Heute ist der 9.07.2026 und die Welt der Kryptowährungen hat sich in den letzten Jahren rasant gewandelt. Die MiCA-Übergangsfrist, die am 1. Juli 2026 endete, hat für einige einen Neuanfang und für andere das Ende der Fahnenstange bedeutet. Wer hätte gedacht, dass wir einmal bei 3.167 Krypto-Firmen in Europa starten würden, und nach der MiCA-Umstellung nur noch 244 lizenzierte Krypto-Dienstleister (CASPs) übrig bleiben? Das sind schon ganz schön harte Zahlen, die einen zum Nachdenken anregen.

Fast 92 % des Marktes hat die MiCA-Umstellung einfach nicht überlebt, und nur 210 von über 1.200 EU-Krypto-Unternehmen haben die MiCA-Zulassung erhalten. Wenn man bedenkt, dass 83 % der alten Krypto-Unternehmen gegen EU-Recht verstoßen haben, ist es kaum verwunderlich, dass die ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) keine weiteren Übergangsfristen mehr genehmigt hat. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind jetzt klarer, aber auch strenger.

Die Verlierer der MiCA-Ära

In dieser neuen Landschaft sind einige große Namen, die man früher für unantastbar hielt, ins Straucheln geraten. Ein Beispiel? Binance, der Krypto-Riese, hat seinen Lizenzantrag in Griechenland zurückgezogen und sucht nun nach einer französischen MiCA-Lizenz, um möglicherweise in die EU zurückzukehren. Dazu kommt Tether, deren CEO die MiCA-Reserveanforderungen für Stablecoins als „sehr gefährlich“ bezeichnet hat. Das führte dazu, dass $USDT von sämtlichen EU-lizenzierten Handelsplätzen entfernt wurde – das ist schon ein harter Schlag für die Stabilität in diesem Sektor.

Rund 70 % aller EU-Krypto-Transaktionen finden mittlerweile auf MiCA-konformen Börsen statt. Das zeigt, dass sich Händler und Nutzer zunehmend den neuen Regelungen anpassen. Auch Coinbase, ein weiterer großer Player im Krypto-Markt, plant, eine MiCA-Lizenz zu sichern und ein Zentrum in Luxemburg zu eröffnen. Das könnte bedeuten, dass wir in Zukunft noch mehr Bewegung in der Branche sehen werden.

Die Gewinner in der neuen Ordnung

Doch während einige Unternehmen kämpfen, gibt es auch Lichtblicke. Circle hat als einziger Emittent unter den zehn größten Stablecoins die MiCA-Autorisierung für $USDC und EURC erhalten. Das sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern zeigt auch, dass es Platz für Innovationen gibt, wenn man sich an die Regeln hält. Die Regulierung hat den europäischen Markt kleiner und konzentrierter gemacht, aber mit einem einheitlichen Regelwerk, das für mehr Klarheit sorgt.

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Händler sollten sich gut überlegen, wo sie ihre Gelder anlegen. Unlizenzierte Plattformen sind ein Risiko – der Rat ist klar: transferiert eure Gelder zu MiCA-autorisierten Börsen! So kann man sicherstellen, dass man nicht in rechtliche Schwierigkeiten gerät.