Heute ist der 23.04.2026. Ein neuer Wind weht durch die US-Zahlungslandschaft. Die Abgeordneten Young Kim und Sam Liccardo haben den PACE Act ins Leben gerufen, der darauf abzielt, den Zugang für Nicht-Bank-Zahlungsunternehmen, einschließlich Krypto-Firmen, zu den Zahlungssystemen der Federal Reserve zu erleichtern. Der Gesetzesentwurf, der auch als Payments Access and Consumer Efficiency Act bekannt ist, hat das klare Ziel, die Zahlungsabwicklung zu modernisieren und die damit verbundenen Kosten zu senken.

Der PACE Act könnte einen bedeutenden Schritt in Richtung einer zeitgemäßen Zahlungsinfrastruktur darstellen. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die derzeitige „zu stark geschichtete“ Zahlungsabwicklung zu reformieren, die nicht nur Überweisungen verlangsamt, sondern auch die Gebühren in die Höhe treibt. Durch den direkten Zugang zu den Federal-Reserve-Zahlungswegen sollen die Nutzer von schnelleren Transaktionen und geringeren Kosten profitieren, während gleichzeitig die Abhängigkeit von traditionellen Banken verringert wird.

Wettbewerb und Innovation fördern

Die Blockchain Association und weitere Branchenverbände unterstützen die Reform und weisen auf den derzeitigen Ausschluss von Zahlungsunternehmen für digitale Vermögenswerte aus den Federal Reserve Zahlungssystemen hin. Der PACE Act könnte dazu beitragen, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, was insbesondere für Unternehmen wie Ripple und Circle von Bedeutung ist, die auf die Genehmigung von „skinny master accounts“ warten. Derzeit ist Kraken das einzige Krypto-Unternehmen, das über ein solches Konto verfügt.

Die Initiatoren betonen, dass die Reform in einer Zeit kommt, in der die Digital-Asset-Branche in Washington unter Druck steht. Der PACE Act könnte nicht nur das Wettbewerbsumfeld verbessern, sondern auch die Bankgebühren für Verbraucher und kleine Unternehmen reduzieren. Dies wäre ein Gewinn für alle Beteiligten, da die Forderung nach schnelleren und günstigeren Zahlungsdiensten immer lauter wird.

Verbraucherschutz im Fokus

Ein wesentlicher Bestandteil des Vorschlags sind auch die Schutzmaßnahmen für Verbraucher. Unternehmen, die unter das neue Regelwerk fallen, müssen sicherstellen, dass Kundengelder vollständig gedeckt und von Unternehmensvermögen getrennt verwahrt werden. Im Fall einer Insolvenz haben die Nutzer Vorrang bei der Rückforderung ihrer Gelder. Diese Maßnahmen könnten das Vertrauen in digitale Zahlungsdienstleister stärken und somit die Akzeptanz von Kryptowährungen in der breiten Bevölkerung erhöhen.

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Mit dem PACE Act wird ein neues Registrierungsverfahren für Zahlungsunternehmen auf Bundesebene vorgeschlagen, das vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) beaufsichtigt werden soll. Das Ziel ist klar: Ein breiterer Zugang zu den Zahlungssystemen könnte die USA in der globalen Finanzlandschaft konkurrenzfähiger machen und die Innovationskraft im Fintech-Sektor ankurbeln. Die Unterstützung durch Organisationen wie die Financial Technology Association und das Crypto Council for Innovation zeigt, dass der Entwurf auf breite Zustimmung stößt.

Insgesamt spiegelt der PACE Act einen wachsenden Konsens darüber wider, dass das bestehende Zahlungssystem den Anforderungen der modernen Finanzlandschaft nicht mehr gerecht wird. Während Banken und Krypto-Unternehmen weiterhin über Stablecoin-Vergütungen streiten und Banken vor möglichen Einlagenabzügen warnen, könnte der PACE Act der entscheidende Schritt sein, um das Finanzsystem in eine neue Ära zu führen. Die öffentliche Konsultation des US-Finanzministeriums zur Harmonisierung der Aufsicht über Stablecoins und zur Neudefinition digitaler Zahlungen könnte dabei eine zentrale Rolle spielen.