In der Welt der Kryptowährungen gibt es ständig neue Entwicklungen, die die Gemüter erregen. Eine der jüngsten Nachrichten kommt von Frank Thelen, einem bekannten deutschen Unternehmer und Investor. Er hat sich vollständig von Bitcoin getrennt – sowohl privat als auch in seinen Fonds. Diese Entscheidung hat er im Finanztalk „Money Mittwoch“ von BILD.de bekannt gegeben. Thelen sieht die Risiken von Bitcoin als deutlich höher an als die Chancen. Ein zentrales Argument, das er anführt, ist die drohende Bedrohung durch Quantencomputer, die die mathematische Verschlüsselung von Bitcoin angreifen könnten.

Die Bitcoin-Community, so Thelen, sei viel zu starr und wenig anpassungsfähig an technologische Herausforderungen. Aktuell liegt der Bitcoin-Kurs bei 62.600 US-Dollar, was fast 40 Prozent unter dem Wert von vor einem Jahr liegt. Trotz seiner Abkehr von Bitcoin bleibt Thelen den Kryptowährungen gegenüber interessiert – sein Favorit ist jedoch Ethereum, das aktiv weiterentwickelt wird. Ethereum wird oft als technische Plattform für Programme, Finanzanwendungen und digitale Verträge angesehen. Ein weiterer Punkt, den Thelen anspricht, ist die Handelsplattform Hyperliquid, die echten Cashflow durch Handelsgebühren generiert.

Technologische Herausforderungen und Quantencomputer

Die Risiken, die Frank Thelen benennt, sind keineswegs unbegründet. Experten warnen ebenfalls vor den potenziellen Gefahren durch Quantencomputer, die theoretisch die Kryptographie knacken könnten, die Bitcoin schützt. Aktuell sind die Quantencomputer zwar noch nicht leistungsfähig genug, um Bitcoin ernsthaft zu gefährden, aber Prognosen deuten darauf hin, dass dies in den nächsten 5 bis 10 Jahren möglich sein könnte. Die Kryptowährungs-Community arbeitet bereits an „Post-Quantum-Kryptographie“ (PQC), um die Sicherheit zu erhöhen und die digitalen Währungen abzusichern.

Die Sicherheit von Bitcoin beruht auf der Elliptischen Kurven-Kryptographie (ECC), die theoretisch anfällig für Angriffe durch Quantencomputer sein könnte. Ein möglicher Angriff könnte sogar dazu führen, dass private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln abgeleitet werden – das würde das Vertrauen in die Blockchain massiv erschüttern. Die derzeitigen Quantencomputer haben nur einige Dutzend bis wenige hundert Qubits, was für einen effektiven Angriff nicht ausreicht. Experten prognostizieren jedoch, dass diese Bedrohung in den 2030er Jahren real werden könnte.

Der Blick nach vorn

Frank Thelen warnt eindringlich davor, das gesamte Vermögen in Bitcoin zu investieren. Er betont die Notwendigkeit einer nüchternen Risikoabwägung. In einer Welt, in der technologische Veränderungen rasant voranschreiten, ist es klug, auch in andere Bereiche zu investieren. Thelen hält Aktien aus dem Technologie- und KI-Bereich für derzeit wichtiger als Kryptowährungen und nennt Unternehmen wie Nvidia, Meta, Alphabet und Amazon als Beispiele. Diese Unternehmen stehen an der Spitze technischer Innovationen und könnten in der Zukunft entscheidend sein.

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Die Diskussion um Bitcoin und Quantencomputer hat das Potenzial, die gesamte Krypto-Landschaft zu verändern. Während die Krypto-Community an Lösungen arbeitet, um die Sicherheit zu gewährleisten, bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen in der Quantencomputer-Technologie auswirken werden. Es wird spannend zu sehen, wie sich die Branche anpassen wird und ob wir auf eine neue Ära der digitalen Währungen zusteuern.