Im Herzen der politischen Diskussionen in den USA drängt eine Gruppe krypto-freundlicher Senatoren auf neue Eigenkapitalvorschriften für Banken, die in den Markt für digitale Währungen einsteigen möchten. Diese Initiative kommt im Zuge des bevorstehenden CLARITY Acts, der im Senat zur Abstimmung ansteht. Senatoren wie Cynthia Lummis, Bill Hagerty, Ted Budd, Dan Sullivan, Bernie Moreno und John Husted haben sich zusammengetan, um eine Überarbeitung der strengen Basler Kapitalstandards zu fordern, die Kryptowährungen derzeit stark benachteiligen.

Aktuell müssen Banken, die in Krypto-Vermögenswerte wie Bitcoin investieren, für jeden Dollar, den sie in diese volatile Anlageklasse stecken, einen Dollar Kapital vorhalten. Das führt zu einem astronomischen Krypto-Risikogewicht von 1.250 %, das die Senatoren als übertrieben und nicht auf fundierten Risikobewertungen basierend empfinden. Michelle Bowman, stellvertretende Vorsitzende für Aufsicht bei der Federal Reserve, hat bereits erklärt, dass diese Basler Risikogewichte „nicht sehr realistisch“ sind. Es ist klar: Die Bank- und Finanzmarktkoalitionen fordern eine Überarbeitung des Kapitalrahmens, um den aktuellen Marktverhältnissen Rechnung zu tragen.

Dringlichkeit der neuen Kapitalvorschriften

Die Notwendigkeit für klare Kapitalvorschriften wird immer dringlicher, besonders da Banken sich zunehmend auf digitale Vermögenswerte vorbereiten. Sechs republikanische Senatoren, angeführt von Lummis, haben einen eindringlichen Brief an die Federal Reserve, die FDIC und das Office of the Comptroller of the Currency geschickt. Darin wird argumentiert, dass die bestehenden Standards Banken eher davon abhalten, im Krypto-Markt aktiv zu werden. Die Senatoren sind sich einig: Die aktuellen Vorschriften funktionieren nicht. Sie fordern einen neuen Kapitalrahmen, der die tatsächlichen Risiken von Kryptowährungen widerspiegeln sollte, und betonen, dass dieser technologieneutral sein muss, um Banken die Teilnahme zu ermöglichen und gleichzeitig Risiken zu steuern.

Ein weiterer Punkt, der nicht vernachlässigt werden darf, ist die Rolle der Regulierungsbehörden. Es besteht ein wachsender Druck, insbesondere mit dem CLARITY Act, der darauf abzielt, einen breiteren Rahmen für die Marktstruktur digitaler Vermögenswerte zu schaffen. Diese Gesetzgebung könnte Banken die Möglichkeit geben, mehr bilanzwirksame Aktivitäten durchzuführen, wie etwa die Verwahrung digitaler Vermögenswerte. Ohne klare Richtlinien könnte es sein, dass Banken den Sektor meiden oder ihre Aktivitäten an weniger regulierte Unternehmen abgeben. Das wäre ein echter Verlust für die Marktstabilität.

Kritik an den Basler Regeln

Die Kritik an den Basler Regeln wird immer lauter. Senatoren wie Cynthia Lummis und Dan Sullivan führen die Initiative an, um die Kapitalanforderungen für Krypto-Bestände zu überprüfen. Sie argumentieren, dass digitale Vermögenswerte strenger behandelt werden als andere Finanzprodukte, was einfach nicht fair ist. Der Baseler Ausschuss hat zwar die Notwendigkeit einer Überprüfung der Krypto-Engagements anerkannt, doch nennenswerte Fortschritte sind bisher ausgeblieben. Das führt zu einer wachsenden Frustration unter den Senatoren, die einen ausgewogeneren Ansatz von den Bundesregulierungsbehörden fordern.

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Inmitten all dieser Diskussionen äußert Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, Bedenken. Er warnt, dass der CLARITY Act möglicherweise Lücken in den Schutzmaßnahmen für Stablecoins und das Bankwesen hinterlassen könnte. Das ist ein Punkt, der nicht ignoriert werden sollte, denn die Zukunft der Finanzwelt könnte von diesen Regelungen abhängen. Die Debatte über die Rolle der Banken im Kryptomarkt ist alles andere als abgeschlossen, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden.

Heute ist der 8.06.2026, und die Atmosphäre im Gesetzgebungsprozess ist gespannt. Der CLARITY Act wird als eine Schlüsselgesetzgebung für digitale Währungen betrachtet, und es wird erwartet, dass das Gesetz bis zum 4. Juli unterzeichnet wird. Senatorin Lummis rechnet damit, dass der Gesetzentwurf bis zu diesem Datum im Senat behandelt wird. Es bleibt spannend zu beobachten, ob die Senatoren die notwendigen Änderungen durchsetzen können, um Banken ein faires und sicheres Engagement im digitalen Vermögenswertmarkt zu ermöglichen.