Heute ist der 29.06.2026 und die Welt der Kryptowährungen steht mal wieder Kopf. Peter Schiff, der bekannte Kritiker von Bitcoin, hat in den letzten Tagen einige alarmierende Nachrichten über die Strategie von Strategy Inc. (Nasdaq: MSTR) verbreitet. Es geht um nichts Geringeres als den möglichen Verkauf von Bitcoin im Wert von 3,25 Milliarden US-Dollar. Das ist ein ganz schöner Brocken, wenn man bedenkt, dass Strategy der größte institutionelle Inhaber dieser digitalen Währung ist.

Strategy hat angekündigt, die Genehmigung für den Verkauf von Bitcoin zu erteilen, wobei diese Verkäufe stark von den Marktbedingungen, dem Liquiditätsbedarf und steuerlichen Aspekten abhängen werden. Die Unternehmensführung betont, dass es strenge Anwendungsfälle gibt, die den Verkauf von Bitcoin auf den Aufbau von Reserven und die Bedienung finanzieller Verpflichtungen beschränken. So sollen beispielsweise bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung der USD-Reserven und zur Zahlung von Dividenden verwendet werden. Was dabei herauskommt, wird die Marktpsychologie beeinflussen. Denn schon kleine Verkäufe könnten die Stimmung der Anleger erheblich belasten, wie Schiff warnt.

Ein drohender Angebots-Schock?

Die Sorgen um einen möglichen Angebots-Schock sind nicht unbegründet. Strategy hält derzeit 847.363 BTC, die laut Schätzungen etwa 50,4 Milliarden US-Dollar wert sind. Das Unternehmen hat diese Bitcoins zu einem Gesamtpreis von rund 64 Milliarden US-Dollar erworben, was bedeutet, dass sie unrealized losses von etwa 14 Milliarden US-Dollar verzeichnen. Das könnte durchaus einen Druck auf den Markt erzeugen und die Preisgestaltung von Bitcoin beeinflussen.

Interessant ist, dass die Genehmigung für den Verkauf im Rahmen eines neuen „Digital Credit Capital Framework“ erfolgt, das den Unternehmen mehr Freiraum für Bitcoin-Verkäufe gibt. Michael Saylor, der Executive Chairman von Strategy, hat sich jedoch gegen die Bedenken über Verkaufsdruck ausgesprochen und auf die solide Liquiditätslage seines Unternehmens verwiesen. Er sieht die Liquidationsrisiken erst bei einem Bitcoin-Kurs von 8.000 US-Dollar auf uns zukommen, was, sagen wir mal, eine optimistische Sichtweise ist. Ein bisschen wie ein Spieler, der beim Poker seine Chips auf die Tischkante schiebt und hofft, dass das Glück ihm gewogen ist.

Marktreaktionen und Unsicherheiten

Die Reaktionen der Märkte sind bereits spürbar. So sind die MSTR-Aktien seit ihrem Höchststand von 457,22 US-Dollar im Juli 2025 um 81 % gefallen. Das ist schon ein gewaltiger Absturz! Auch die bevorzugten Aktien STRC haben stark an Wert verloren, mit einer Dividendenrendite von 11%, die in der aktuellen Marktstimmung wie ein Schatten der Vergangenheit wirkt. Fragen zur künftigen Kaufkraft im Markt sind verständlich, besonders wenn man die Kombination aus potenziellen Unternehmensverkäufern und der nachlassenden Nachfrage von Bitcoin ETFs betrachtet. Im Juni gab es negative Flüsse von 4 Milliarden US-Dollar, was alles andere als ein gutes Zeichen ist.

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Bitcoin, die älteste und führende Kryptowährung, existiert lediglich als virtuelle Zeichenfolge. Sie hat sich als inflationssicher erwiesen, da die Menge auf 21 Millionen begrenzt ist. Doch der Preis unterliegt starken Schwankungen und bietet damit sowohl Risiken als auch Chancen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen rund um Strategy und den Bitcoin-Markt auf die allgemeine Stimmung auswirken werden. Die Blockchain-Technologie, die alle Transaktionen der Kryptowährung umfasst, wird weiterhin die Grundlage für das Vertrauen der Nutzer in das System sein. Aber ob das Vertrauen in Bitcoin stark genug ist, um die möglichen Turbulenzen durch Verkäufe und Marktveränderungen zu überstehen, ist die große Frage.