In der kleinen, aber feinen Karibik-Insel Bermuda tut sich gerade so einiges in der Welt der Kryptowährungen. Craig Swan, der CEO der Bermuda Money Authority (BMA), hat große Pläne: Er möchte die erste vollständig onchain basierte Volkswirtschaft aufbauen. Und ich sage euch, das klingt nicht nur spannend, sondern könnte auch ein Vorreiter für andere Länder werden, die in die digitale Zukunft steuern wollen.

Vor kurzem fand eine Veranstaltung statt, bei der die Bürger über Krypto-Wallets aufgeklärt wurden. Man verschenkte 100 US-Dollar in Circles Stablecoin USDC. Die Teilnehmer konnten diesen Stablecoin gleich auf einem Marktplatz nutzen, um Waren zu kaufen. Dabei halfen Zahlungsabwickler wie MoneyGram, die es ermöglichten, die digitalen Währungen in Fiat-Währung umzuwandeln. Die Regierung von Bermuda und die BMA arbeiten emsig daran, die Infrastruktur für Blockchain-basierte Anwendungen auszubauen. Sie haben sogar die Gesetzgebung geändert, um digitale Vermögenswerte für öffentliche Steuern zu akzeptieren. Begonnen wird das Ganze beim Kraftfahrzeugamt – immerhin besitzen viele Bürger ein Auto oder einen Führerschein.

Bermuda als Vorreiter für Blockchain-Innovationen

Die Partnerschaften mit Circle und Coinbase sind nicht zu übersehen. Circle Mint wird für die digitalen Schatzkonten der Regierung genutzt, während Coinbase technische Ressourcen zur Verfügung stellt, um den Onboarding-Prozess zu erleichtern. Das ist clever, denn so wird die Infrastruktur für die onchain geführte Wirtschaft Schritt für Schritt aufgebaut. Ein weiterer spannender Schritt ist die angekündigte Partnerschaft mit Stellar zur Einführung des Bermuda Digitaldollars – einer eigenen Stablecoin. Swan hofft, dass diese Onchain-Infrastruktur in Harmonie mit etablierten Banken koexistiert, die weiterhin Fiat-Reserven halten.

Premier E. David Burt hat zudem darauf hingewiesen, dass die Abhängigkeit von veralteter Zahlungsinfrastruktur hohe Gebühren verursacht und dem wirtschaftlichen Wachstum im Wege steht. Bermuda hat das Ziel, kostspielige Zwischenbankenschleifen zu umgehen und das Kapital auf der Insel im Umlauf zu halten. Das klingt nach einem Plan, oder? Außerdem hat Bermuda bereits ein Pilotprogramm zur Integration von Compliance in Smart Contracts abgeschlossen. Dadurch können Transaktionen sogar automatisch eingefroren werden, wenn es nötig ist.

Swan sieht die geringe Bevölkerungszahl Bermudas als Vorteil. Es wird einfacher sein, diese innovativen Pläne umzusetzen, ohne dass gleich 80 Millionen Menschen mitreden. Er warnt allerdings andere souveräne Staaten, es nicht zu überstürzen, um Unternehmen anzuziehen, die ernsthaft an der Digitalisierung interessiert sind. Ein kluger Rat, wenn ihr mich fragt.

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Regulatorische Rahmenbedingungen und Innovationen

Und es wird noch besser: Bermuda hat sich als führende Jurisdiktion für Blockchain-Projekte etabliert. Steven Rees Davies, ein Partner bei Carey Olsen, hat einen maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des digitalen Vermögensregulierungsrahmens gespielt. Der Bermuda’s Digital Asset Business Act (DABA) bietet ein umfassendes regulatorisches Gerüst für verschiedene Blockchain-Aktivitäten, einschließlich Tokenisierung und Stablecoins. Das unterscheidet Bermuda von anderen Offshore-Jurisdiktionen wie den Cayman Islands und den British Virgin Islands.

Das DABA bietet klare rechtliche Sicherheit und unterstützt sowohl Startups als auch große Unternehmen mit einem mehrstufigen Lizenzsystem. Das ist wirklich genial, denn so können Unternehmen in verschiedenen Entwicklungsstadien die passende Lizenz erwerben. Zudem gibt es rechtliche Strukturen, die Kundengelder schützen – inklusive Treuhandmodelle und segregierte Konten. Es scheint fast so, als wäre Bermuda bereit, die Innovationsführer im Bereich der digitalen Vermögenswerte zu werden.

Während in der EU die MiCA-Verordnung eher als restriktiv angesehen wird, bietet Bermuda mehr Flexibilität im Asset-Reserve-Management. Gerade in einer Zeit, in der sich der regulatorische Rahmen in den USA verändert, zeigt sich Bermuda als ein Ort, wo Projekte nicht nur Ideen sind, sondern auch umgesetzt werden können.

Die BMA geht sogar so weit, innovative Lösungen im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) durch Smart Contracts zu fördern. Das ist nicht nur zukunftsweisend, sondern könnte auch anderen Ländern als Beispiel dienen, wie sie mit der Blockchain-Technologie umgehen können.

Die EU hingegen hat sich dem Thema Regulierung von Blockchain angenommen, um rechtliche und regulatorische Fragmentierung zu vermeiden. Das umfassende Paket von Legislativvorschlägen zielt darauf ab, Investitionen zu erhöhen und den Schutz für Verbraucher und Anleger zu gewährleisten. Während also die großen Mächte in Europa noch darüber debattieren, könnte Bermuda bereits einen entscheidenden Schritt voraus sein.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Doch eins ist sicher: Bermuda hat sich in der Welt der Kryptowährungen einen Platz erkämpft und könnte bald eine der führenden Drehscheiben für digitale Innovationen sein. Und das aus einem kleinen Eiland, das sich auf dem Weg zur digitalen Zukunft macht!