In einer bemerkenswerten Geste der Solidarität hat die Christliche Jugend Oestertal fast 3000 Euro für die Anschaffung eines Defibrillators (AED) gespendet. Dieser lebensrettende Apparat ist speziell für Kinder geeignet und steht nicht nur den kleinen Besuchern des Evangelischen Familienzentrums Mittendrin in Plettenberg zur Verfügung, sondern auch Gästen des benachbarten Dietrich-Bonhoeffer-Hauses. Kitaleiterin Sandra Becker und Peter Winkemann, der Vorsitzende des Presbyteriums, betonen, wie wichtig dieses Gerät für das Sicherheitsgefühl der Gemeinschaft ist.

Der AED ist im Eingangsbereich des Familienzentrums platziert und ist so konzipiert, dass er Benutzer Schritt für Schritt durch die Anwendung führt. Die Anleitung umfasst zehn einfache Schritte, beginnend mit dem Einschalten des Geräts und dem Überprüfen des Bewusstseins der betroffenen Person. Es ist beruhigend zu wissen, dass das Mitarbeiterteam der Kita regelmäßig an Erste-Hilfe-Kursen teilnimmt, um im Notfall optimal vorbereitet zu sein. Die Anschaffung des Defibrillators war dringend notwendig, da das Kitabudget hierfür nicht ausreichte. Die Christliche Jugend Oestertal stellte die Mittel zur Verfügung, da ihre Gruppenangebote derzeit ruhen.

Lebensrettende Maßnahmen für alle

Eine besondere Funktion des Defibrillators ist die spezielle Kindertaste, die sicherstellt, dass auch die Kleinsten im Notfall optimal versorgt werden können. Zudem beinhaltet das Gerät einen Einmalrasierer zur Vorbereitung der Elektroden. Sandra Becker plant, den Defibrillator in ein Defikataster einzutragen, um die Standortinformationen weiter verbreiten zu können. Dies ist besonders wichtig, da der Defibrillator auch von externen Personen genutzt werden kann, was in Notfällen entscheidend sein kann.

Die Initiative „Herzsicher“, die von der Björn Steiger Stiftung, der Deutschen Herzstiftung und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ins Leben gerufen wurde, verfolgt ein wichtiges Ziel: Lebensrettende Fähigkeiten in der Gesellschaft zu verankern und die Überlebenschancen bei plötzlichem Herzstillstand zu erhöhen. Kostenfreie Schulungen zur Wiederbelebung und zum Einsatz von AED-Geräten sind ein zentraler Bestandteil dieser Initiative. Diese Schulungen werden von zertifizierten Erste-Hilfe-Trainern des Verbands privater Erste-Hilfe Schulen (VpEH) durchgeführt und finden in Vereinsheimen, Büros und sogar Wohnzimmern in ganz Deutschland statt. Der positive Zugang zum Thema Erste Hilfe wird durch praxisnahe Vermittlung gefördert.

So funktioniert die Anwendung eines AED

Im Notfall ist schnelles Handeln gefragt. Zunächst sollte die Bewusstlosigkeit der Person überprüft werden, indem man sie laut anspricht oder sanft schüttelt. Es ist wichtig, auch zu kontrollieren, ob die Person normal atmet. Schnappatmung oder Röcheln sind keine Anzeichen für eine normale Atmung. In einem solchen Fall sollte umgehend ein Notruf abgesetzt werden. Dabei ist es hilfreich, wenn eine zweite Person das Telefon auf Lautsprecher stellt, um Fragen zu beantworten und Anweisungen zu erhalten.

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Die Herzdruckmassage sollte sofort beginnen. In der Mitte des Brustbeins müssen 100 bis 120 Mal pro Minute Druck ausgeübt werden, wobei eine Drucktiefe von etwa 5 bis 6 cm angestrebt wird. Es ist wichtig, nach jedem Drücken vollständig zu entlasten, um den Kontakt zwischen Hand und Brustbein nicht zu verlieren. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um das Überleben der betroffenen Person zu sichern, bis die Rettungskräfte eintreffen.

Der Einsatz eines AED erfordert mindestens zwei Helfer: Während eine Person die Herzdruckmassage fortführt, schaltet die andere den AED ein und bringt die Pads auf dem trockenen Oberkörper an. Die Anweisungen des Sprachcomputers sollten dabei unbedingt befolgt werden. So kann Leben gerettet werden, und jeder kann im Ernstfall zu einem Helden werden.

Die Anschaffung und der Zugang zu einem Defibrillator sind ein bedeutender Schritt für die Sicherheit in der Gemeinschaft. Das Evangelische Familienzentrum Mittendrin in Plettenberg ist nun ein Ort, an dem Hilfe schnell bereitsteht, und das Sicherheitsgefühl für alle Besucher erheblich gestärkt wird.