Heute ist der 1.06.2026 und wir schauen uns mal an, was bei MicroStrategy in der letzten Zeit so alles passiert ist. Das Unternehmen hat im Mai 32 Bitcoin verkauft. Ja, das hat irgendwie Erinnerungen geweckt an den ersten Bitcoin-Verkauf im Dezember 2022, als sie 704 Bitcoin für etwa 11,8 Millionen USD abgegeben hatten. Damals war der Bitcoin-Kurs ganz schön im Keller – über 75 % gefallen auf unter 16.000 USD. Bei beiden Verkäufen standen die Unternehmensfinanzen auf dem Prüfstand, und das nicht ohne Grund. MicroStrategy ist schließlich der größte börsennotierte Bitcoin-Inhaber. Das geht nicht einfach so unter, oder?
Der Verkauf der 32 Bitcoin war in finanzieller Hinsicht eigentlich ein Witz – weniger als 0,004 % des Gesamtbestands. Aber es zeigt vielleicht doch, dass Bitcoin-Verkäufe im Betriebsmodell von MicroStrategy nicht mehr undenkbar sind. Kritiker wie Peter Schiff haben sich schon ihrer Bedenken geäußert, insbesondere in Bezug auf Michael Saylors Engagement für Bitcoin. Nach dem Verkauf im Dezember 2022 kaufte MicroStrategy zwei Tage später wieder 810 Bitcoin und baute seinen Bestand bis Ende 2022 auf über 843.000 Bitcoin aus. Die Strategie, einen gehebelten Bitcoin-Bestand zu halten, hat anscheinend gefruchtet, denn die Aktien erreichten ein 52-Wochen-Tief und lagen 90 % unter dem Rekordhoch von Februar 2021.
Der Weg in die Zukunft
Und jetzt? Nun, die Strategie hat sich geändert. Für 2026 plant MicroStrategy, mit komplexeren Finanzinstrumenten und einer diversifizierten Kapitalstruktur zu arbeiten. Das Unternehmen hat im November 2024 27.200 Bitcoin für 2,03 Milliarden USD und 51.780 Bitcoin für 4,6 Milliarden USD gekauft. Bei all dem Bitcoin-Geschäft ist die Frage nach der Nachhaltigkeit natürlich nicht unbegründet. MicroStrategy finanziert sich durch Wandelanleihen, die mit niedrigen Zinssätzen (teilweise sogar 0 %) ausgegeben werden. Aber wie lange kann das gutgehen? Wenn der Aktienkurs mal nicht mehr mit dem Bitcoin-Kurs mithält, könnte das ein böses Erwachen geben.
Ein weiteres Thema, das immer wieder aufkommt, ist das Prinzip „not your keys, not your coins“. MicroStrategy verwahrt seine Bitcoin bei institutionellen Partnern. Irgendwie nicht das, was man sich als Bitcoin-Enthusiast wünscht. Und dann gibt es da noch die Frage der Nachfolge – Michael Saylor hat keine direkten Erben. Was passiert, wenn er mal nicht mehr da ist? Ein erzwungener Verkauf könnte den Bitcoin-Markt tatsächlich destabilisieren und einen Bärenmarkt auslösen. Das klingt nach einem echten Albtraum für viele Investoren!
Ein Blick auf die Zahlen
<pAktuell hat MicroStrategy unter der Führung von Michael Saylor 447.470 Bitcoin akkumuliert, mit einem durchschnittlichen Einstandspreis von 62.503 USD pro BTC. Das lässt die Frage aufkommen: Was passiert, wenn der Bitcoin-Kurs weiter sinkt? Kommt dann der große Zwangsverkauf? Die Strategie könnte schnell als Schneeballsystem wahrgenommen werden, da sie auf einem konstanten Zustrom neuer Investoren basiert, die bereit sind, über dem Bitcoin-Wert zu zahlen. Wer also in MicroStrategy investiert, sollte sich der Risiken bewusst sein. Vielleicht ist es doch besser, direkt in Bitcoin zu investieren?
Die Zukunft von MicroStrategy und Bitcoin bleibt spannend und ungewiss. Wer weiß, was die nächsten Monate bringen? Eines ist klar: Die Welt der Kryptowährungen ist ein Spielplatz für Mutige. Und bei MicroStrategy scheint es, als würden sie keine Anstalten machen, sich aus diesem Spiel zurückzuziehen.