Heute ist der 4.05.2026 und ich sitze hier im Metaverse, um über ein Thema zu plaudern, das nicht nur die Gemüter bewegt, sondern auch die Zukunft Deutschlands in einer zunehmend digitalen Welt prägt. Die Digitalisierung in Deutschland – ein heißes Eisen, das seit Jahren glüht und doch nicht richtig zum Schmelzen gebracht wird. Die Ära Merkel, die ja selbst schon 2005 auf die Bedeutung der digitalen Transformation hingewiesen hat, wird jetzt als eine Phase des strukturellen Versagens wahrgenommen. Wie kam es nur dazu?
Unter der Führung von Angela Merkel und dem damaligen Wirtschaftsminister Peter Altmaier wurde viel versprochen, doch die Realität sieht anders aus. Der Plan, bis Ende 2018 jedem Haushalt 50 Mbit/s Internetgeschwindigkeit zur Verfügung zu stellen, blieb ein frommer Wunsch. Es ist schon fast tragisch zu sehen, dass Deutschland im internationalen Vergleich beim Breitbandausbau und der Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen ganz hinten ansteht. Ein Gutachten des wissenschaftlichen Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums aus 2021 beschreibt die öffentliche Verwaltung als „archaisch“ – das klingt nicht gerade nach Fortschritt, oder?
Die Schatten der Vergangenheit
Ein weiterer Punkt, der nicht unter den Tisch fallen darf, ist die schleppende Umsetzung des Digitalpakts Schule. Hier haben die bereitgestellten Mittel nur einen Bruchteil der Schulen erreicht, was die digitale Bildung unserer Kinder erheblich beeinträchtigt. Norbert Röttgen, ein CDU-Politiker, hat zu Recht festgestellt, dass Deutschland in der digitalen Transformation 20 Jahre hinterherhängt. Und auch die Corona-Pandemie hat die strukturellen Schwächen des Bundeswirtschaftsministeriums unter Altmaier gnadenlos offenbart. Die versprochenen Hilfen kamen oft verspätet, und für viele Unternehmen bedeutete das Existenzängste und in einigen Fällen sogar den Verlust ihrer Existenz. Da fragt man sich schon, wo die Prioritäten gesetzt wurden.
Altmaier selbst wird oft als gutmütiger, eloquenter Politiker beschrieben, der jedoch mehr als ein politischer Generalist agierte. Anstatt mutige Entscheidungen zu treffen, verwaltete er im Grunde nur den Status quo. Die vier strukturellen Erblasten, die aus der Merkel-Ära identifiziert wurden, sind schwerwiegend: Ein energiepolitischer Irrweg, die digitale Rückständigkeit, die Vernachlässigung des Mittelstands und ein Reformstau in der Verwaltung, der während der Coronakrise besonders sichtbar wurde. Das klingt alles nach einem riesigen Berg an unerledigten Aufgaben, den die nachfolgende Regierung nun abtragen muss.
Ein Blick in die Zukunft
Altmaiers Warnung vor einer Staatskrise im Jahr 2026 wirkt paradox. Viele der Probleme, die er jetzt befürchtet, entstanden während seiner eigenen Amtszeit. Die Schieflagen in der Wirtschaft, die Herausforderungen im digitalen Raum – all das hätte vielleicht anders gelöst werden können, wenn man sich früher und ernsthaft mit den Themen auseinandergesetzt hätte. Deutschland ist nicht nur ein Land der Dichter und Denker, sondern könnte auch ein Vorreiter in der digitalen Welt sein. Wenn man denn nur wollte.
Die Verantwortung für das, was schiefgelaufen ist, trägt Altmaier mit, das steht fest. Die versäumten Chancen sind nicht einfach wegzuwischen. Die Frage bleibt: Wie geht es weiter? Die nächsten Schritte müssen mutig und zukunftsorientiert sein, sonst bleibt Deutschland weiterhin im digitalen Hintertreffen. Und das kann sich keine Regierung leisten – egal, welche Farbe sie hat.