Krypto-Frischer Wind: Frankreich wird zum Stablecoin-Hub Europas
Heute ist der 7.07.2026 und die Welt der Kryptowährungen hat sich in den letzten Tagen wieder einmal gewaltig gewandelt. Eine Woche nach der Übergangs-Deadline der europäischen Krypto-Verordnung MiCA in den 27 EU-Mitgliedstaaten zeigt sich ein gemischtes, aber dennoch positives Bild. Patrick Hansen von Circle hat einige spannende Neuigkeiten zu verkünden: Es gibt jetzt 21 zugelassene Emittenten von E-Geld-Token (EMTs). Im Vergleich zu den 19 im März diesen Jahres ist das ein erfreulicher Anstieg. Man könnte sagen, die Krypto-Szene bekommt frischen Wind unter die Flügel!
Diese regulierten EMT-Emittenten kommen aus zwölf verschiedenen Ländern, wobei Frankreich mit sechs Emittenten ganz klar die Nase vorn hat. Auch die Niederlande, Malta, Litauen und Luxemburg haben jeweils zwei zugelassene Emittenten, während Deutschland mit einem Emittenten immerhin auch vertreten ist. Insgesamt wurden 35 EMTs von diesen 21 Emittenten ausgegeben – der Fokus liegt klar auf Euro-Stablecoins, von denen 19 in Euro und 9 in US-Dollar ausgegeben wurden. Das zeigt, wo die Reise hingeht: Der regulierte MiCA-Stablecoin-Markt deckt nun bereits acht verschiedene Währungen ab, ein Anstieg von nur fünf im März!
Frankreich als Stablecoin-Hub
Frankreich hat sich also zum europäischen Stablecoin-Hub entwickelt, mit sechs regulierten Emittenten unter Aufsicht der ACPR. Das ist schon beeindruckend! Es ist jedoch zu beachten, dass unter den 50 größten Stablecoins nach Marktkapitalisierung bislang nur USDC, USDG und EURC MiCA-konform sind. Das lässt Raum für Verbesserungen. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie die EU mehr globale Handelsaktivität und Liquidität in den regulierten Rahmen bringen kann. Ein echtes Puzzle, das noch gelöst werden muss.
Ein weiteres, nicht zu vernachlässigendes Thema ist die Krypto-Szene in Deutschland. Hier wird sie von der geplanten Abschaffung der Krypto-Haltefrist ab 2027 beeinflusst, was bedeutet, dass Bitcoin und Co. künftig steuerlich wie Kapitaleinkünfte behandelt werden sollen. Ein Schritt, der sicherlich viele in der Community beschäftigt und auch verunsichert – schließlich wollen die meisten Krypto-Enthusiasten einfach nur ihr Ding machen, ohne ständig an Steuern denken zu müssen.
Rechtliche Rahmenbedingungen für Stablecoins
Doch was bedeutet das alles rechtlich? Die Ausgestaltung eines Stablecoins umfasst die Rechte und Pflichten zwischen Inhaber und Emittent. Laut MiCA haben Inhaber einen „Forderungsanspruch“ gegenüber dem Emittenten. Das heißt, Stablecoins dürfen nicht ohne Ansprüche des Inhabers ausgegeben werden. Zudem haben die Inhaber das Recht, jederzeit die Rückzahlung des monetären Wertes des Stablecoins zum Nennwert zu verlangen. Klingt fair, oder? Emittenten sind sogar verpflichtet, auf Verlangen einen Euro für einen Euro-gebundenen Stablecoin auszuzahlen. Das ist schon eine klare Ansage!
Eine spannende Regelung ist, dass es unzulässig ist, Entgelte für die Rückzahlung zu erheben. Und auch Zinsen auf Stablecoins dürfen nicht gewährt werden. Die Besicherung von Stablecoins ist eine weitere relevante Ausgestaltung, insbesondere wenn der Emittent kein Kreditinstitut ist. Hier müssen mindestens 30% der zu besichernden Geldbeträge auf gesonderten Konten bei Kreditinstituten hinterlegt werden. Der Rest? Der muss in sichere, hochliquide Finanzinstrumente mit minimalem Risiko investiert werden. Man möchte ja schließlich auf der sicheren Seite sein!
Auf der Suche nach Sicherheit
Eine zusätzliche Sicherung kann durch Treuhandabrede oder eine Garantie eines Versicherungsunternehmens oder Kreditinstituts erfolgen. Besonders für „signifikante E-Geld-Token“ gelten strenge Anforderungen. Die MiCA hat auch Vorkehrungen getroffen, um zu verhindern, dass Stablecoins das europäische Währungssystem gefährden. Hier hat die BaFin die Befugnis, eine Mindeststückelung gegenüber Emittenten anzuordnen, falls ein signifikanter Stablecoin eine Bedrohung darstellt. Eine solche Mindeststückelung könnte die Verwendung des Stablecoins für Beträge unterhalb dieser Grenze erheblich einschränken.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Entwicklungen rund um die MiCA-Regulierung und die Aufsicht über Stablecoins ein spannendes und dynamisches Gebiet darstellen, das sich stetig weiterentwickelt. Die Frage bleibt: Wie wird sich die Krypto-Welt in Zukunft gestalten? Wir sind gespannt auf die nächsten Schritte und halten euch auf dem Laufenden!
