Stablecoins haben sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil des globalen Zahlungsverkehrs entwickelt und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Laut einer Studie von McKinsey & Company vom 18. Februar 2026 hat sich das jährliche Zahlungsvolumen mit Stablecoins auf rund 390 Milliarden Euro verdoppelt im Vergleich zu 2024. Treiber dieses Wachstums sind reife Regulierungen sowie die Integration in die Systeme von Zahlungsdienstleistern wie Visa, Stripe und PayPal. Auch wenn Stablecoins nur einen kleinen Teil des globalen Zahlungsmarktes ausmachen, der etwa zwei Billiarden Euro umfasst, finden sie zunehmend Anwendung in Nischen, wie etwa grenzüberschreitenden B2B-Transaktionen.

Visa hat am 16. Dezember 2025 die USDC-Abwicklung für US-Partner ins Leben gerufen, wobei das monatliche Stablecoin-Volumen Ende 2025 bei etwa 3,5 Milliarden Euro lag. Die Partnerschaft mit Paxos wurde auf weitere Dollar-Token ausgeweitet, und die Abwicklung erfolgt über vier Blockchains: Ethereum, Solana, Stellar und Avalanche. Stripe, ein weiterer großer Akteur, präsentierte am 30. September 2025 die Plattform „Open Issuance“, die Unternehmen die Erstellung und Verwaltung eigener Stablecoins ermöglicht. In insgesamt 101 Ländern können nun Stablecoin-Konten für Unternehmen eingerichtet werden, die digitale Dollar halten.

Wachstum und Herausforderungen im Stablecoin-Markt

Das Volumen der mit Stablecoins verknüpften Karten stieg 2025 auf 4,5 Milliarden Euro. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die MiCA-Verordnung, die im Dezember 2024 in Kraft trat und einen einheitlichen Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte in Europa schafft. Circle konnte im Europäischen Wirtschaftsraum an Boden gewinnen, nachdem es als erster globaler Emittent die MiCA-Konformität erreicht hat. Der GENIUS Act 2025 in den USA schützt Stablecoins, die mit hochwertigen liquiden Vermögenswerten hinterlegt sind, was deren Glaubwürdigkeit als Zahlungsinstrumente stärkt.

Die Analysten von Chainalysis berichteten, dass das bereinigte Stablecoin-Volumen 2025 28 Billionen Euro erreichte, wobei jedoch nur ein Teil für Waren und Dienstleistungen verwendet wurde. Besonders hervorzuheben sind die B2B-Stablecoin-Zahlungen, die im Jahr 2025 um geschätzte 733 Prozent im Jahresvergleich zulegten. Asien führt mit rund 60 Prozent des globalen Stablecoin-Zahlungsvolumens, insbesondere in Singapur, Hongkong und Japan. Prognosen deuten darauf hin, dass Stablecoin-Zahlungsvolumina zwischen 2031 und 2039 das Off-Chain-Volumen großer Kreditkartennetzwerke erreichen könnten.

Die Rolle der Banken und regulatorische Rahmenbedingungen

Die Bedeutung digitaler Währungen hat in den letzten zehn Jahren stetig zugenommen. 2024 übertraf das Transaktionsvolumen von Stablecoins erstmals das von Mastercard. Diese blockchain-basierten Token, die an Fiat-Währungen oder andere Assets gekoppelt sind, bieten ein stabiles Preisniveau und gewinnen zunehmend an Akzeptanz im Unternehmensumfeld. Banken sind gefordert, sich aktiv mit der Entwicklung von Stablecoins auseinanderzusetzen und deren Integration in ihre Dienstleistungen zu ermöglichen. Sie können als vertrauenswürdige Schnittstelle fungieren und dabei helfen, Stablecoin-Zahlungen effizient in bestehende Systeme zu integrieren.

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Dennoch bestehen Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf regulatorische Rahmenbedingungen und technische Schwierigkeiten. Laut einer Studie von Artemis entfällt weniger als ein Prozent des weltweiten Stablecoin-Transaktionsvolumens auf tatsächliche Zahlungen, da der Markt stark von Transfers in der Krypto-Branche dominiert wird. Der Zahlungsbereich für Stablecoins wächst zwar durch neue Regulierungen und das Interesse von Zahlungsdienstleistern, die Integration in bestehende ERP- und Treasury-Systeme bleibt jedoch eine Hürde für viele Unternehmen.

In einer Welt, in der das Bedürfnis nach effizienten, 24/7-verfügbaren Echtzeittransaktionen stetig steigt, könnten Stablecoins eine Schlüsselrolle spielen. Blockchain-basierte Zahlungsplattformen und Initiativen wie Partior und die Blockchain-Initiative von Swift arbeiten an Lösungen, um den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu optimieren. Stablecoins bieten Unternehmen nicht nur Vorteile in der Schnelligkeit und Kosteneffizienz, sondern könnten auch den internationalen Finanzmarkt grundlegend verändern.

Für weiterführende Informationen zu Stablecoins und ihrer Rolle im Zahlungsverkehr besuchen Sie bitte die Quellen: Börse Express, Payment and Banking, und Deutsche Bank.