Heute ist der 2.06.2026, und es gibt große Neuigkeiten aus der Welt der Steuern und Kryptowährungen in Deutschland. Am 20. Mai 2026 hat das Bundeskabinett eine neue Außenprüfungsordnung (ApO) beschlossen, die die Regelung von 2000 ablöst. Eine Reform, die es in sich hat! Unternehmen und Steuerberater müssen sich auf einige gravierende Änderungen einstellen. Das Konzept der zeitnahen Betriebsprüfung wird gestrichen – stattdessen gibt es jetzt Rahmenvereinbarungen nach § 200a der Abgabenordnung. Das klingt nach einem echten Umbruch, oder? Und das ist noch nicht alles; die Rolle des federführenden Gruppenprüfers wird gestärkt, besonders für große Unternehmensstrukturen. Auch die Lohnsteuer-Außenprüfung bekommt eine formalisierte Grundlage. Doch bevor wir uns zu sehr freuen, müssen wir die Zustimmung des Bundesrats abwarten, denn die Länder haben da ihre eigenen Vorstellungen zur Steuerprüfung.
Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs! Am 28. Mai 2026 werden neue Regeln für den internationalen Datenaustausch von Kryptowährungstransaktionen beschlossen. Deutschland geht jetzt richtig in die Offensive und setzt die OECD Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) und die EU-Vorgaben aus DAC8 um. Das bedeutet, dass ab 2026 die Datenerfassung für Krypto-Transaktionen beginnt und der erste automatische Austausch zwischen Steuerbehörden weltweit am 30. September 2027 stattfindet. Krypto-Dienstleister müssen ihre Meldungen für das Steuerjahr 2026 bis zum 31. Juli 2027 einreichen – ein straffer Zeitplan, der viele auf Trab halten wird!
Neuerungen im Steuerrecht
Und was ist mit den steuerlichen Freigrenzen? Die Ein-Jahres-Haltefrist für steuerfreie Gewinne bleibt bestehen, und der jährliche Freibetrag von 1.000 Euro bleibt auch in Kraft. Das sorgt vielleicht für etwas Erleichterung bei den Krypto-Investoren. Der Entwurf des Jahressteuergesetzes 2026 hat es ebenfalls in sich: Er erlaubt den Finanzämtern, echte Steuerzahlerdaten zur KI-Entwicklung zu nutzen. Damit wird die KI als Hilfsmittel eingesetzt, aber die finale Entscheidung bleibt beim Sachbearbeiter. Eine interessante Entwicklung, die die Steuerwelt revolutionieren könnte.
Das Ganze wird von der Schätzung begleitet, dass rund 90% aller steuerbegünstigten Körperschaften in Deutschland von den Änderungen betroffen sein werden. Der Bundesfinanzhof hat bereits im Jahr 2024 ein Urteil gefällt, das Deutschland zu Rückzahlungen von rund 7,5 Milliarden Euro an ausländische Investmentfonds zwingt. Das betrifft zu Unrecht einbehaltene Dividendensteuern aus den Jahren 2004 bis 2017. Ein echtes Fiasko, das durch die Ungleichbehandlung zwischen deutschen und EU-ausländischen Fonds ausgelöst wurde.
Finanzielle Herausforderungen und Lösungsansätze
In der politischen Arena laufen derzeit Koalitionsverhandlungen über Steuerentlastungen zwischen 20 und 30 Milliarden Euro. Doch das hat seinen Preis: Prognostizierte Steuerausfälle von rund 9 Milliarden Euro bis 2027 werfen einen Schatten auf die Pläne. Um diese Lücke zu schließen, werden Optionen wie Subventionskürzungen und eine Anhebung der Forschungszulage von 15 auf 25 Millionen Euro pro Jahr diskutiert. Man fragt sich, wie das alles zusammenpassen soll!
Zusätzlich wird die Einführung des Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) neue Sorgfalts- und Meldepflichten für Kryptowerte-Dienstleister mit sich bringen. Das Ziel? Transparenz im Steuerbereich zur Verhinderung von Steuerhinterziehung und Sicherstellung des Steueraufkommens. Es wird spannend, wie die Finanzinstitute und Kryptowerte-Dienstleister jährlich Informationen an nationale Steuerbehörden melden werden. Der automatische Austausch dieser Informationen mit den Steuerbehörden der jeweiligen Ansässigkeitsstaaten wird ab 2027 starten – ein echter Quantensprung in der internationalen Steuertransparenz!
Deutschland hat sich der gemeinsamen, staatenübergreifenden Erklärung angeschlossen, um diese neuen Meldepflichten umzusetzen. Die EU-Amtshilferichtlinie DAC 8 wird ebenfalls aktualisiert, um den zwischenstaatlichen Informationsaustausch unter EU-Mitgliedstaaten zu ermöglichen. Die kommenden Jahre könnten also einige Überraschungen bereithalten, sowohl für Unternehmen als auch für Krypto-Investoren.