Heute ist der 26.05.2026, und die Entwicklungen rund um den CLARITY Act sorgen für ordentlich Aufregung im Krypto-Sektor. Am 14. Mai 2026 hat das Senate Banking Committee das Gesetz mit einer knappen Mehrheit von 15 zu 9 Stimmen verabschiedet. Der CLARITY Act soll endlich Klarheit schaffen, wenn es um die Zuständigkeiten zwischen der SEC (Securities and Exchange Commission) und der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) für digitale Vermögenswerte geht. Ein heißes Thema, das die Gemüter erhitzt! Dieses Gesetz gilt als Nachfolger des gescheiterten FIT21-Gesetzes von 2024, und der Druck auf die Gesetzgeber wächst. Immerhin hat das Repräsentantenhaus das Gesetz bereits im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen abgesegnet. Nun gibt es aber im Senat Verzögerungen, und die letzte Abstimmung im Ausschuss verlief entlang der Parteilinien.
Hierbei gab’s eine klare Linie: Alle 13 republikanischen Mitglieder stimmten für das Gesetz, während nur zwei Demokraten, Ruben Gallego und Angela Alsobrooks, zustimmten. Ein Änderungsantrag von Senator Van Hollen, der Regierungsbeamten den Besitz bestimmter Krypto-Interessen untersagen wollte, scheiterte ebenfalls im Ausschuss. Und so bleibt die spannende Frage: Wer hat letztendlich das Sagen? Der CLARITY Act teilt digitale Vermögenswerte in drei Kategorien ein: Digital Asset Commodities (unter der Aufsicht der CFTC), Restricted Digital Assets (unter der SEC) und Stablecoins, die gemeinsam von beiden Kommissionen überwacht werden.
Der Weg zur Verabschiedung
Um das Gesetz im Senat zu ratifizieren, müssen die Fassungen des Senate Banking Committee und des Senate Agriculture Committee zusammengeführt werden. Das ist natürlich ein weiterer Schritt auf dem langen Weg zur Verabschiedung. Um die Cloture-Schwelle zu überwinden, benötigt das Gesetz 60 Stimmen im Senat – und da fehlen mindestens sieben Stimmen von Demokraten. Möglicherweise könnten sich Kirsten Gillibrand, Mark Warner, Cory Booker, Chris Coons und Raphael Warnock als Wechselwähler erweisen. Allerdings gibt es einen entscheidenden Streitpunkt, der die Verhandlungen erschwert: Eine Ethik-Bestimmung, die leitende Regierungsbeamte daran hindern würde, von Geschäftsbeziehungen mit der Krypto-Industrie zu profitieren. Gillibrand hat klipp und klar erklärt, dass sie das Gesetz ohne diese Klausel nicht unterstützen wird, und das Weiße Haus hat bereits signalisiert, dass es eine solche Bestimmung nicht tolerieren wird.
Galaxy Research schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz noch 2026 verabschiedet wird, auf 75%. Aber seien wir ehrlich, der ursprüngliche Zieltermin des Weißen Hauses für eine Abstimmung am 4. Juli wirkt schon jetzt sportlich. Im Juni hat der Senat nur vier Arbeitswochen und im Juli drei Wochen vor der Sommerpause. Das Gesetz muss sich Platz im Terminkalender erkämpfen, denn es konkurriert mit Haushaltsverhandlungen und anderen Themen um die Plenarzeit. Vollziehbare Vorschriften könnten frühestens 2027 existieren, da SEC und CFTC 12 bis 18 Monate für das Rulemaking benötigen. Es bleibt also spannend!
Marktstrukturgesetz und die Rolle von SEC und CFTC
Der Streit um die Regulierung von Kryptowährungen in den USA zieht sich durch das gesamte Jahr 2026. Die Frage, wer die Aufsicht übernimmt und nach welchem Regelwerk, steht im Fokus. Der US-Kongress arbeitet an einem Marktstrukturgesetz für Krypto, das die Aufsicht klären soll. Der Senatsausschuss für Banken hat eine Überarbeitung eines solchen Pakets bereits angekündigt, wobei die SEC Krypto als Wertpapier betrachtet, wenn ein Token als Investition mit Gewinnerwartung verkauft wird. Im Gegensatz dazu sieht die CFTC sich als Regulierer für digitale Güter – und hier kommt der Streit ins Spiel.
Die Diskussion dreht sich um die Klassifizierung von Tokens und das entsprechende Registrierungsregime für Handelsplattformen. Ein Marktstrukturgesetz soll nicht nur die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC aufteilen, sondern auch klare Definitionen für Wertpapiere und digitale Güter liefern. Auch Regeln für Marktinfrastruktur, Offenlegungspflichten und Registrierungsanforderungen für Plattformen stehen zur Debatte. In diesem Kontext wird der Howey-Test als Maßstab zur Klassifizierung von Tokens herangezogen, aber auch dieser ist umstritten.
Der Weg zur Schaffung einer klaren Regulierung bleibt also steinig. Die Investoren sollten 2026 besonders auf institutionelle Signale und den Status der Gesetzentwürfe achten. Die Hoffnung ist, dass endlich klare Regeln geschaffen werden und der Streit zwischen SEC und CFTC formalisiert wird. Der Krypto-Markt wartet gespannt auf die nächsten Schritte – und wir bleiben für euch am Puls der Zeit!