Kryptowährungen im Schatten der Halbleiter: Ein Blick auf die Zukunft der Technologie und Investitionen
In der Welt der Kryptowährungen und Technologie gibt es derzeit viel Bewegung, und das lässt sich nicht nur an den schwankenden Bitcoin-Kursen ablesen. Ein Unternehmen, das in den USA auf der Liste der blockierten Firmen steht, plant, die erzielten Erlöse für die Aufrüstung seiner Produktionslinien und Technologien zu verwenden. Es handelt sich um CXMT, das im ersten Quartal einen Umsatz von 50,8 Milliarden Yuan erzielt hat. Das sind stolze 700 % mehr als im Vorjahr! Reuters schätzt, dass CXMT etwa 7,7 % des globalen DRAM-Marktes im vergangenen Jahr gehalten hat. Währenddessen fließen die Investitionen in Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Die großen Player wie OpenAI und Anthropic könnten gar Bewertungen von bis zu einer Billion US-Dollar erreichen – wahnsinnig, oder?
Die Marktentwicklungen zeigen, dass Anleger momentan lieber in KI-Startups investieren, anstatt in Krypto-Assets. Das hat zur Folge, dass Bitcoin seit seinem Allzeithoch im Oktober um etwa 50 % auf rund 63.000 Dollar gefallen ist. Mit den kürzlichen Börsengängen von SpaceX (SPCX) und Cerebras (CBRS) ist die Verbindung zu künstlicher Intelligenz klar erkennbar. Doch die Marktentwicklungen könnten durch Bedenken hinsichtlich der Bewertungen im KI-Bereich und eine mögliche Abkühlung der Halbleiteraktien bis 2027 verzögert werden. Vielleicht ist da eine weitere Welle von Mega-Angeboten im KI-Bereich in Sicht, die wiederum Liquidität vom Kryptomarkt abziehen könnte.
Halbleitermarkt im Aufwind
Ein Blick auf den Halbleitermarkt zeigt ungebremstes Wachstum. Über 190 Milliarden Euro wurden allein im Jahr 2022 investiert, und führende Unternehmen haben zusätzliche 300 Milliarden US-Dollar für die kommenden Jahre angekündigt. Taiwan bleibt der unangefochtene Marktführer in der Halbleiterproduktion. In Europa sieht die Lage anders aus: Hier wird die Branche nur unter „weitere“ in den globalen Top 10 der Halbleiter-Foundries geführt, was mehr als nur ein kleines Problem darstellt. Politische Maßnahmen in den USA und Europa sollen die lokale Halbleiterproduktion fördern, doch der Branchenverband ZVEI kritisiert, dass die Fördergelder in Deutschland zu selektiv verteilt werden und wichtige Teilbranchen nicht ausreichend unterstützt werden.
Der Bedarf an Chips, insbesondere für künstliche Intelligenz, ist enorm. Schätzungen zufolge wird die Nachfrage nach Logikchips auf bis zu 3,6 Millionen zusätzliche Wafer ansteigen. Um diesem Wachstum gerecht zu werden, werden bis 2030 bis zu acht neue FABs benötigt. Aktuell sind weltweit 79 neue FABs in Planung, um den Bedarf zu decken. Da die Errichtung neuer Chip-Fabriken Zeit in Anspruch nimmt, liegt der Fokus darauf, bestehende Anlagen zu optimieren und zu automatisieren. Die SCIO Automation Group hat beispielsweise Fabmatics akquiriert, um bestehende Halbleiter-FABs zu automatisieren. Das klingt doch nach einem soliden Plan, oder?
Die Rolle der Halbleiter in der digitalen Zukunft
Halbleiter sind nicht nur die Basis für die Herstellung von Mikrochips, sie sind entscheidend für die digitale und grüne Transformation. In einem Auto sind häufig über 1.000 Mikrochips verbaut, und fehlende Komponenten könnten die Produktion zum Stillstand bringen. Die Nachfrage nach Halbleitern ist vor allem im Automobilbau und Maschinenbau gestiegen – diese beiden Sektoren machen zusammen über 60 % der Abnehmer aus. Und der VDMA prognostiziert, dass der Bedarf an Chips im Industriesektor in Europa bis 2030 voraussichtlich doppelt so hoch sein wird. Geopolitische Spannungen und Handelsbeschränkungen könnten allerdings die Lieferketten der Halbleiterindustrie gefährden.
Die EU hat mit dem European Chips Act im September 2023 einen Schritt unternommen, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken und neue Fertigungskapazitäten aufzubauen. Der US CHIPS and Science Act sieht sogar Investitionen von 200 Milliarden US-Dollar vor. Solche Maßnahmen sind nötig, denn der Marktanteil Europas an der weltweiten Halbleiterproduktion ist von 21 % im Jahr 2000 auf nur noch 8 % gesunken. Deutschland hat gar nur einen Marktanteil von 3 %. Das ist schon ein bisschen besorgniserregend, oder? Die Mikroelektronikbranche muss sich dringend ökologisch transformieren, um ressourcensparende Prozesse und Klimaneutralität zu erreichen. Ein anspruchsvolles Unterfangen, aber ohne Zweifel notwendig.
