Zugang zu den Zahlungssystemen der Federal Reserve zu ermöglichen. Dies wäre ein bedeutender Schritt, da derzeit nur traditionelle Banken diesen Zugang genießen.

Das Gesetz sieht die Einführung einer neuen Kategorie für qualifizierte Nichtbank-Zahlungsdienstleister vor, die als „registered covered provider“ bezeichnet wird. Diese Regelung könnte Ripple den Zugang zu drei zentralen Fed-Systemen ermöglichen: Fedwire für Großbetragstransfers, FedNow für Echtzeitzahlungen und FedACH für Massenzahlungen. Aktuell befindet sich Ripple in einem langwierigen Prüfprozess für ein Fed-Masterkonto, der jedoch durch den PACE Act eine gesetzlich festgelegte Frist von 360 Tagen erhalten könnte.

Vorteile für Ripple und die Kryptowährungsbranche

Ein direkter Zugang zur Federal Reserve würde Ripple nicht nur ermöglichen, seine Stablecoin RLUSD tiefer in die US-Bankprozesse zu integrieren, sondern auch die Nutzung regulierter Stablecoins für alltägliche Zahlungen und Löhne fördern. Der PACE Act könnte somit nicht nur die Transaktionskosten senken, indem er die Notwendigkeit von Zwischenbanken beseitigt, sondern auch die Geschwindigkeit von Einzahlungen auf Sekunden beschleunigen. Dies sind vor allem für kleine Unternehmen und Verbraucher erhebliche Vorteile.

Zusätzlich zeigt sich ein wachsendes institutionelles Interesse an XRP. US-Spot-XRP-ETFs haben in den letzten neun Handelstagen Nettozuflüsse von insgesamt rund 73,8 Millionen US-Dollar verzeichnet. Seit dem Launch dieser Produkte belaufen sich die kumulierten Nettozuflüsse auf etwa 1,28 Milliarden US-Dollar. Der aktuelle XRP-Kurs liegt bei 1,44 US-Dollar, was etwa 60 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,56 US-Dollar ist, aber dennoch eine Erholung vom Februartief bei 1,22 US-Dollar zeigt. Der RSI steht bei knapp 59 und deutet auf eine neutrale bis leicht positive kurzfristige Dynamik hin.

Regulierungs- und Entwicklungsaspekte

Doch es gibt auch strenge Anforderungen: Um Zugang zu den Fed-Zahlungssystemen zu erhalten, müssen Firmen eine 1:1-Reserve halten, das heißt, sie müssen für jeden ausgegebenen digitalen Dollar einen realen US-Dollar als Reserve vorhalten. Diese strengen Vorschriften werden vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) überwacht. Der PACE Act wird als ein wesentlicher Schritt zur Integration digitaler Vermögenswerte in das US-Finanzsystem angesehen und könnte es Ripple ermöglichen, als einer der ersten nicht-traditionellen Finanzdienstleister von diesen Vorteilen zu profitieren.

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Die Initiative wird von verschiedenen Organisationen, darunter die Blockchain Association und der Crypto Council for Innovation, unterstützt. Der PACE Act könnte nicht nur die Zahlungslandschaft modernisieren, sondern auch die Kosten für Verbraucher durch die Reduzierung von Bankgebühren für den Zugang zu ACH-Diensten deutlich senken. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob der Gesetzesentwurf tatsächlich verabschiedet wird. Sollte dies der Fall sein, könnte Ripple innerhalb eines Jahres zu den direkt an die Federal Reserve angebundenen Zahlungsdienstleistern gehören.

Insgesamt zeigt der PACE Act, wie ernsthaft die US-Politik die Integration von Fintech und Kryptowährungen in die traditionelle Finanzwelt vorantreiben möchte. Mit einer vierstufigen Roadmap bis 2028 arbeitet Ripple zudem an der technologischen Zukunftssicherheit des XRP Ledgers, wobei die zweite Phase der Tests in Zusammenarbeit mit Project Eleven bereits läuft.