Kasachstan ist gerade dabei, seine Rolle im Krypto-Mining kräftig aufzupolieren. Am 18. Juli 2026 hat die Regierung die Verordnung Nr. 638 „Regeln für das strategische digitale Mining“ verabschiedet, die in Kürze, genauer gesagt am 1. August 2026, in Kraft treten soll. Das Ziel dieser Initiative? Die Schaffung einer nationalen Krypto-Reserve, um Kasachstan als führendes Land im Krypto-Mining zu etablieren. Gleichzeitig wird der Zugang zu günstigem, staatlich reguliertem Strom verknüpft mit einer gewissen Verpflichtung: Mining-Unternehmen müssen einen Teil ihrer geschürften digitalen Vermögenswerte abgeben. Klingt nach einer aufregenden Zeit für die Miners, oder?

Die neuen Regeln sind alles andere als ein Spaziergang im Park. Um sich für das Programm zu qualifizieren, müssen die Unternehmen strenge technische, finanzielle und regulatorische Anforderungen erfüllen. Ein Rechenzentrum mit einer Leistung von mindestens 150 Megawatt? Check. Mining-Hardware, die mindestens 150 Terahashes pro Sekunde liefert? Auch das ist Pflicht. Hinzu kommen qualifiziertes Personal, eigene Reparaturmöglichkeiten und Verträge mit mindestens zwei Internetanbietern. Das ist schon eine ganz schöne Hausnummer, die da auf den Tisch kommt!

Ein Blick auf die Anforderungen

Die Anforderungen für die Zulassung sind klar umrissen. Nur die besten der besten dürfen mitspielen. Die Miner müssen nicht nur alle ihre steuerlichen Verpflichtungen erfüllen, sondern auch im Besitz aller erforderlichen Mining-Lizenzen sein. Einmal genehmigt, können diese Unternehmen langfristige Stromlieferverträge von bis zu 10 Jahren zu regulierten Tarifen abschließen, solange die Stromkapazitäten vorhanden sind. Das bietet nicht nur Planungssicherheit, sondern ist auch ein Anreiz für weitere Investitionen in die Region.

Und das ist noch nicht alles. Im Gegenzug für den Zugang zu diesen lukrativen Stromverträgen verpflichten sich die Miner, monatlich etwa 10 % ihrer geschürften Bitcoins an den Astana Hub Fund zu überweisen. Dieser Fonds wiederum leitet die Vermögenswerte an die National Investment Corporation der Nationalbank Kasachstans weiter, die die nationale Krypto-Reserve verwaltet. Ein cleverer Schachzug, um eine stabile und systematische Vermögensbildung zu garantieren.

Krypto-Mining als Motor der Wirtschaft

Kasachstan hat sich im April 2025 im Cambridge Digital Mining Industry Report den beeindruckenden fünften Platz weltweit bei der Bitcoin-Mining-Aktivität gesichert. Mit diesen neuen Regelungen wird nicht nur der Stromverbrauch reguliert, sondern auch die gesamte Krypto-Industrie institutionalisiert. Die Regierung hat bereits weitere Schritte in Richtung Krypto-Adoption eingeleitet, darunter die Einführung von regulierten Finanzdienstleistungen. Ein gutes Beispiel dafür ist der neue Dienst Crypto Pay, der von der Alatau City Bank und Binance Kasachstan ins Leben gerufen wurde. Nutzer können nun Krypto-Zahlungen über QR-Codes und Point-of-Sale-Terminals tätigen.

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Der Alem Crypto Fund, der im September 2025 ins Leben gerufen wurde, zeigt ebenfalls, wie ernst es Kasachstan mit der Entwicklung einer staatlich unterstützten digitalen Vermögensinfrastruktur ist. Die erste Investition in BNB durch eine Partnerschaft mit Binance Kasachstan ist nur der Anfang. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Dinge weiterentwickeln werden.

Die neuen Vorschriften für das strategische digitale Mining stellen einen bedeutenden Schritt in Richtung einer ganzheitlichen Regulierung der Krypto-Industrie dar. Kasachstan macht ernst und zeigt, dass es bereit ist, eine Vorreiterrolle im Bereich Krypto-Mining einzunehmen. Die kommenden Monate könnten entscheidend sein – sowohl für die Miner als auch für die gesamte nationale Wirtschaft. Ein aufregendes Kapitel in der kasachischen Krypto-Geschichte hat gerade begonnen!