Heute ist der 10.07.2026, und der Bitcoin-Kurs dümpelt unter der 63.000-Dollar-Marke. Ein Blick auf den Markt zeigt, dass die größten Firmenhalter von Bitcoin gerade dabei sind, Teile ihrer Bestände zu verkaufen. Besonders auffällig ist die Strategie von Strategy, dem größten Bitcoin-Halter, der zwischen dem 29. Juni und 5. Juli satte 3.588 BTC für etwa 216 Millionen Dollar verkauft hat. Mit einem Durchschnittspreis von 60.197 Dollar pro Coin war das der größte Einzelverkauf in der Geschichte des Unternehmens. Der Erlös? Der dient der Dividendenfinanzierung und dazu, die Barreserve auf 2,55 Milliarden Dollar aufzufüllen. Nach diesem massiven Verkauf hält Strategy immer noch 843.775 BTC – ein beachtlicher Wert von etwa 63,6 Milliarden Dollar!

Im gleichen Zeitraum hat Empery Digital seit dem 7. Mai rund 1.400 BTC abgestoßen, was rund 87,1 Millionen Dollar in die Kasse spült. Die Erlöse fließen zum Teil in den Schuldenabbau und zum anderen Teil in ein KI-Rechenzentrum sowie laufende Rechtskosten. Momentan hält Empery noch 1.514 BTC, die aktuell etwa 96,5 Millionen Dollar wert sind. Angesichts dieser Verkaufswelle ist der Bitcoin-Kurs bei 62.852 Dollar – das sind knapp 50% weniger als das Rekordhoch von 126.210 Dollar, das im Oktober 2025 erreicht wurde. Der Fear-and-Greed-Index zeigt extreme Angst mit einem Wert von 22. Und der Widerstand bei 65.449 Dollar scheint bisher stabil zu sein.

Politischer Druck in Washington

Die Situation wird noch komplexer durch den wachsenden politischen Widerstand gegen eine schnelle Krypto-Regulierung in Washington. Fünf demokratische Senatoren fordern Anhörungen zu den Krypto-Einnahmen von Präsident Trump. Eine kürzlich veröffentlichte Finanzoffenlegung von Trump zeigt über 1,2 Milliarden Dollar an kryptobezogenen Einkünften – ein Betrag, der bei den Senatoren für Besorgnis sorgt. Die Bedenken über mögliche Interessenkonflikte sind groß, während gleichzeitig der Clarity Act vorangetrieben wird, der darauf abzielt, Krypto-Aktivitäten zu legalisieren. Interessant ist auch, dass der Senat bis Anfang August Zeit hat, bevor die Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden Zwischenwahlen im November wechselt. Noch sind die Fragen zu Ethik-Regeln für Amtsträger, die mit Krypto-Assets handeln, ungelöst.

In der kommenden Woche steht zudem eine Anhörung im Repräsentantenhaus in New York an, die sich mit dem Regulierungsrahmen für Kryptowährungen beschäftigt. Es wird spannend zu sehen, wie sich die politischen Entwicklungen auswirken und ob sie den Bitcoin-Markt beeinflussen werden. Denn eins ist sicher: Das Interesse an Kryptowährungen bleibt ungebrochen, trotz aller Unsicherheiten und der momentanen Verkaufswelle. Die Dynamik, die in den letzten Monaten zu beobachten war, lässt uns gespannt auf die nächsten Schritte warten.