Die Welt der Kryptowährungen ist in ständiger Bewegung. Manchmal fragt man sich, wo die Reise hingeht, und dann gibt es Schlagzeilen, die einem das Herz höher schlagen lassen. So auch die jüngste Meldung, dass die Tessiner Kantonalbank BancaStato nun den regulierten Krypto-Handel für Privatkunden eingeführt hat. Das ist ein echter Knaller! Jetzt können Kunden Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Solana direkt über ihr E-Banking kaufen, halten und verkaufen. Die Integration geschieht über die Schnittstelle von Sygnum, einer FINMA-lizenzierten Krypto-Bank, was für zusätzliche Sicherheit sorgt. Wer sich also schon immer mit digitalen Währungen beschäftigen wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu.

Das Besondere daran: Die Kundenvermögen werden in Sygnums institutioneller Verwahrlösung off-balance-sheet gehalten und sind im Falle einer Insolvenz bestens geschützt. BancaStato reiht sich damit als sechste Schweizer Kantonalbank in eine Riege ein, die bereits in Zug, Luzern, Zürich, St. Gallen und Thurgau ähnliche Angebote gemacht hat. Übrigens, drei dieser Banken setzen auf die B2B-Plattform von Sygnum, die mittlerweile über 25 Banken umfasst, darunter auch PostFinance und SocGen FORGE. Es sieht ganz danach aus, als würde sich das regulierte Krypto-Angebot zum neuen Branchenstandard entwickeln.

Ein Blick auf die Sicherheitsinitiativen

Es ist nicht nur die Tessiner Kantonalbank, die sich im Krypto-Sektor engagiert. Neun Finanzinstitute und Bitcoin-Firmen haben das Bitcoin Security Consortium ins Leben gerufen. Deren Plan ist es, über die nächsten drei Jahre 15 Millionen USD in die Sicherheit des Bitcoin-Protokolls zu investieren. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Schwergewichte wie BlackRock, ARK Invest, Coinbase und Fidelity Digital Assets. Jedes dieser Mitglieder verwaltet seine eigenen Mittel unabhängig, um institutionelle Einflussnahme zu vermeiden. Das Augenmerk liegt hierbei auf der Vorbereitung auf die Post-Quanten-Kryptografie. Schätzungen zufolge sind rund 7 Millionen BTC verwundbar – ein Wert von etwa 458 Milliarden USD, der nicht einfach ignoriert werden kann.

Doch nicht nur in der Schweiz und den USA tut sich etwas. In Kasachstan wurde eine Verordnung zur Förderung der Krypto-Industrie unterzeichnet. Das klingt vielversprechend! Handelserträge auf lizenzierten, regulierten Plattformen sind von der Einkommensteuer befreit. Allerdings gilt dies nicht für unregulierte Handelskanäle. Anleger können zudem ihre im Ausland gehaltenen Assets offenlegen und auf inländische Plattformen transferieren. Und wenn wir schon beim Thema sind: Stablecoins sollen den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr erleichtern, was für viele Anleger eine Erleichterung darstellt.

Regulierungen und Herausforderungen

Aber so schön die Entwicklungen auch sind, die Schattenseiten sind nicht zu vernachlässigen. Der Zusammenbruch der Handelsplattform FTX im Herbst 2022 hat die Risiken des Kryptosystems gnadenlos aufgezeigt. Europäische und internationale Regulierungsbehörden beobachten die Kryptoszene kontinuierlich. Der Monatsbericht der Bundesbank informiert über die Regulierung und die Herausforderungen, die es im Kryptobereich zu bewältigen gilt. Die Regulierung von Kryptowerten erfolgt nach dem Prinzip „regulate and contain“, was bedeutet, dass man versucht, Ansteckungsrisiken einzudämmen und gleichzeitig den wirtschaftlichen Charakter der Geschäfte zu berücksichtigen.

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Die europäische Verordnung zur Regulierung von Märkten, MiCAR, trat erst im Juni 2023 in Kraft und soll einen harmonisierten Rechtsrahmen für nicht regulierte Kryptowerte schaffen. In Deutschland wird die Aufsicht über Stablecoins und E-Geld-Token von der BaFin in Zusammenarbeit mit der Bundesbank geregelt. Das ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Diskussion über die Überarbeitung von bestehenden Regelungen, wie der Capital Requirements Regulation, weiterhin auf der Agenda steht.

Die Zukunft von Krypto-Börsen

<pDoch zurück zu den Krypto-Börsen: BitMEX, eine der bekanntesten Krypto-Derivatebörsen, hat angekündigt, ihren Handelsbetrieb Ende September 2026 einzustellen. Neuregistrierungen sind bereits gestoppt, und offene Positionen werden bis Ende September abgewickelt. Die Börse war einmal für ihren Perpetual Swap bekannt, einen Terminkontrakt ohne Verfallsdatum, hatte aber in den letzten Jahren mit regulatorischen Problemen zu kämpfen. Ein Verkaufsprozess seit Februar 2025 fand keinen Käufer, was für die Branche ein weiteres Warnsignal darstellen könnte.

In der Krypto-Welt bleibt also viel zu beobachten. Die Entwicklungen sind rasant, und jeder Tag bringt neue Herausforderungen und Chancen. Ob wir nun in einer aufregenden Zeit leben oder uns auf eine ungewisse Zukunft zubewegen – die Zeichen stehen auf Veränderung. Und während die einen jubeln, dass der Krypto-Handel nun auch bei BancaStato Einzug hält, werden andere vielleicht schon die nächste Welle der Regulierung erwarten. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht zu viele Wellen werden.