CLARITY Act: Glücksspielbranche in Alarmbereitschaft wegen dezentraler Wetten
Heute ist der 18.06.2026 und in der US-amerikanischen Glücksspielbranche herrscht Aufregung. Über 50 Unternehmen haben sich zusammengeschlossen und einen eindringlichen Brief an den US-Senat geschickt. Sie fordern, dass der „Digital Asset Market Clarity Act“, auch bekannt als CLARITY Act, ein Verbot für sportbezogene Wetten auf dezentralen Prognosemärkten umfasst. Der Grund? Diese Plattformen, die Nutzern ermöglichen, auf den Ausgang von Ereignissen zu setzen, umgehen oft die bestehenden Gesetze der Bundesstaaten und Stammesgemeinschaften.
Die Vertreter der Gaming-Industrie argumentieren vehement, dass die Ausweitung dieser Art von Wetten die größte Glücksspielexpansion in der Geschichte der USA darstellt. Kritiker warnen, dass die fehlenden Schutzmaßnahmen es sogar 18-Jährigen erlauben, sich durch die Hintertür Zugang zu Sportwetten zu verschaffen. Das klingt schon fast nach einem Schachzug aus einem Hollywood-Drehbuch, oder? Aber die Realität ist viel ernster. Die Gaming-Verbände betonen, dass die Darstellung dieser Prognosemärkte als „Investitionen“ irreführend ist und vor allem Personen mit geringer Finanzkompetenz in Gefahr bringt.
Die Rolle der CFTC und die Lobbyarbeit
Ein weiterer Punkt, der den Spielern an der Glücksspielfront Kopfschmerzen bereitet, ist die Rolle der Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Diese hat keine Zuständigkeit für Sportwetten und verfügt auch nicht über die nötige Infrastruktur, um diese Märkte zu regulieren. In der Tat hat die CFTC kürzlich einen Regelvorschlag veröffentlicht, der die meisten sportbezogenen Kontrakte erlaubt, jedoch Casino-artige Wetten verbietet. Ein wenig verwirrend, oder? Das sorgt für Unmut unter den Befürwortern einer strengen Regulierung, die sich vor allem um die lokalen Kontrollmechanismen sorgen.
Die amerikanischen Gaming-Verbände, darunter die American Gaming Association und die Indian Gaming Association, unterstützen das Verbot von Sport- und Casino-artigen Prognosewetten nachdrücklich. Sie fühlen sich in ihrer Existenz bedroht. Immerhin haben die Bundesstaaten seit Anfang 2025 rund 1 Milliarde USD an Steuereinnahmen verloren. Das ist kein Pappenstiel. Die Gewerkschaften richten ihr Lobbying gezielt an demokratische Senatoren, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Die Zukunft des CLARITY Acts
Die Diskussion über den CLARITY Act ist in vollem Gange, und die Verabschiedung steht unter Druck durch laufende Verhandlungen über Stablecoins und andere wichtige Bestimmungen. Am 14. Mai 2026 wurde der Act mit 15 zu 9 Stimmen im Senate Banking Committee vorangebracht. Um die Verabschiedung im Senat zu sichern, werden jedoch 60 Ja-Stimmen benötigt. Prognosen deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung bis Ende des Jahres bei 68 Prozent liegen könnte – zumindest schätzen das die Händler auf der Plattform Polymarket.
Es bleibt abzuwarten, wie der Senat auf die Bedenken der Gaming-Branche reagieren wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Thema dezentrale Prognosemärkte im CLARITY Act behandelt wird, könnte die parlamentarischen Beratungen ganz schön verlängern. Die Gaming-Industrie ist also gefordert, proaktiv zu handeln, anstatt auf ein möglicherweise langwieriges Gerichtsverfahren zu warten. Die Stimmung ist angespannt, und die nächsten Schritte werden entscheidend sein.
