Heute ist der 16.07.2026 und die Welt der Kryptowährungen und digitalen Zahlungsmethoden steht wieder einmal Kopf. Die Schlagzeilen drehen sich um PayPal, das einst als Pionier im Online-Zahlungsverkehr galt und jetzt inmitten eines Übernahmeangebots steht. Die Aktien von PayPal sind nach der Bekanntgabe eines Übernahmeangebots von Stripe und Advent International um satte 15 % gestiegen. Ein Angebot, das PayPal mit über 53 Milliarden US-Dollar bewertet. Wow, das ist eine Hausnummer!

Der Preis von 60,50 US-Dollar pro Aktie liegt 28 % über dem Schlusskurs vom Dienstag. Das ist schon ein ziemlicher Aufschlag! Die Käufer, die ihr Angebot Anfang Juli unterbreitet haben, scheinen ziemlich überzeugt zu sein. Sie schlagen eine gleichberechtigte Beteiligung vor, ohne PayPal in zwei Teile zu zerlegen. Das könnte bedeuten, dass PayPal als Marke, zusammen mit seinen Services wie dem Marken-Checkout, Venmo und den Kryptodiensten, erhalten bleibt. Und ganz wichtig: Anleger zeigen Vertrauen in die Sanierung unter CEO Enrique Lores, der das Unternehmen kürzlich in drei Geschäftsbereiche gegliedert hat.

Die Hintergründe der Übernahme

PayPal ist nicht nur ein US-Zahlungsdienstleister; in Deutschland ist es die beliebteste Bezahlmethode beim Online-Shopping mit einem Marktanteil von rund 30 %. Ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen von Elon Musk und Peter Thiel gegründet wurde. Trotz des hohen Marktanteils steckt PayPal jedoch in einer Krise. In den letzten zwölf Monaten hat das Unternehmen etwa 35 % seines Börsenwerts verloren und liegt 83 % unter dem Rekordhoch von 310 Dollar vor fünf Jahren. Der Druck wächst, und der Konkurrenzkampf wird härter – vor allem, weil PayPal am besten verdient, wenn Kunden direkt über den Dienst bezahlen.

Die Margen sind jedoch bei Tochtergesellschaften wie Braintree geringer, was die Sache kompliziert macht. Das Venmo-Geschäft, das PayPal ausbauen möchte, hat neue Funktionen erhalten, doch der Druck bleibt. Die Frage, die sich viele stellen: Ist das Übernahmeangebot von Stripe und Advent International wirklich der richtige Schritt? Anleger wie Michael Burry sehen den Preis von 60,50 US-Dollar als zu niedrig und glauben, dass ein angemessener Preis zwischen 75 und 115 Dollar pro Aktie liegen sollte.

Ein Blick auf die Zukunft

Was die Integration angeht, könnte das den Druck auf PayPal verringern und die Marke stärken. Die endgültige Vereinbarung hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab, wie der Finanzierung und behördlichen Prüfungen. PayPal hat in diesem Jahr den „PayPal USD“ (PYUSD) eingeführt, der durch Einlagen und US-Staatsanleihen gedeckt ist. Am 15. Juli betrug der Wert von PYUSD rund 2,86 Milliarden US-Dollar – ein Zeichen dafür, dass der Kryptosektor für PayPal immer wichtiger wird.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Stripe selbst hat sich im Mai 2025 auf dem Markt für Finanzkonten für Unternehmen etabliert und das Transaktionsvolumen von 1,9 Billionen Dollar im letzten Geschäftsjahr erreicht. Die Übernahme könnte in die Konsolidierungsphase des Payment-Marktes passen, in der auch andere Unternehmen fusionieren oder übernommen werden. Die Parteien planen, Gespräche in den kommenden Wochen voranzutreiben, aber es bleibt abzuwarten, ob es zu einer formellen Vereinbarung kommt.

Der nächste große Augenblick für PayPal wird am 28. Juli 2026 sein, wenn die Veröffentlichung des Geschäftsergebnisses ansteht. Bis dahin bleibt die Frage: Wird sich die Übernahme bewahrheiten oder wird PayPal weiterhin alleine seinen Weg suchen? Die Spannung steigt!