Heute ist der 20.07.2026 und die Kryptowelt hat mal wieder ihre Höhen und Tiefen. Nehmen wir zum Beispiel den CORE-Token, der sich in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der Preis ist auf rund $0.024 gefallen und hat in den letzten 24 Stunden zwischen $0.02387 und $0.02449 geschwankt. Was ist da los? Ein $1,7 Millionen Exploit auf die Allbridge Core Cross-Chain-Bridge hat die Marktstimmung ziemlich belastet. Der Token hat im Tagesverlauf etwa 1,4% verloren und schaut man sich die letzten Wochen an, sieht’s düster aus: 0,9% Verlust in der letzten Woche, 5,6% in zwei Wochen und ganze 9,7% im letzten Monat. Das macht schon nachdenklich.

Obwohl der Angriff nicht die Core-Blockchain oder den nativen CORE-Token direkt betraf, sorgte er doch für reichlich Verwirrung unter den Marktteilnehmern. Verkaufsdruck war die Folge, als die Nachrichten über den Exploit die Runde machten. Allbridge musste das Core-Protokoll sogar pausieren und bat Liquiditätsanbieter, ihre Mittel abzuziehen. Der Angreifer hatte ein Flash-Darlehen in Höhe von $1,12 Millionen genutzt, um den Liquiditätspool zu manipulieren und so etwa $1,7 Millionen abgezogen, die dann über Privacy-Protokolle von Solana nach Ethereum transferiert wurden. Ein wahrer Albtraum für die, die ihr Geld dort investiert haben.

Technische Analysen und Marktbewegungen

Die Charts zeigen, dass CORE bereits vor dem Exploit in einem Abwärtstrend war. Momentan handelt der Token unter den 20-, 50-, 100- und 200-tägigen exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMA). Der 20-Tage-EMA liegt bei $0.0249, während der 50-Tage-EMA bei etwa $0.0274 steht. Historisch gesehen gibt es um die $0.024-Region eine starke Handelsaktivität, die als Unterstützungsbereich gilt. Sollte dieser Bereich jedoch unterschritten werden, könnte der Preis auf $0.022 bis $0.023 fallen – ein Szenario, das niemand wirklich möchte.

Die technische Analyse zeigt, dass die Dynamik nachlässt und der Verkaufsdruck nicht aggressiv ist. Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist auf etwa 36 gefallen, bleibt aber über der kritischen Marke von 30. Auch der Average True Range (ATR) ist gesunken, was auf geringere tägliche Kursschwankungen hinweist. Um die Kontrolle zurückzugewinnen, müssen die Käufer den 20-Tage-EMA bei $0.0249 und den Widerstand bei $0.0274 überwinden. Aber die Charts deuten auch an, dass CORE anfällig für weitere Verluste ist, falls der Verkaufsdruck anhält. Ein schwieriges Pflaster, auf dem sich die Anleger bewegen müssen.

Ein Blick über den Tellerrand

<pUnd während der CORE-Token kämpft, sieht die gesamte Krypto-Landschaft nicht gerade rosig aus. Bitcoin hat in den letzten Monaten massiv an Wert verloren – aktuell steht er bei etwa der Hälfte seines Allzeithochs. Interessanterweise hat Donald Trump im vergangenen Jahr über eine Milliarde Dollar mit Krypto-Geschäften gemacht, laut seiner Einkommenserklärung. Aber die Anleger sind jetzt eher frustriert, denn in den letzten zwei Monaten wurden rund 8,5 Milliarden Dollar aus Bitcoin-ETFs in den USA abgezogen. Es scheint, dass die Nachfrage nach Krypto-Produkten in den USA seit September 2025 nachgelassen hat.

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Die geopolitischen Spannungen, insbesondere der Krieg zwischen Iran und den USA, haben auch ihren Anteil am Wertverlust. Die Sperrung der Straße von Hormus und schleppende Verhandlungen treiben die Inflation und dämpfen die Hoffnungen auf Zinssenkungen. Krypto-Kurse sind zunehmend an die Aktienmärkte gebunden, und die Anleger verlagern Kapital von Kryptowerten zu Tech- und KI-Unternehmen. Ein weiteres Zeichen der Zeitenwende ist der Umstand, dass das Bitcoin-Treasury-Unternehmen Strategy sich von einem Netto-Käufer zu einem Netto-Verkäufer entwickelt hat.

Die EU hat mit der Regulierung MiCA einen gemeinsamen Rechtsrahmen für Krypto-Dienstleister geschaffen, der seit Juli 2026 in Kraft ist. Zukünftig benötigen Händler eine Lizenz, um in der EU Krypto-Handel anzubieten. Aber nur 244 von über 1.200 Anbietern haben diese Lizenz. Große Kryptobörsen wie Binance und Upbit haben noch keine Lizenz, während Binance plant, sich um eine Lizenz zu bemühen – was Monate dauern könnte. Für Plattformen ohne Lizenz heißt es, den Handel in Europa einzustellen, aber Verkäufe oder Transfers zu anderen Anbietern oder in eigene Wallets sind möglich. Es bleibt also spannend in der Krypto-Welt, und die Anleger sollten die Entwicklungen genau im Auge behalten.