Heute ist der 12.05.2026 und in Hüsingen ging es kürzlich hoch her – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Verein „Miteinander Füreinander Hüsingen“ hatte zu einer Informationsveranstaltung über Defibrillatoren geladen. Ich war dabei und kann nur sagen: Es war beeindruckend, wie viele Menschen bereit waren, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, das im Ernstfall Leben retten kann.

Lars und Stefan Mazur vom Deutschen Roten Kreuz, Ortsverein Mittleres- und Kleines Wiesental, gaben den Teilnehmenden eine fachkundige Anleitung zur Funktionsweise eines Defibrillators. Ein bisschen wie Schulunterricht, aber viel lebendiger! Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, aktiv zu üben. Das Herzstück der Veranstaltung war die praktische Anwendung der Herz-Lungen-Wiederbelebung. An speziellen Übungspuppen wurde der Umgang mit dem Defibrillator geübt – und das war nicht nur lehrreich, sondern auch sehr motivierend.

Praktische Übungen und wertvolle Erkenntnisse

Die 23 Teilnehmenden waren voll dabei – „Drücken“ und Atemspende standen im Fokus. Es war fast so, als könnte man den Puls der Gruppe spüren. Man hörte das rhythmische Drücken auf die Puppenbrust, das leise Flüstern von Anweisungen und gelegentlich ein Lachen, wenn jemand die Technik etwas zu enthusiastisch anwendete. Ein kleiner Scherz hier und da lockerte die Stimmung. Die positive Resonanz der Teilnehmenden machte schnell deutlich: Diese Veranstaltung war nicht nur informativ, sondern auch gelungen.

Ein weiterer Punkt, der die Gruppe fesselte, war die Demonstration, wie man eine Wiederbelebung auch ohne sofort verfügbaren Defibrillator durchführen kann. Das ist wichtig, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde. Die Teilnehmer waren beeindruckt von den klaren Schritten und dem Wissen, das sie erlangten. Einige Personen, die nicht teilnehmen konnten, äußerten bereits ihr Interesse an weiteren Terminen – das spricht für sich!

Wissen, das Leben retten kann

Doch was passiert eigentlich, wenn jemand bewusstlos ist? Da kommt es auf schnelles Handeln an. Man muss sofort Maßnahmen ergreifen, denn die Gefahr eines Kreislaufstillstands ist real. Zuerst sollte man überprüfen, ob eine Reaktion auf Ansprache oder Berührung erfolgt. Wenn nicht, ist die Person wahrscheinlich bewusstlos. In diesem Moment ist der Notruf unter 112 unerlässlich. Und wenn ein Defibrillator (AED) in der Nähe ist, sollte man ihn sofort holen.

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Die Schritte zur Wiederbelebung sind klar: Zuerst 30 Herzdruckmassagen, gefolgt von zwei Atemspenden. Manchmal fühlt es sich an wie ein Wettlauf gegen die Zeit. Es ist wichtig, dass die Herzdruckmassagen nicht unterbrochen werden, um ein AED zu holen. Die Technik muss sitzen – eine Hand auf das untere Drittel des Brustbeins, die andere Hand darauflegen und dann mit gestreckten Armen tief eindrücken. Die richtige Frequenz liegt bei 100 bis 120 pro Minute. Das klingt einfach, aber in der Praxis kann es ganz schön herausfordernd sein!

Besondere Maßnahmen gelten für Säuglinge und Kinder, und das ist noch einmal eine eigene Herausforderung. Hier wird die Herzdruckmassage mit den zwei Fingerkuppen durchgeführt. Die Regeln sind klar, aber die Verantwortung ist groß. Es ist einfach unerlässlich, dass wir uns mit diesen lebensrettenden Techniken vertraut machen.

Die Veranstaltung in Hüsingen hat mir einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig solche Initiativen sind. Wissen ist Macht – und in diesem Fall kann es das wertvollste Gut sein, das man haben kann. Man weiß nie, wann man es braucht. Und wenn wir alle ein bisschen mehr über Erste Hilfe wissen, kann das vielleicht einen Unterschied machen. Und das ist doch der beste Grund, um sich weiterzubilden!