Heute ist der 28.05.2026, und die Stimmung am Kryptomarkt könnte trüber kaum sein. Die Zuversicht ist merklich gesunken – Bitcoin, Ethereum und Co. zeigen sich schwach. Kaum hat man sich an die Hoffnung gewöhnt, dass sich die Märkte erholen könnten, wird man auch schon wieder eines Besseren belehrt. Höhere Preise führten zu Verkäufen, und das Comeback von Bitcoin bleibt aus. Es ist ein bisschen wie ein aufziehender Sturm, der die Hoffnungen auf Zinssenkungen durch den neuen US-Notenbankchef Kevin Warsh zu vertreiben scheint.

Die Abflüsse aus Krypto-Produkten sind alarmierend. Allein in den USA, bei Bitcoin-Spot-ETFs wie denen von BlackRock, Fidelity und Grayscale, summieren sich die Abflüsse auf 1,07 Milliarden US-Dollar und beenden damit eine sechs Wochen andauernde Serie von Zuflüssen. Der weltweite Risikoaversion ist spürbar – nahezu jede Region verzeichnet Abflüsse. Bitcoin wird aktuell bei etwa 73.000 US-Dollar gehandelt, weit entfernt von seinem Höchststand von über 81.000 US-Dollar in der ersten Mai-Hälfte. Wenn man bedenkt, dass Bitcoin seit Jahresbeginn 16 Prozent an Wert verloren hat und im Vergleich zum Allzeithoch im Oktober 2022 sogar 42 Prozent, wird einem ganz anders.

Die makroökonomischen Einflüsse

Bitcoin hat sich als äußerst anfällig für das makroökonomische Umfeld erwiesen. Steigende Realzinsen und ein stärkerer US-Dollar setzen der Digitalwährung ordentlich zu. Die Stimmung in der Handelslandschaft ist ebenfalls gedämpft. Die ICF Bank etwa verzeichnet kaum Aktivitäten im Handel mit Krypto-ETNs. Der erste Krypto-ETN, ein Solana-Tracker, kommt zwar verspätet auf den Markt, aber ob das die Wogen glätten kann? Zweifel sind angebracht.

Die Unterschiede zwischen Bitcoin und US-Tech-Werten sind derzeit extrem. Während Bitcoin unter seinem historischen Durchschnitt im Marktwert-zu-Realisierungswert-Verhältnis (MVRV) notiert, zeigt der Nasdaq 100 ein Kurs-Buchwert-Verhältnis, das nahe dem höchsten jemals gemessenen Stand liegt. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Bewertungsunterschiede irgendwann ausgleichen – man könnte meinen, die Märkte haben eine Eigenart entwickelt, die kaum mehr verständlich ist.

Die Rolle der ETNs

Exchange Traded Notes (ETNs) und andere Finanzinstrumente sind nicht ohne Risiko. Diese können sowohl Kurs- als auch Währungsschwankungen unterliegen, die die Rendite beeinflussen können. Bei ETNs sollte man sich über das Emittentenrisiko und das Risiko des Basiswertes im Klaren sein. Vor einer Investition ist es ratsam, die Basisprospekte und Informationen vom Emittenten zu studieren. Und ganz wichtig: Eine Anlageberatung kann nicht schaden, besonders für private Investoren, die vielleicht nicht jeden Tag mit solchen Finanzinstrumenten zu tun haben.

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Die Informationen, die man erhält, sind zwar aus vertrauenswürdigen Quellen, aber man sollte immer mit einem kritischen Blick darauf schauen. Es gibt keine Garantie für Vollständigkeit oder Genauigkeit. Es ist wie beim Wetter: Manchmal kann ein strahlend blauer Himmel schnell von dichten Wolken abgelöst werden.

Ein Lichtblick?

<pWährend sich die Kryptomärkte in einem Abwärtstrend befinden, gibt es doch einen Lichtblick: Hyperliquid, das Krypto-Asset mit der besten Performance unter den Large-Cap-Token, hat seit Jahresbeginn um 77 Prozent zugelegt. Es entwickelt sich von einer Krypto-Handelsplattform zu einer globalen "Financial Super App". Vielleicht ist das der Kurs, den wir in Zukunft auch bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen sehen wollen? Ein Neuanfang, eine Wende zum Besseren? Wir bleiben gespannt, wie sich die Situation weiterentwickeln wird.