In den letzten Monaten hat sich in Frankreich eine alarmierende Welle von Entführungen und Überfällen auf Personen aus der Bitcoin- und Krypto-Branche breitgemacht. Die Situation ist so ernst, dass sie in den Medien und bei den Behörden große Wellen schlägt. Ein besonders schockierender Vorfall war die Entführung des Ledger-Mitbegründers David Balland im Januar 2025, bei der Lösegeldforderungen über 10 Millionen Euro in Bitcoin erhoben wurden. Während seiner Geiselnahme erlitt er schwere Misshandlungen, darunter die Abtrennung eines Fingers. Solche brutalen Zwischenfälle sind kein Einzelfall, sondern Teil einer besorgniserregenden Serie von Verbrechen, die in den letzten Monaten zugenommen haben.

Berichten zufolge zielen die Täter zunehmend auf Angehörige von Krypto-Investoren ab. Ein Vorfall in Paris, bei dem vermummte Personen versuchten, die Tochter eines Krypto-Unternehmers zu entführen, zeigt, wie gefährlich die Situation geworden ist. Glücklicherweise griffen Anwohner ein und verhinderten Schlimmeres. Die Polizei hat mittlerweile über 20 Verdächtige festgenommen und plant Maßnahmen zur Sensibilisierung und zum Schutz der Betroffenen. Innenminister Bruno Retailleau hat Vertreter der Branche zu einer Arbeitssitzung versammelt, um über zukünftige Sicherheitsstrategien zu diskutieren.

Ein besorgniserregender Trend

Die Zunahme solcher Vorfälle ist in den letzten Monaten unübersehbar. Laut CoinDesk wurden in Frankreich allein innerhalb weniger Monate dutzende krypto­bezogene Entführungen registriert. Die Zahl der dokumentierten Fälle liegt deutlich über dem Niveau anderer Länder, auch wenn ähnliche Vorfälle in den USA, Kanada und Österreich bekannt sind. In den ersten 3,5 Monaten des Jahres 2026 gab es bereits 41 Entführungen von Krypto-Haltern in Frankreich – das entspricht im Schnitt einer Entführung alle 2,5 Tage! Das zeigt, dass es sich nicht um Zufall handelt. Täter nutzen Insiderwissen über Krypto-Portfolios, um gezielt anzugreifen.

Eine weitere beunruhigende Entwicklung ist die Gefahr, die von zentralen Datensammlungen ausgeht. Bull Bitcoin warnt vor den Folgen der zunehmenden Erfassung und Verknüpfung personenbezogener Finanzdaten. Auch Telegram-Gründer Pavel Durov hat vor potenziellen Datenlecks gewarnt, die Krypto-Investoren gefährden könnten. Französische Behörden haben in letzter Zeit immer wieder Datenlecks gemeldet, die Millionen von Konten betreffen. Diese Sicherheitslücken machen es Kriminellen leicht, lukrative Ziele auszuwählen. Zudem fordert die EU, dass Krypto-Dienstleister steuerrelevante Daten an das Bundeszentralamt für Steuern melden müssen – eine Entwicklung, die die Sicherheit der Betroffenen weiter gefährden könnte.

Die Branche reagiert

Die Krypto-Branche zeigt sich zunehmend besorgt und hat ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Unternehmer berichten von einer erhöhten Vorsicht im Alltag. Die Transparenz der Transaktionen macht sie angreifbar, und die EU-Regelungen verlangen Identitätsnachweise, was die Situation nicht einfacher macht. Sicherheitsanfragen aus der Krypto-Branche sind in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen. Die brutalen Überfälle, bei denen Menschen zur Herausgabe ihrer Private Keys gezwungen werden, werden als „Wrench Attacks“ bezeichnet und sind ein wachsendes Problem. 2025 entfielen über 40% dieser Überfälle auf Europa, wobei Frankreich die USA überholt hat. Die kumulierten Schäden belaufen sich im Jahr 2025 auf rund 41 Millionen US-Dollar – eine Zahl, die für sich spricht.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In der Zwischenzeit hat die französische Justiz Großschläge gegen gewaltsame Überfälle auf Krypto-Halter durchgeführt. 88 Verdächtige wurden angeklagt, 75 befinden sich in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe reichen von Entführung über schwere Erpressung bis zu Geldwäsche. Die Ermittler berichten von einem besorgniserregenden Trend: Die Täter sind gut informiert und nutzen Insiderwissen, um gezielt Krypto-Investoren und deren Angehörige ins Visier zu nehmen. Die Branche steht unter immensem Druck, und die Sorge um die eigene Sicherheit ist allgegenwärtig. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche Maßnahmen die Behörden ergreifen, um die Betroffenen zu schützen.