Wenn der Abwärtstrend zur Gewohnheit wird: XRP und XLM im Kreuzfeuer der Unsicherheit
Heute ist der 23.06.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Situation von Ripple (XRP) und Stellar (XLM), die beide unter einem beträchtlichen Verkaufsdruck stehen. Kein Wunder, dass die Anleger vorsichtig geworden sind – die Stimmung am Markt ist angespannt und die Unsicherheiten nehmen zu. XRP notiert aktuell bei 1,12 USD, hat sich aber in den letzten Tagen nicht über die obere Begrenzung seines fallenden Kanals hinausbewegt. Das ist schon mal ein dicker Brocken für die Investoren.
XLM, das sich in einer ähnlichen Situation befindet, hat an fünf aufeinanderfolgenden Tagen um über 15 % verloren. Es scheint, als wolle der Kurs einfach nicht zur Ruhe kommen. On-Chain- und Derivatedaten deuten auf eine sehr vorsichtige Anlegerstimmung hin, was das Risiko weiterer Verluste für beide Kryptowährungen erhöht. XRP kämpft darum, die obere Begrenzung seines fallenden Kanals zurückzuerobern, während die On-Chain-Aktivitäten schwach sind und die Derivatemetriken bärische Signale senden.
Marktsituation und technische Indikatoren
Wenn wir uns die Zahlen genauer anschauen, sieht es nicht rosig aus. Das Open Interest (OI) der XLM-Futures ist auf 2,70 Milliarden USD gefallen, was einen Rückgang der Anlegerbeteiligung signalisiert. Auch XRP hat es nicht besser, hier ist das OI auf 175 Millionen USD gefallen. Diese Werte sprechen eine klare Sprache: Der Markt ist von einem bärischen Ausblick geprägt. Das Long-to-Short-Verhältnis für XRP liegt bei 0,87, während XLM bei 0,77 notiert – das sind beides Werte, die auf eine größere Anzahl an Short-Positionen hinweisen.
Schaut man sich die Spotmärkte an, zeigt sich ein gemischtes Bild. Während XRP große Wal-Orders verzeichnet, hat XLM mit einer Überhitzung und einer dominierenden Verkaufsseite zu kämpfen. Die Spot Exchange Traded Funds (ETFs) für XRP haben am Montag immerhin einen Zufluss von 5,31 Millionen USD verzeichnet, was ein kleines Licht in der Dunkelheit ist. Aber um ehrlich zu sein, der technische Gesamteindruck bleibt defensiv.
Widerstände und Unterstützungen
Die technischen Indikatoren sind ebenfalls nicht gerade optimistisch. XRP liegt unter den 50-, 100- und 200-Tage-Exponential Moving Averages (EMAs) und hat den ersten Widerstand bei 1,199 USD, gefolgt von 1,248 USD (50-Tage-EMA) und 1,300 USD. XLM wiederum notiert bei 0,1994 USD, unter dem 200-Tage-EMA bei 0,2028 USD und hat Unterstützung bei 0,1926 USD (50-Tage-EMA). Es ist ein ständiger Kampf, der da ausgefochten wird.
Der RSI für XRP liegt bei 39 und der MACD ist mild positiv, aber abflachend. Bei XLM sehen wir einen RSI von 48 und einen leicht negativen MACD. Man kann nur spekulieren, was als Nächstes kommt. Die Unsicherheiten auf dem Markt sind spürbar, und die regulatorischen Anforderungen in der EU (MiCA) verschärfen sich zusätzlich, was ebenfalls Auswirkungen auf den Kryptomarkt hat.
Perspektiven und Anlegerstimmung
Die steigende Retail-Aktivität bei XLM zeigt, dass viele Kleinanleger aufspringen wollen, doch die Dominanz auf der Sell-Seite ist stark. Marktanalysten betonen, dass Ausbrüche in Phasen sinkender Beteiligung oft nicht nachhaltig sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird. Die kommenden Tage könnten entscheidend sein, um zu sehen, ob XRP und XLM sich aus diesem Abwärtstrend befreien können oder ob die Korrektur noch tiefer geht. Die Unsicherheit bleibt ein ständiger Begleiter auf dieser Reise durch die Welt der Kryptowährungen.
