Heute ist der 28.06.2026 und in der Welt der Kryptowährungen rumort es gewaltig. Hongkong hat beschlossen, die Regeln für die Kryptobranche ab 2027 gehörig zu verschärfen. Das klingt erst mal nach einem weiteren bürokratischen Monstrum, aber vielleicht ist es ja auch der Versuch, ein bisschen Ordnung ins Chaos zu bringen. Ein ganz schöner Batzen an Vorschriften kommt da auf uns zu – rund 8.000 zusätzliche Kryptounternehmen und Finanzdienstleister müssen künftig jährlich Daten zu ihren Kryptotransaktionen an die Steuerbehörde melden. Das Ziel? Steuervermeidung über Krypto eindämmen und die internationalen Vereinbarungen zum steuerlichen Informationsaustausch umsetzen. Da ist also eine gehörige Portion Ernsthaftigkeit im Spiel!

Die neuen Vorgaben sind Teil des Crypto Asset Reporting Framework (CARF), das von der OECD entwickelt wurde. Klingt kompliziert, ist aber einfach gesagt ein Regelwerk, das die Transparenz erhöhen soll. Künftig gelten die Meldepflichten nicht nur für lizensierte Kryptobörsen, sondern auch für Broker, Market Maker, Betreiber von Krypto-ATMs, Verwahrdienstleister und all jene, die Krypto in reguläre Währungen tauschen. Ab dem 1. Januar 2027 müssen diese Unternehmen jährlich Informationen über die Kryptotransaktionen ihrer Kunden weitergeben. Das betrifft alles – von Käufen und Verkäufen von Krypto bis hin zum Tausch zwischen Coins und dem Umtausch in traditionelle Währungen. Also, da kommt einiges auf die Verantwortlichen zu!

Die Details der neuen Regelungen

Besonders aufhorchen lässt die Tatsache, dass die Kundendaten aus Identitätsprüfungen gespeichert und bei gesetzlicher Vorgabe weitergegeben werden müssen. Das klingt fast wie ein Blick in die Zukunft, in der Datenschutz und Transparenz miteinander ringen. Und auch Unternehmen, die selbst keine meldepflichtigen Transaktionen durchführen, sind von den neuen Regeln betroffen. Alle Daten müssen mindestens sechs Jahre lang aufbewahrt werden – da bleibt kein Stein auf dem anderen. Wer sich nicht an die neuen Vorschriften hält, dem drohen Geldbußen. Zwischen 2018 und 2025 wurden übrigens über 100 Millionen Hongkong-Dollar an Steuernachzahlungen und Bußgeldern im Zusammenhang mit Krypto eingezogen. Ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass es sich dabei um die Schattenwelt der Kryptowährungen handelt.

Hongkong schließt sich mit diesen Maßnahmen den internationalen Standards an, die bereits von der EU, Singapur und Japan umgesetzt werden. Der allererste internationale Austausch von Kryptosteuerdaten ist für 2028 geplant – also wird es spannend, wie sich die ganze Sache entwickeln wird. Mit diesen neuen Regelungen will Hongkong seine Kontrolle über die Kryptobranche verschärfen, bleibt aber dennoch ein internationales Zentrum für digitale Vermögenswerte. Eine Art Drahtseilakt, könnte man sagen.

Ein Blick über den Tellerrand

Doch Hongkongs Vorgehen ist nicht das einzige, was auf dem internationalen Parkett passiert. Deutschland hat sich ebenfalls der gemeinsamen, staatenübergreifenden Erklärung angeschlossen und plant, das CARF sowie den geänderten Common Reporting Standard umzusetzen. Ab 2027 sollen die neuen Sorgfalts- und Meldepflichten für Kryptowerte-Dienstleister auch hierzulande greifen. Ziel ist es, Transparenz im Steuerbereich zu schaffen und Steuerhinterziehung zu verhindern – was ja für jeden Steuerzahler ein heikles Thema ist.

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Finanzinstitute und Kryptowerte-Dienstleister müssen demnach jährlich Informationen an nationale Steuerbehörden melden. Das betrifft insbesondere Personen, die im Ausland steuerlich ansässig sind und für die Finanzkonten geführt oder Transaktionen mit Kryptowerten durchgeführt werden. Ein automatischer Austausch der Informationen mit den Steuerbehörden der jeweiligen Ansässigkeitsstaaten wird ebenfalls angestrebt. Die EU-weit aktualisierte Amtshilferichtlinie DAC 8, die am 17. Oktober 2023 verabschiedet wurde, ist ein weiterer Schritt in Richtung eines umfassenden Informationsaustauschs unter den Mitgliedstaaten.

Insgesamt zeigt sich, dass die regulatorische Landschaft für Kryptowährungen im Wandel ist. Die Frage bleibt, wie diese neuen Regelungen von den Unternehmen aufgenommen werden. Insbesondere kleinere Firmen könnten vor gewaltigen Herausforderungen stehen, wenn es darum geht, die neuen Anforderungen zu erfüllen. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Dynamik in der Kryptobranche entwickeln wird, während sich die Regulierungsbehörden zunehmend auf die Einhaltung der Vorschriften konzentrieren. Aber eines ist sicher: Die Krypto-Welt bleibt ein heißes Thema, das uns noch lange beschäftigen wird.