Heute ist der 30.05.2026, und während ich hier sitze und über die Entwicklungen in der Welt der Kryptowährungen nachdenke, wird mir klar, dass sich einiges tut – vor allem in der EU. Die europäischen Entscheidungsträger sind dabei, über die Besteuerung von digitalen Dienstleistungen, Online-Glücksspiel und Kryptowährungen nachzudenken, und das könnte, oh Wunder, die Kassen ordentlich füllen! Die geschätzten jährlichen Einnahmen könnten fast 11 Milliarden Euro betragen. Ein hübsches Sümmchen, nicht wahr?

Der EU-Haushaltskommissar Piotr Serafin hat eindringlich betont, dass neue Einnahmequellen dringend notwendig sind, um einen ambitionierteren Haushalt zu schaffen. Der Vorschlag, eine Steuer auf Online-Glücksspiel einzuführen, könnte jährlich fast 2 Milliarden Euro einbringen. Doch hier wird es gleich knifflig: Es gibt noch keine gemeinsame Definition von Glücksspiel in der EU, und Konsens über die Besteuerung ist auch nicht in Sicht. Ein bisschen wie ein Wettlauf, bei dem die Teilnehmer nicht wissen, wo die Ziellinie ist. Die Schätzung besagt, dass eine Steuer von 3 % auf den Nettogewinn im Online-Glücksspiel zwischen 2028 und 2034 rund 1,9 Milliarden Euro einbringen könnte – wenn die Umsetzung denn klappt.

Die aktuelle Lage im Glücksspielsektor

In Deutschland hat der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) am 1. Juli 2021 die Bühne betreten. Betreiber von Glücksspielplattformen können seitdem legal ihre Dienste anbieten, nachdem sie die entsprechenden Lizenzen erhalten haben. Aber die Realität sieht etwas anders aus. Im Jahr 2022 wurden die ersten Lizenzen vergeben, und was passierte dann? Die Performance im Jahr 2023 war rückläufig. Steuereinnahmen aus virtuellem Automatenspiel sind seit der Legalisierung gesunken. Von 140 Millionen Euro im ersten Quartal 2022 auf rund 51 Millionen Euro im vierten Quartal 2024. Da fragt man sich: Wo ist die ganze Kohle geblieben?

Das könnte zum Teil an der begrenzten Auswahl an genehmigten Spielen liegen und dem scharfen Wettbewerb durch illegale Anbieter, die einfach attraktivere Angebote und Bonusstrukturen bieten. Das lässt die Spieler natürlich gerne mal zu den „schattigen“ Anbietern abwandern. Die Gesamteinnahmen aus Steuern im Jahr 2022 beliefen sich immerhin auf 2.569.469.000 Euro. Trotzdem – die Rückgänge bei den Abgaben für virtuelles Automatenspiel sind nicht zu übersehen.

Kryptowährungen im Steuerfokus

Jetzt kommen wir zu den Kryptowährungen. Die EU überlegt, eine Steuer einzuführen, die jährlich 3-4 Milliarden Euro einbringen könnte. Doch die Umsatzprognose ist eine Herausforderung. Die Marktvolatilität und die Komplexität der Nutzerstandorte machen die Schätzung nicht gerade einfach. Zwei Optionen stehen im Raum: Entweder der Gesamtwert von Kryptowährungstransaktionen oder die Gewinne aus diesen Investitionen. Wenn wir eine Steuer von 0,1 % auf Kryptowährungstransaktionen anlegen, könnten wir uns auf 3-4 Milliarden Euro freuen. Bei der Besteuerung der Gewinne wären es voraussichtlich nur 1-2,4 Milliarden Euro. Das ist schon ein gewisser Unterschied.

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Die EU-Haushaltsverhandlungen treten jetzt in eine entscheidende Phase ein. Die Verhandlungen über den gemeinsamen Haushalt für 2028-2034 sind in vollem Gange und sollen die politischen Prioritäten und die langfristige Ausgabenkapazität festlegen. Ein Haushaltsentwurf von rund 2 Billionen Euro steht im Raum, mit wesentlichen Änderungen, die auf uns zukommen. Besonders spannend: Ein erheblicher Teil des neuen Haushalts ist für die Rückzahlung des EU-Darlehens „Next Generation“ vorgesehen.

Man kann nur hoffen, dass die EU bis Ende 2026 zu einer Einigung kommt. Einige Mitgliedstaaten schließen eine Verlängerung des Prozesses nicht aus. Ich bin gespannt, wie sich das alles entwickeln wird – sowohl im Glücksspielbereich als auch in der Welt der Kryptowährungen. Die nächsten Jahre versprechen jedenfalls viel Aufregendes!