Die europäische Regulierung von Kryptowährungen ist ein heißes Eisen – und jetzt gibt’s schon wieder Bewegung in der Sache! Die EU-Kommission hat angekündigt, die Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) zu überarbeiten. Dabei gilt die MiCA seit dem 1. Juli 2023 voll und ganz, aber die EU will schon nachjustieren. Bis Ende September 2023 sollen Rückmeldungen von Marktteilnehmern eingeholt werden, um die Regeln anzupassen. Ein großes Augenmerk liegt dabei auf neuen Entwicklungen, wie beispielsweise tokenisierte Aktien und die immer beliebter werdenden Stablecoins aus Drittstaaten. Das Thema ist also brandaktuell und bewegt die Gemüter!

Der Markt für tokenisierte Wertpapiere boomt – On-Chain-Aktienmärkte haben bereits ein Volumen von etwa 2,16 Milliarden US-Dollar erreicht und wachsen im Monatsvergleich um fast 45%! Das zeigt, dass hier ordentlich Bewegung drin ist. MiCA hat die Aufgabe, Krypto-Assets, Stablecoins, Verwahrung, Handel und Dienstleistungen zu regulieren. Ein spannender Punkt ist, dass tokenisierte Wertpapiere unter die bestehenden EU-Wertpapierregeln fallen. Das führt zu Herausforderungen, wenn Produkte wie Krypto-Assets funktionieren, aber wirtschaftlich Aktien oder andere Wertpapiere abbilden. Es bleibt also abzuwarten, wie die EU mit diesen komplexen Fragestellungen umgehen wird.

Stablecoins im Fokus

Die MiCA hat bereits klare Regeln für Stablecoins. Sie unterscheidet zwischen E-Geld-Token und asset-referenced Tokens, was wichtig ist, da die EU auch Anpassungen für Stablecoin-Anbieter aus Drittstaaten prüft, deren Token in der EU genutzt werden. Das zeigt, dass die Regulierungsbehörden wachsam sind und versuchen, die Risiken im Zusammenhang mit Stablecoins zu minimieren. Vor Ablauf der Übergangsfrist waren immerhin 244 Unternehmen als Crypto-Asset Service Provider unter MiCA zugelassen. Das gibt einen ersten Eindruck davon, wie viele Akteure sich in diesem spannenden Markt tummeln.

Doch was bedeutet das alles im größeren Kontext? Seit der Schaffung des ersten Bitcoins im Jahr 2009 hat sich ein riesiges Ökosystem entwickelt – mit tausenden von Kryptowährungen und einer rasanten technologischen Entwicklung. Das Kryptosystem ist nach wie vor eine kleine Nische im Vergleich zum traditionellen Finanzsystem, aber die Verflechtungen werden immer enger. Skandale wie der Zusammenbruch der Handelsplattform FTX im Herbst 2022 haben die Risiken des Systems deutlich gemacht und die europäischen sowie internationalen Regulierungsbehörden auf den Plan gerufen. Die Bundesbank informiert in ihren Monatsberichten über die Regulierung und die Herausforderungen, die im Kryptobereich bestehen.

Regulierungsansätze und Herausforderungen

Die Regulierung von Kryptowerten erfolgt nach dem Prinzip „regulate and contain“. Ziel ist es, das System zu regulieren, Ansteckungsrisiken zu minimieren und den wirtschaftlichen Charakter der Geschäfte zu berücksichtigen. Die europäische Verordnung zur Regulierung von Märkten (MiCAR) trat am 29. Juni 2023 in Kraft und soll einen harmonisierten Rechtsrahmen für nicht regulierte Kryptowerte schaffen. Das bedeutet für die Akteure im Kryptosystem, dass sie sich an Regeln zur Unternehmensführung und Eigenmittelausstattung halten müssen.

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In Deutschland hat die BaFin in Zusammenarbeit mit der Bundesbank die Aufsicht über Emittenten von Stablecoins und E-Geld-Token übernommen. Für signifikante vermögenswertreferenzierte Tokens wird die Aufsicht teilweise an die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) übertragen. Und das ist noch nicht alles: Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) entwickelt momentan internationale Standards für Banken im Kryptosystem, die bis zum 1. Januar 2025 implementiert werden sollen. Das zeigt, wie ernst die Regulierung genommen wird!

Die Diskussionen über die Überarbeitung der Capital Requirements Regulation (CRR) und Capital Requirements Directive (CRD) laufen bereits. Zudem gibt es seit dem 23. März 2023 weitere Regulierungsinitiativen, wie die Pilotregelung für DLT-basierte Marktinfrastrukturen in der EU. Die Wichtigkeit einer konsequenten und zügigen Umsetzung der Regulierung wird von allen Seiten betont. Und in Deutschland müssen nationale Gesetzesänderungen für die MiCAR ebenfalls beschlossen werden. Es bleibt spannend, wie sich die regulatorische Landschaft im Kryptobereich weiterentwickeln wird!