In der Welt der Kryptowährungen ist es nicht immer ein Zuckerschlecken, und DeFi Technologies scheint da keine Ausnahme zu sein. Am Freitag schloss die Aktie bei 0,43 Euro und schrammte nur knapp über dem Jahrestief von 0,41 Euro vorbei. Fast 43 Prozent hat der Kurs seit Januar verloren – das ist schon ein ordentlicher Dämpfer. Der Preis liegt zudem etwa 52 Prozent unter der 200-Tage-Linie. Das klingt nicht gerade nach einem Erfolg, oder?

Ein Blick auf die Finanzen zeigt jedoch, dass es neben dem Kursverfall auch Lichtblicke gibt. Valour, die Tochtergesellschaft von DeFi Technologies, hat 90 Prozent ihrer verwalteten Vermögen von europäischen Privatanlegern erhalten. Doch das Unternehmen hat sich einiges vorgenommen: Institutionelles Kapital soll angezogen werden, und die ersten Erfolge im ersten Quartal mit institutionellen Geldern in einem Valour-ETP sind bereits zu verzeichnen. Zudem konnten Hedera-gebundene Produkte beeindruckende elf Millionen Dollar an frischem Kapital einsammeln. Das Gesamtkapital verwalteter Vermögen stieg auf über 550 Millionen Dollar – das ist schon mal eine Hausnummer!

Strategische Schritte und Marktveränderungen

Valour hat den neuen DVIO-Index ins Leben gerufen, um reguliertes Kapital in digitale Vermögenswerte zu messen. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist die Verlängerung der Mitgliedschaft im OMFIF Digital Monetary Institute bis 2027. Hier wird nicht nur an geschlossenen Treffen mit Zentralbanken und Aufsichtsbehörden teilgenommen, sondern auch die Teilnahme am Nordic Forum im August 2026 ist fest eingeplant. Sogar an der Londoner Börse hat der Verkauf ausgewählter Produkte begonnen – und das bereits im Januar 2026! Fünf Krypto-ETPs notieren jetzt an der B3-Börse in São Paulo.

Was die Gebühreneinnahmen betrifft, gibt es erfreuliche Nachrichten: Diese stiegen im letzten Quartal um 51 Prozent. Die Nachfrage nach Valour-Produkten bleibt stark, denn das Unternehmen hat noch nie einen Monat mit Nettoabflüssen verzeichnet. Dies zeigt, dass das Interesse nach wie vor vorhanden ist, auch wenn die Marktbedingungen herausfordernd sind.

Short-Positionen und Marktdynamik

Die Short-Positionen sind im Jahresvergleich um mehr als 600 Prozent gestiegen, was die Volatilität der Aktie verdeutlicht. Fintel-Daten zeigen, dass die verfügbaren Aktien für Leerverkäufe um 1.130 Prozent angestiegen sind. Vor einiger Zeit waren es nur 650.000 Aktien, heutzutage stehen bereits 8 Millionen zur Verfügung. Das deutet auf massives Short Covering hin, und das offizielle Short Interest liegt bei 14,56 Millionen Aktien, was etwa 3,75 Prozent des öffentlichen Floats entspricht. Auch wenn die Short-Positionen im Vergleich zum Vormonat um 17,41 Prozent gesunken sind, bleibt die tägliche Short-Quote zwischen 50 und 65 Prozent – das ist schon eine ganz schöne Schwankungsbreite.

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Einige könnten jetzt denken, dass das Ende der Nasdaq-Ungewissheit der Aktie neuen Halt verleiht. Der Buchwert liegt zwischen 0,34 und 0,39 USD, und bei einem aktuellen Kurs von knapp unter 0,50 EUR ist das über dem Substanzwert. Die bevorstehende Abstimmung über einen Reverse Stock Split am 29. Juni 2026 könnte ebenfalls für frischen Wind sorgen. Institutionen könnten sich vor der Abstimmung verstärkt einkaufen, um ihre Stimmrechte zu maximieren. Das könnte Druck auf die Leerverkäufer ausüben und den Verleih-Pool leeren.

Insgesamt bleibt die Situation für DeFi Technologies spannend. Die kommenden Monate könnten entscheidend sein, nicht nur für den Kurs, sondern auch für die gesamte Marktposition des Unternehmens. Und während wir heute den 27. Juni 2026 schreiben, bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden. In der Welt der Krypto ist alles möglich …