Heute ist der 4.05.2026 und die gesetzgeberische Landschaft in den USA hat sich kürzlich durch eine bedeutende Einigung im Senat verändert. Ein zentrales Hindernis für die umfassende Krypto-Gesetzgebung wurde aus dem Weg geräumt, und das bringt frischen Wind in die Welt der Stablecoins. Der CLARITY Act hat endlich Licht ins Dunkel gebracht und klar definiert, was Stablecoin-Anbieter in Zukunft dürfen und was nicht. Doch was bedeutet das konkret?

Um es auf den Punkt zu bringen: Künftig ist es Stablecoin-Emittenten verboten, Zinsen an Token-Inhaber auszuzahlen, was bislang eine gängige Praxis war. Diese Regelung ist eine direkte Reaktion auf die Sicherheitsbedenken, die in der traditionellen Bankenbranche laut wurden. Emittenten konnten bisher Zinsen als Gewinne einstreichen – jetzt wird der Wettbewerb um Anleger durch dieses Gesetz ein wenig eingedämmt. Man könnte sagen, das Gesetz will einen zu scharfen Konkurrenzkampf verhindern, der sowohl für die Banken als auch für die Anleger riskant sein könnte.

Der Weg zum Markup

Das Einzige, was nun noch zwischen dem Senat und einem endgültigen Gesetzesentwurf steht, ist eine entscheidende Sitzung des Bankenausschusses, die im Mai stattfinden soll. Ausschussvorsitzender Tim Scott sieht in dieser Sitzung die Möglichkeit, den Entwurf zu debattieren und final zu verabschieden. Aber Vorsicht – das Ganze hängt stark von der geschlossenen Unterstützung der Republikaner ab. Ein gewisses Risiko bleibt also, denn offene Fragen zu den Sicherheitsvorgaben für Software-Entwickler und dem Schutz für dezentrale Finanzanwendungen schwirren noch in der Luft.

Der GENIUS Act, der bereits am 18. Juli 2025 unterzeichnet wurde, hat einen Bundesrahmen für Stablecoins geschaffen und direkte Zinszahlungen untersagt, allerdings mit einem gewissen Spielraum für renditeähnliche Praktiken. Die Blockchain Association hat die Einigung bereits begrüßt und sieht darin einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Doch der Weg zur umfassenden Regulierung der Kryptowährungen in den USA ist noch weit.

Anleger und ihre Möglichkeiten

Interessant ist, dass Anleger trotz des Zinsverbots nicht ganz leer ausgehen müssen. Sie können weiterhin mit Stablecoins Geld verdienen, indem sie ihre Token über Handelsplätze wie Aave verleihen. Dabei werden Zinsen gezahlt, die je nach Handelsplatz, Stablecoin und Anlagedauer variieren. Wer also bereit ist, einen kleinen Umweg zu gehen, kann bei Aave beispielsweise einen jährlichen Zins von über drei Prozent für USDT und USDC erzielen. Eigentlich ganz nett, oder?

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Obwohl das Gesetz einige Einschränkungen mit sich bringt, öffnet es möglicherweise auch neue Türen für Innovationen im Krypto-Bereich. Die Diskussion um die Balance zwischen Sicherheit und Wachstum bleibt spannend, und es wird interessant sein zu beobachten, wie sich der Markt entwickeln wird. Die Regulierung könnte sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Branche bringen, und wir sind alle gespannt, wie sich das Ganze entfalten wird.