Heute ist der 15. Mai 2026, und in der Welt der Kryptowährungen gibt es mal wieder jede Menge Aufregung. Thorchain, das dezentrale Liquiditätsprotokoll, hat einen massiven Verlust von etwa 10 bis 11 Millionen US-Dollar erlitten. Der Angriff, der am 15. Mai stattfand, betraf mehrere Blockchains, darunter Bitcoin, Ethereum, BSC und Base. ZachXBT, ein bekannter Analyst in der Krypto-Community, machte die Vorfälle öffentlich, und das hatte direkt Auswirkungen auf den Kurs von RUNE. Dieser fiel um 12 bis 15 % auf etwa 0,50 US-Dollar. Ein ziemlicher Schock für alle, die in das Projekt investiert hatten!
Die Knotenbetreiber reagierten schnell und lösten einen globalen Notfallstopp aus. Das klingt erst einmal nach einer Notlösung, aber eine vollständige Nachbetrachtung steht noch aus. Bei den ersten Verlustschätzungen sprach man von über 7,4 Millionen US-Dollar, doch dann wurde klar, dass die Summe wohl höher liegen könnte. Die Angreifer nutzten eine Methode namens „Vault Churn“, bei der sie bösartige Adressen in den Prozess einschleusten, was zu unautorisierten Übertragungen führte. Das hat nicht nur die Sicherheit des Protokolls gefährdet, sondern auch das Vertrauen der Nutzer erschüttert.
Die Details des Angriffs
Die gestohlenen Vermögenswerte sind erschreckend: rund 3.443 ETH, was etwa 7,77 Millionen US-Dollar entspricht, 36,85 BTC (ca. 2,97 Millionen US-Dollar), 96,6 BNB (ungefähr 66.000 US-Dollar) und 798.000 USDC. Drei Adressen, die mit dem Diebstahl in Verbindung stehen, wurden auf Bitcoin und Ethereum markiert, um von Sicherheitsfirmen verfolgt zu werden. Die Situation ist nicht gerade rosig, denn die Liquiditätsanbieter und Nutzer halten sich zurück, während die Sicherheitsfirmen ein Auge auf die markierten Adressen werfen.
Der Notfallstopp hat alle Swaps, Vault-Churning und Signierungen ab Block 26190429 unterbrochen. RUNE-Transaktionen auf der nativen Kette wurden immerhin in begrenztem Umfang fortgesetzt, doch der Rückgang des Preises an großen Börsen lässt nichts Gutes erahnen. Von etwa 0,58 USD fiel der Kurs auf 0,50 USD. Tatsächlich war Thorchain bereits früher Ziel von Angriffen, darunter ein heftiger Vorfall im Juli 2021, bei dem Verluste zwischen 4,9 und 8 Millionen US-Dollar gemeldet wurden. Man fragt sich, ob die Sicherheitsmaßnahmen ausreichend sind, wenn es um bekannte Schwachstellen im Vault-Migrationsprozess geht.
Ein Blick auf die Zukunft
Ein Lichtblick? Thorchain ist laut Experten nicht insolvent. Ein Fachmann widerspricht den Gerüchten um eine mögliche Pleite und betont, dass das Protokoll weiterhin seine mehr als 90 dezentralen Knoten betreibt, um zentrale Ausfallpunkte zu vermeiden. Das ist zwar beruhigend, doch die Unsicherheit bleibt. Die Community wartet gespannt auf eine detaillierte Nachbetrachtung von Seiten der Knotenbetreiber, die hoffentlich bald kommt, sobald sich die Lage stabilisiert hat.
Untersuchungen laufen auf Hochtouren, während Liquiditätsanbieter vorsichtig sind und den Handel bis zu einer Klärung meiden sollten. Thorchain war 2025 und zu Beginn dieses Jahres bereits in Verbindung mit dem Bybit-Hack und dem KelpDAO-Vorfall in den Nachrichten. Die Frage, die sich viele stellen: Wie wird sich die Plattform von diesem Rückschlag erholen? Und wird das Vertrauen der Nutzer zurückgewonnen werden können? Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob Thorchain aus dieser Krise gestärkt hervorgehen kann.