Die Bank of England (BoE) hat sich auf eine spannende Reise begeben, um ihre Haltelimits für Sterling-Stablecoins zu überdenken. Der Deputy Governor Sarah Breeden hat klar gemacht, dass die BoE „wirklich offen“ für alternative Ansätze ist, um ihre Finanzstabilitätsziele zu erreichen. Diese Offenheit kommt nicht von ungefähr – die Branche hat monatelang Druck gemacht und den ursprünglichen Regelentwurf als unhandlich und wettbewerbsunfähig kritisiert. Na, wenn das nicht nach Veränderung schreit!

Die neuen Entwurfsregeln sollen bis Ende Juni 2026 veröffentlicht werden, und die endgültige Version wird Ende 2026 erwartet. In dieser Zeit will die BoE das Antragsfenster für systemische Stablecoin-Emittenten öffnen. Die ersten Konsultationen dazu liefen von November 2025 bis Februar 2026. Ziemlich ambitioniert, oder? Der ursprüngliche Entwurf sah vor, dass Privatpersonen nur bis zu 20.000 GBP und Unternehmen bis zu 10 Millionen GBP in Stablecoins halten dürfen, wobei Großkunden Ausnahmen erhalten sollten. Die BoE bezeichnete diese Limits allerdings als temporär, was für einige Erleichterung sorgen dürfte.

Ein Blick auf die Hintergründe

Die Entscheidung der BoE, die Obergrenzen für die Haltelimits zu überprüfen, hat auch einen Grund. Breeden hat die konservative Kalibrierung mit dem Kollaps der Silicon Valley Bank im Jahr 2023 begründet. Die Bank hatte Angst vor einem raschen Abfluss von Bankeinlagen in Stablecoins. Die Industrie hat die Vorschläge als die strengsten weltweit kritisiert und bemängelt, dass individuelle Haltelimits in der Praxis nicht umsetzbar seien. Coinbase hat bereits vor strategischen Nachteilen durch diese Limits gewarnt.

Ein weiterer spannender Punkt ist, dass die BoE darüber nachdenkt, temporäre Leitplanken für die gesamte Menge an ausgegebenen Stablecoins zu prüfen. Das könnte den regulatorischen Fokus von individuellen Nutzern auf ein systemisches Niveau verlagern. Und wie sieht’s international aus? BoE-Gouverneur Andrew Bailey hat bereits Bedenken geäußert, dass es zu Konflikten mit der US-Regierung über die Standards für Stablecoins kommen könnte. Während die USA mit dem GENIUS Act einen liberaleren Ansatz verfolgen, sieht die BoE die Sterling-Stablecoins, die weniger als 0,5% des globalen Stablecoin-Marktes ausmachen, eher als Sicherheitsrisiko.

Regulierungsrahmen für Stablecoins

Das Konsultationspapier, das am 10. November 2025 erschienen ist, liefert detaillierte Informationen über das geplante regulatorische Regime für sterling-denominierte systemische Stablecoins. Die BoE möchte sicherstellen, dass diese Stablecoins – die eine wichtige Rolle im Zahlungsverkehr spielen können – nicht nur praktisch, sondern auch sicher sind. Geplant ist, dass die Emittenten mindestens 40% ihrer Reserven als unremunerierte Einlagen bei der BoE halten müssen, während die restlichen 60% in kurzfristige britische Staatsanleihen investiert werden sollen. Das klingt nach einem soliden Plan, um die Stabilität zu gewährleisten!

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Die BoE betont zudem die Wichtigkeit des öffentlichen Vertrauens in Geld – egal ob es sich um traditionelle Währungen oder Stablecoins handelt. Ein gut durchdachter regulatorischer Rahmen könnte dazu beitragen, schnellere und kostengünstigere Zahlungen zu ermöglichen, sowohl im Einzel- als auch im Großhandelsmarkt. Und das ist ja etwas, was wir alle wollen, oder?

Und nicht zu vergessen: Die FCA hat bereits Unternehmen für eine Sandbox zu UK-ausgegebenen Stablecoins ausgewählt, das Autorisierungsfenster öffnet am 30. September 2026. Es bleibt also spannend, wie sich die Situation entwickeln wird und welche neuen Möglichkeiten sich für Verbraucher und Unternehmen ergeben könnten.