Heute ist der 19.06.2026 und ich möchte mit einem Thema beginnen, das viele von uns betrifft – die immer strenger werdenden Geldwäschevorschriften. Die Burgen, die wir um unsere Finanzen gebaut haben, müssen nun aufgerüstet werden. Und zwar nicht nur in den Banken, sondern auch in Branchen, die man vielleicht nicht sofort mit Geldwäsche in Verbindung bringt, wie dem Immobilienmarkt oder dem Handel mit hochwertigen Gütern. Die EU AI Act bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich – Unternehmen müssen jetzt ihre KI-Systeme kennzeichnen und die Risiken dokumentieren. Wer da nicht aufpasst, könnte schnell in die Mangel genommen werden.

Ein großes Augenmerk liegt jetzt auf der Verantwortung der Geschäftsführer. Früher waren es hauptsächlich die Finanzinstitute, die unter der Lupe der Regulierungsbehörden standen. Doch jetzt müssen auch die Chefs in anderen Sektoren aufpassen. Die neue Regelung „Know Your Employee“ (KYE) zielt darauf ab, Geldwäsche durch die Identifikation von Strohpersonen innerhalb der Unternehmen zu verhindern. Und hier kommt der Clou: Viele Firmen unterschätzen die Risiken in ihrem eigenen Personalbestand. Das kann teuer werden!

Die Herausforderungen der Geldwäschebekämpfung

Die Lösung für diese vertrackte Lage? Ein mehrschichtiges Schutzkonzept! Automatisierte Screenings gegen internationale Sanktionslisten und Cybersicherheitslösungen sind unerlässlich geworden. Doch dabei muss die Umsetzung natürlich auch datenschutzkonform sein. Die DSGVO verlangt Verhältnismäßigkeit – und das ist keine kleine Hürde. Im September 2026 sollen Fachseminare die Transparenzpflichten des Geldwäschegesetzes und die Rechte der Betroffenen thematisieren. Und das ist nur der Anfang.

Ein besonders kniffliges Thema ist die handelsbasierte Geldwäsche (Trade-Based Money Laundering, TBML). Hier verschleiern Kriminelle illegale Gelder über Warenströme. Die Methoden? Manipulationen bei Preisen, Mengen oder sogar der Qualität von Waren sowie gefälschte Handelsdokumente. Monica Pennetti, eine Expertin auf diesem Gebiet, hebt hervor, dass tiefgehende Analysen internationaler Handelsstrukturen unerlässlich sind. Im Oktober 2026 wird es spezielle Fortbildungen geben, die sich mit den „Know Your Transaction“-Prozessen (KYT) befassen. Frühwarnsysteme für verdächtige Handelsaktivitäten sollen helfen, diese Machenschaften zu erkennen, bevor sie zu ernsthaften Problemen werden.

Steuerbehörden rüsten auf

Inmitten dieser ganzen Entwicklungen hat das Bayerische Landesamt für Steuern ein besonderes Augenmerk auf die Nutzung von KI zur Auswertung von Datensätzen geworfen. Es wurden bereits Steuernachzahlungen in Höhe von 550.000 Euro von Influencern erwirkt. Die Pläne des Finanzministeriums, 45 neue Vollzeitstellen zu schaffen, zielen vor allem auf die Bekämpfung von Registrierkassenbetrug ab. Das könnte für viele ein echter Wendepunkt sein.

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Und das ist noch nicht alles! Die Bundesregierung erwartet Zusatzeinnahmen von 1,4 Milliarden Euro bis 2029 dank einer besseren Verknüpfung von Grundbuch- und Steuerdaten sowie Maßnahmen gegen Karussellbetrug. Gesetzliche Grundlagen werden ständig angepasst, und das IDW hat sich positiv zu dem Referentenentwurf des Jahressteuergesetzes 2026 geäußert – fordert aber auch präzisere Regelungen.

Ein Blick in die Zukunft

Ein weiterer Aspekt, der nicht unter den Tisch fallen sollte: Das Bundeszentralamt für Steuern warnt vor Phishing-Betrugsversuchen, die speziell Krypto-Investoren ins Visier nehmen. Gefälschte E-Mails fordern sensible Daten, und das sollte jeder ernst nehmen. Die amtliche Kommunikation erfolgt schließlich nicht per E-Mail! Die Entwicklung hin zu einem automatisierten Austausch von Steuerdaten wird vorangetrieben. Hier wird ein Gesetzentwurf zur Umsetzung einer mehrseitigen Vereinbarung zur globalen Mindeststeuer (GloBE) eingebracht – es bleibt spannend.

In diesem Zusammenhang ist die Rolle der AMLA (Anti-Money Laundering Authority) von zentraler Bedeutung. Sie führt laufende und abgeschlossene Regulierungsvorhaben durch und bezieht den Privatsektor aktiv in diese Vorhaben ein. Öffentliche Konsultationen sind eine weitere Möglichkeit, um Informationen zu sammeln und verschiedene Standpunkte zu erörtern. Die Zielgruppen sind vielfältig – vom Finanzinstitut über zivilgesellschaftliche Organisationen bis hin zu Wissenschaftlern.

Wenn die aktuellen Entwicklungen uns eines zeigen, dann ist es, dass wir alle auf dem Schirm haben sollten, wie der Umgang mit Geld und Daten sich verändert. Klar ist: Die Zeit des Wegschauens ist vorbei. Ob privat oder geschäftlich – jeder ist gefordert, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Und dabei ist es wichtig, informiert und vorbereitet zu sein!