Heute ist der 6.06.2026 und wir schauen uns mal an, was bei MicroStrategy und Bitcoin so abgeht. Die Situation bei MicroStrategy ist alles andere als rosig. Michael Saylors große Wette auf Bitcoin steht vor einer echten Belastungsprobe. So hat das Unternehmen kürzlich 32 Bitcoin verkauft, was zwar nur ein kleiner Teil des Gesamtbestands von 843.706 Einheiten ist, aber dennoch ordentlich für Aufregung sorgt. Der Bitcoin-Kurs fiel prompt um 16 Prozent nach dem Verkauf – ein herber Rückschlag für viele, die auf eine Stabilisierung des Marktes hoffen. Auch die Aktie von MicroStrategy hat einen Dämpfer erlitten und fiel um 12,8 Prozent auf ein Zwei-Monats-Tief von 126 Dollar. Ein echtes Drama!
Um das Ganze noch zu verstärken, hat MicroStrategy Aktien im Wert von 128 Millionen Dollar verkauft. Damit wird die Abwärtsspirale nur noch beschleunigt. Ein Finanzinstrument namens „Stretch“ (STRC) steht aktuell bei etwa 95 Dollar – eigentlich sollte es aber bei 100 Dollar notieren. Diese Unstimmigkeit wird von vielen als Zeichen der Instabilität gewertet. Die derzeitige Dividende von 11,5 Prozent wird als unzureichend angesehen, um das Risiko zu decken. Das könnte bedeuten, dass höhere Dividenden notwendig werden, was wiederum zu mehr Bitcoin-Verkäufen führen könnte. Und das würde den Preis der Kryptowährung weiter drücken. Peter Schiff hat sich bereits geäußert und vermutet, dass Verkäufe zur Deckung der Fixkosten unumgänglich sein könnten, falls MicroStrategy das Bargeld ausgeht.
Ein schmaler Grat zwischen Hoffnung und Verzweiflung
Zach Pandl von Grayscale sieht die Fähigkeit von MicroStrategy, weitere Bitcoin zu kaufen, als stark begrenzt an. In einem Umfeld, das von volatilen Kursen und hohen Zinsen geprägt ist, stößt das Geschäftsmodell an seine Grenzen. Es wird sogar argumentiert, dass es gesünder für das Bitcoin-Ökosystem wäre, wenn weniger Münzen auf gehebelten Firmenbilanzen lägen. Tatsächlich hat MicroStrategy seinen Status als unantastbarer Bitcoin-Horter verloren. Ein weiterer Rückschlag, der die Stimmung nicht gerade hebt.
Trotz dieser Herausforderungen hat MicroStrategy in der Vergangenheit auch große Sprünge gemacht. Zum Beispiel wurde im Mai 2025 eine massive Menge von 4.020 BTC im Wert von 427,1 Millionen USD zugekauft. Damit kommt der Gesamtbestand an Bitcoin auf 580.250 BTC, was mehr als 40 Milliarden USD entspricht. Der aktuelle Bitcoin-Kurs liegt bei 110.055,26 USD (Stand: 26. Mai 2025) und zeigt einen Anstieg von 2,88 %. Die Finanzierung dieser Käufe erfolgte durch drei Aktienemissionen, bei denen rund 427 Millionen USD gesammelt wurden. Das zeigt, dass das Unternehmen immer noch über eine beträchtliche Marktkapitalisierung von 102,22 Milliarden USD verfügt. Das ist schon eine Hausnummer!
Wege aus der Krise
Der durchschnittliche Einstiegspreis für den Bitcoin-Bestand liegt bei 69.979 USD pro Coin. Das ist nicht gerade günstig. Dennoch sieht CEO Michael Saylor Bitcoin als überlegene Wertaufbewahrung. Die Frage ist, ob dies ausreicht, um das Unternehmen auf Kurs zu halten. MicroStrategy kontrolliert rund 2,7 % des gesamten Bitcoin-Angebots und übertrifft damit andere Firmen wie Marathon Digital und Riot Platforms bei Weitem. Trotzdem bleibt die Sorge um die weitere Entwicklung bestehen. Die Aktie von MicroStrategy (MSTR) hat in der Vergangenheit große Höhen erreicht – allein in den letzten drei Jahren stieg sie um beeindruckende 1.708,04 %. Doch die aktuelle Marktsituation gibt keinen Anlass zur Freude.
Der Bitcoin-Markt bleibt trotz aller Volatilität stabil. Handelsvolumen von 45,86 Milliarden USD und eine 52-Wochen-Spanne des Bitcoin-Kurses von 49.121,24 bis 111.970,17 USD zeigen, dass es durchaus auch positive Nachrichten gibt. Vielleicht wird MicroStrategy einen Weg finden, sich aus dieser Krise zu winden. Die Frage bleibt: Wie lange kann das Unternehmen noch auf diesen Höhenflügen bleiben, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren?