Russland öffnet die Türen für Kryptowährungen: Ein neuer Rechtsrahmen verändert den Markt
Heute ist der 22.07.2026. Wenn man über den Kryptomarkt spricht, kommt man an Russland nicht vorbei. Die russische Staatsduma hat am 21. Juli 2023 den Gesetzentwurf für digitale Währungen in zweiter und dritter Lesung verabschiedet. Das ist ein großer Schritt, der die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kryptowährungen in Russland entscheidend verändert. Der neue Gesetzentwurf schafft einen umfassenden Rechtsrahmen, der nicht nur für Börsen, Broker und digitale Verwahrstellen gilt, sondern auch für Vermögensverwalter und andere Vermittler. Das klingt ja schon mal vielversprechend!
Unternehmen, die im Kryptobereich tätig sind, müssen sich in ein spezielles Aufsichtsregister eintragen, und die bestehenden Betreiber haben bis zum 1. Juli 2027 Zeit, sich anzupassen. Die Bank von Russland wird eine zentrale Aufsichtsfunktion über die anerkannten Marktteilnehmer übernehmen. Das besondere Augenmerk liegt darauf, dass Banken keine Überweisungen an nicht zugelassene Krypto-Börsen vornehmen dürfen. Ein klarer Hinweis darauf, dass der Staat die Kontrolle behält. Und das ist noch nicht alles: Zahlungen mit Kryptowährungen für inländische Waren und Dienstleistungen bleiben in Russland verboten. Unternehmen dürfen digitale Vermögenswerte nicht als Zahlungsmittel bewerben. Interessant, oder?
Neue Regeln für Anleger
Für die Privatanleger gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Nicht qualifizierte Anleger dürfen jährlich über einen lizenzierten Vermittler Kryptowährungen im Wert von bis zu 300.000 Rubel (das sind etwa 3.800 Dollar) erwerben, vorausgesetzt, sie bestehen einen speziellen Risikotest. Qualifizierte Anleger hingegen erhalten deutlich umfassenderen Zugang und dürfen bis zu 3 Millionen Rubel pro Jahr investieren. Das klingt nach einer guten Möglichkeit, um institutionelle Anleger anzuziehen, während gleichzeitig spekulative Aktivitäten eingedämmt werden sollen. Ein kluger Schachzug, wenn ihr mich fragt!
Die Kernbestimmungen des neuen Gesetzes treten am 1. September 2026 in Kraft, und die zugelassenen digitalen Währungen sind vorerst auf Bitcoin, Ethereum und den Stablecoin USDT beschränkt. Privacy Coins wie Monero oder Zcash sind davon ausgeschlossen. Das Gesetz selbst muss noch den Föderationsrat passieren, und die Unterschrift von Präsident Putin wird als Formalität angesehen – man kann also gespannt sein.
Krypto und der internationale Handel
Besonders spannend ist die Legalisierung des grenzüberschreitenden Handels in Kryptowährungen. Das könnte neue Türen öffnen, insbesondere für Unternehmen, die international tätig sind. Zugelassene digitale Währungen dürfen für ausgewählte Außenhandelsgeschäfte zwischen in Russland ansässigen Personen und ausländischen Vertragspartnern verwendet werden. Dadurch könnte der informelle Krypto-Markt in lizenzierte Kanäle überführt werden. Die Idee, einen klaren rechtlichen Rahmen für grenzüberschreitende Transaktionen zu schaffen, ist in der heutigen Zeit mehr als sinnvoll.
Um den Überblick zu behalten: Die fünf Kategorien lizenzierter Marktteilnehmer umfassen Börsen, Broker, Verwahrer, Verwaltungsgesellschaften und Wechselstuben. Das Gesetz verlangt zudem für zugelassene Kryptowerte eine Marktkapitalisierung von über 5 Billionen Rubel sowie ein tägliches Handelsvolumen von über 1 Billion Rubel. Wenn man bedenkt, dass der russische Finanzminister das tägliche inländische Krypto-Handelsvolumen auf rund 50 Milliarden Rubel schätzt, kann man erahnen, wie viel Bewegung in diesem Markt steckt.
Zusätzlich plant Russland die Entwicklung eines Rahmenwerks für fiat-gedeckte Stablecoins, um internationale Zahlungen zu unterstützen. In der EU hingegen gibt es Überlegungen für weitere Beschränkungen für ausländische Plattformen, die sanktionierten russischen Akteuren helfen. Das könnte die Dynamik im internationalen Krypto-Raum erheblich beeinflussen und den Druck auf den russischen Markt erhöhen.
