Heute ist der 18.06.2026 und die Welt der Kryptowährungen zeigt sich mal wieder von ihrer aufregenden Seite. Perpetual Futures – oder kurz „Perps“ – sind in aller Munde. Diese Terminkontrakte ohne festes Ablaufdatum ermöglichen es Tradern, auf steigende oder fallende Kurse zu setzen, oft mit einem gewaltigen Hebel. Das Besondere daran? Perps laufen nicht aus, und durch die Funding Rates bleiben sie nahe am Spotpreis. Krypto-Börsen wie Hyperliquid haben diesen Markt revolutioniert und bieten rund um die Uhr Handel an, was die Volumina in die Höhe treibt.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Risiken von Perpetual Futures sind nicht zu vernachlässigen: Liquidationen, hohe Funding-Kosten und extreme Hebel können das Handelserlebnis schnell in eine schmerzhafte Erfahrung verwandeln. Die CME Group, als Hauptakteur unter den regulierten Terminbörsen, sieht sich nun in einem Rechtsstreit mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Der Streit dreht sich um die Regulierung dieser neuen Produkte.

Der Streit zwischen CME und CFTC

Die CFTC hat kürzlich Kalshi die Genehmigung erteilt, einen Bitcoin-Perpetual-Kontrakt anzubieten, was von CME-Chef Terry Duffy als gravierender Fehler kritisiert wird. Er fordert eine andere regulatorische Behandlung unter dem Dodd-Frank Act. CME hat Bedenken, dass regulierte Perps Handelsvolumen von etablierten Futures-Märkten abziehen könnten. Die CFTC hingegen hält die Klage der CME für „frivolous“ und plant, ihre Entscheidung vehement zu verteidigen.

Was die Dimensionen angeht, hat Hyperliquid das Open Interest von Perps auf über 10 Milliarden US-Dollar gesteigert. Damit hat die Plattform bewiesen, dass Perpetual Futures längst kein Nischenprodukt mehr sind. Stattdessen ermöglichen sie Spekulationen auf verschiedenste Märkte, einschließlich Aktien und Rohstoffen. Die Handelsinfrastruktur von Hyperliquid ist on-chain, mit niedrigen Gebühren und einer Ausführungsgeschwindigkeit, die einem das Herz höher schlagen lässt.

Die Rolle der CFTC und Marktanalysen

Die CFTC hat sich nun auch zu Wort gemeldet und eine Anfrage zur Kommentierung veröffentlicht, um Informationen über die potenziellen Anwendungen, Vorteile und Risiken von Perpetual Contracts zu sammeln. Caroline D. Pham, die amtierende Vorsitzende der CFTC, hebt die Bedeutung von Innovation und neuer Technologie hervor. Sie möchte grundlegende Informationen zu den Eigenschaften von Perpetual Derivatives sammeln, da diese zuletzt stark nachgefragt wurden.

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Die CFTC ermutigt Marktteilnehmer, bis zum 21. Mai Kommentare einzureichen, um die Risiken in Bezug auf Marktintegrität und Kundenschutz zu beleuchten. Die Regulierung von Perpetual Futures ist also mehr denn je auf der Agenda – und das ist auch nötig. Immerhin ist der Krypto-Derivatemarkt im Jahr 2025 auf ein Handelsvolumen von etwa 86 Billionen USD angewachsen. Der Anteil der Derivate am gesamten Krypto-Handelsvolumen wird bis 2026 auf rund 73 % steigen, wobei Perpetual Futures den größten Anteil halten werden.

Herausforderungen und Chancen für Privatanleger

Die hohe Risikobereitschaft, die mit Krypto-Derivaten einhergeht, ist für viele Privatanleger eine Herausforderung. Statistiken zeigen, dass 74-89 % der Retail-Konten Geld verlieren, wenn sie mit gehebelten Futures und Perpetual Swaps traden. Einsteiger sollten daher lieber mit dem Spot-Handel beginnen, um nicht direkt ins kalte Wasser zu springen. In der EU etwa gilt ein Hebellimit von 2:1 für Retail-Kunden, was das Risiko etwas minimiert.

Fakt ist: Perpetual Futures sind nicht mehr wegzudenken. Sie haben den Handel revolutioniert und die Art und Weise, wie wir über Krypto denken, verändert. Das Handelsvolumen im Februar 2026 fiel zwar auf 4,11 Billionen USD, was der niedrigste Stand seit Oktober 2023 war, doch der Druck auf regulierte Anbieter, vergleichbare Produkte anzubieten, wächst und wächst. Die Zukunft der Krypto-Derivate bleibt spannend!