Heute ist der 22.04.2026. In der dynamischen Welt der Kryptowährungen gibt es stetig neue Entwicklungen, die die Regulierung und den Umgang mit digitalen Vermögenswerten beeinflussen. So hat die Monetary Authority of Singapore (MAS) kürzlich ein Konsultationspapier veröffentlicht, das auf eine Optimierung der Aufsicht über Krypto-Vermögenswerte abzielt. Der Vorschlag sieht vor, die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalrichtlinien für Krypto-Assets auf genehmigungsfreien Blockchains zu lockern. Dies könnte für viele Unternehmen einen echten Lichtblick darstellen, da Krypto-Vermögenswerte künftig in zwei Gruppen eingeteilt werden: Gruppe 1 umfasst tokenisierte traditionelle Vermögenswerte und Stablecoins mit geringeren Kapitalanforderungen, während Gruppe 2 die übrigen Krypto-Assets umfasst.

Ein besonders interessanter Aspekt ist die geplante Umstufung von Krypto-Vermögenswerten der Gruppe 2 auf Gruppe 1, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind. Für in Singapur registrierte Banken bedeutet dies, dass das Risikoengagement in Gruppe 1-Krypto-Assets 2 % des Tier-1-Kapitals nicht überschreiten darf, während der Emissionsumfang bei Bankverbindlichkeiten auf 5 % des Tier-1-Kapitals begrenzt ist. Dies könnte die Attraktivität für Investitionen in Krypto-Vermögenswerte erheblich steigern.

Regulatorische Neuerungen in der EU

Parallel zu den Entwicklungen in Singapur arbeitet die EU an der Einführung der CRR III, die Übergangsbestimmungen für Eigenmittelanforderungen und Offenlegungspflichten für Krypto-Assets definiert. Diese neuen Regelungen sind besonders relevant für Institute, die Krypto-Assets im Eigenbestand halten. Die EBA hat am 05. August 2025 einen finalen RTS-Entwurf veröffentlicht, der die Eigenmittelanforderungen für Risiken im Zusammenhang mit Krypto-Assets konkretisiert. Ziel ist es, eine einheitliche Bewertung von Krypto-Assets zu schaffen und Doppelbelastungen zu vermeiden.

Krypto-Assets werden im Rahmen dieser Regulierung in drei Kategorien unterteilt, wobei unterschiedliche Risikogewichtungen zur Anwendung kommen. Insbesondere werden tokenisierte traditionelle Vermögenswerte wie herkömmliche Vermögenswerte behandelt, was ein gewisses Maß an Vertrautheit und Sicherheit für Anleger mit sich bringt. Die regulatorische Klarheit, die durch diese neuen Vorschriften angestrebt wird, könnte für Banken und Investoren von entscheidender Bedeutung sein, um im Krypto-Sektor tätig zu werden, ohne übermäßige Risiken einzugehen.

Herausforderungen und Chancen

Natürlich bringt die Umsetzung der neuen Anforderungen auch Herausforderungen mit sich. Die Banken müssen Informationen zu Risikopositionen in Krypto-Assets offenlegen, und es sind strenge Eigenmittelanforderungen für Marktrisiken vorgesehen, die ohne Untergrenze über den Standardansatz berechnet werden sollen. Des Weiteren sieht die Regulierung für Derivate auf Krypto-Assets einen festen Aufschlag von 32 % und eine Volatilitätsannahme von 120 % vor. Das CVA-Risiko wird mit verschiedenen Ansätzen berechnet, und das Exposure-Limit gegenüber anderen Krypto-Assets darf nicht 1 % des Eigenkapitals überschreiten.

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Die regulatorischen Rahmenbedingungen in Europa und Asien zeigen, dass die Regulierung von Krypto-Assets zunehmend an Bedeutung gewinnt. Während in Singapur der Fokus auf der Optimierung der Aufsicht liegt, versucht die EU, eine einheitliche und verlässliche regulatorische Grundlage zu schaffen. Dies könnte dazu führen, dass die Krypto-Branche als Ganzes an Stabilität gewinnt und das Vertrauen der Anleger zurückgewinnt.

Insgesamt sind die Entwicklungen sowohl in Singapur als auch in der EU wegweisend und könnten die künftige Landschaft der Krypto-Regulierung entscheidend prägen. Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten wird dabei entscheidend sein, um die Herausforderungen zu meistern und die Chancen, die sich aus der neuen Regulierung ergeben, zu nutzen.