Heute ist der 11. Mai 2026, und der Puls der Kryptowelt schlägt kräftig, besonders wenn es um die Debatte über Stablecoins geht. US-Senator Bernie Moreno aus Ohio ist da ganz vorne mit dabei. Er hat die Banken und deren Widerstand gegen die Stablecoin-Gesetzgebung scharf kritisiert. Moreno, der im US-Senatsausschuss für Banken, Wohnungswesen und städtische Angelegenheiten sitzt, hat am 11. Mai auf X, dem ehemaligen Twitter, seinen Unmut geäußert. Sein Vorwurf? Die American Bankers Association (ABA) ist schuld am Widerstand, weil sie von den Bankchefs ein „unverzügliches Engagement“ fordert – und das in einer Zeit, in der die Amerikaner dringend auf neue Finanzlösungen angewiesen sind.

Bevor die Diskussion am 14. Mai in eine geschlossene Sitzung des Bankenausschusses mündet, hat Moreno klargemacht, dass er die Warnungen der ABA zurückweist. Diese behaupten, die Gesetzgeber würden die Risiken einer „Stablecoin-Lücke“ nicht verstehen. Moreno sieht das anders – und nach der Debatte über den $GENIUS Act gibt es seiner Meinung nach keine solche Lücke. Er hat die Banken auch dafür kritisiert, dass sie die Einlagen der Kunden nicht angemessen verzinsen und stattdessen hohe Gewinne und Boni für ihre Führungskräfte erzielen. Dabei könnten Stablecoins den normalen Amerikanern helfen, „echte Renditen auf ihr eigenes Geld“ zu erzielen. Das ist doch mal eine Ansage!

Streit um Stablecoins und die Banken

Moreno ist nicht allein in seiner Meinung. Eine Koalition von Finanzhandelsverbänden, darunter die ABA, fordert Änderungen an der vorgeschlagenen Zahlungs-Stablecoin-Gesetzgebung im Clarity Act. Besonders kritisch wird Abschnitt 404 des Gesetzes betrachtet, der besagt, dass Krypto-Plattformen keine Zinsen oder Erträge zahlen dürfen, die wirtschaftlich Bankeinlagen entsprechen. Die Verbände warnen, dass derartige Zinsen die Bankeinlagen schwächen und die Kreditverfügbarkeit für Verbraucher, kleine Unternehmen und Landwirte gefährden könnten. In einem Schreiben an Senator Tim Scott und Elizabeth Warren wird deutlich, dass man gezielte Änderungen verlangt, um sicherzustellen, dass das Gesetz klare Verbote für Zahlungen, die wie Zinsen wirken, enthält.

Die Bedenken gehen sogar so weit, dass Forschungsergebnisse zeigen, ein Abfluss von Einlagen durch die Verbreitung von ertragsbringenden Stablecoins könnte die Kreditvergabe an Verbraucher und Unternehmen um ein Fünftel oder mehr reduzieren. Die Verbände sind sich einig: Ein klarer Rechtsrahmen ist nötig, der die wirtschaftliche Stabilität der Verbraucher und kleinen Unternehmen schützt, während gleichzeitig die Innovation im digitalen Vermögensbereich gefördert wird. Ein gewisses Spannungsverhältnis, nicht wahr?

Der Genius Act und seine Folgen

Inmitten all dieser Diskussionen hat der US-Präsident Donald Trump den „Genius Act 2025“ unterzeichnet, der einen verbindlichen Rechtsrahmen für Stablecoins schafft. Die Idee dahinter? Stablecoins sollen in das US-amerikanische Finanzsystem integriert werden. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie durch liquide, an den US-Dollar gebundene Vermögenswerte abgesichert sind. Das klingt alles sehr gut, aber birgt auch Risiken für die globale Finanzstabilität. Es gibt bereits Bedenken, dass die Entwicklung von Dollar-koppelten Stablecoins die Währungshoheit im Euro-Währungsgebiet untergraben könnte.

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Die Risiken sind real. Fehlende Transparenz vieler Stablecoin-Emittenten könnte zu einem Vertrauensverlust führen – und das will nun wirklich niemand. Während die USA mit dem Genius Act einen neuen Regulierungsansatz verfolgen, hat die EU mit der Entwicklung der digitalen Zentralbankwährung (CBDC) Euro einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Hier wird mehr Wert auf finanzielle Stabilität und Verbraucherschutz gelegt. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese unterschiedlichen Ansätze auf die Weltwirtschaft auswirken werden. Der Druck auf Europa wächst, das steht fest.