Heute ist der 25.05.2026 und ein Blick nach Görlitz zeigt, dass es hier nicht nur um die schönen Altstadtgebäude geht. Gerade in den letzten Wochen hat die Polizeidirektion Görlitz mit einem besonders dreisten Fall von Kryptowährungsbetrug zu kämpfen. Eine Frau hat zwischen Anfang April und Mitte Mai fast 50.000 Euro verloren, nachdem sie in eine betrügerische Online-Geldanlage investiert hat. Der Schock sitzt tief, denn die Geschädigte überwies insgesamt knapp 45.800 Euro auf ein vermeintliches Handelskonto, das sich als Illusion entpuppte.

Die Täter waren clever. Sie schufen den Anschein von hohen Gewinnen, die aber nie realisiert wurden. Stattdessen forderten sie immer wieder Gebühren, Steuern oder Sicherheitsleistungen – ein klassischer Trick, um die Opfer weiter in die Falle zu locken. Am 24. Mai 2026, als die Polizei die Ermittlungen aufnahm, war klar, dass hier ein Netzwerk von Betrügern am Werk war, das über eine bekannte Internetplattform operierte. Cybertrading nennt man diese perfide Masche, bei der gefälschte Geldanlageprodukte wie Aktien und eben Kryptowährungen angeboten werden.

Die Dunkelheit im Netz

Gerade in Sachsen ist Cybertrading kein Einzelfall. Zwischen 2019 und 2024 wurden hier fast 4.800 Fälle registriert, mit einem Gesamtschaden von über 190 Millionen Euro. Die Täter agieren oft über professionell gestaltete Webseiten, die den Anschein eines seriösen Angebots erwecken. Geschädigte werden meist über soziale Netzwerke oder Callcenter angeworben. Wer einmal investiert hat, kann angebliche Gewinne in gefälschten Trading-Konten verfolgen – bis es an die Auszahlung geht. Plötzlich tauchen erfundene Gebühren auf, die den Betrug entlarven.

Besonders perfide sind die Fortsetzungsdelikte, bei denen angebliche Anwaltskanzleien Hilfe zur Rückholung des Geldes anbieten – für eine weitere Gebühr, versteht sich. So wird das Leid der Betroffenen noch größer. Die Polizei rät, skeptisch gegenüber unrealistischen Gewinnversprechungen zu sein und unaufgeforderte Anrufe oder Nachrichten von Investitionsberatern zu ignorieren. In Deutschland sind solche Anfragen nämlich verboten.

Ein Unfallwochenende

Doch nicht nur die Betrugsfälle beschäftigen die Polizei. Am Wochenende kam es in der Region auch zu mehreren schweren Verkehrsunfällen. In Bautzen etwa musste eine Kreuzung nach einem Unfall zwischen einem Mazda und einem Fiat-Transporter für drei Stunden gesperrt werden. Eine 66-jährige Autofahrerin hatte aufgrund einer ausgefallenen Ampelanlage die Vorfahrt des Transporters übersehen. Der Mazda überschlug sich, was glücklicherweise nur leichte Verletzungen für die Fahrerin und ihren Beifahrer zur Folge hatte.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Görlitz, als ein spielender Hund zu einem Busunfall führte. Der 36-jährige Busfahrer musste eine Gefahrenbremsung einleiten, als der Hund einem Tennisball nachjagte. Sechs Fahrgäste wurden verletzt, darunter drei Frauen im Alter zwischen 27 und 86 Jahren, die zur stationären Behandlung ins Krankenhaus transportiert werden mussten. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung richten sich nun gegen den Hundehalter.

Inmitten all dieser Geschehnisse bleibt die Frage: Wie können wir uns schützen? Die Antwort ist nicht ganz einfach, aber es gibt einige Präventionsmaßnahmen. Man sollte immer die Genehmigung der Trading-Plattform durch die BaFin überprüfen und skeptisch bei Überweisungen an Privatpersonen sein. Auch sind Auszahlungen, die an die Zahlung erfundener Gebühren gebunden sind, ein deutliches Warnsignal. Und im Falle eines erlittenen Schadens? Anzeige bei der Polizei erstatten und die Bank informieren – diese Schritte sind unerlässlich.