Die Finexity Group hat einen bedeutenden Schritt in der Welt der digitalen Wertpapiere gemacht, indem sie die Girolist AG als ersten Partner für ihre innovative digitale Zeichnungsinfrastruktur FINEXITY Access gewonnen hat. Diese Kooperation zielt darauf ab, die Platzierung sowohl tokenisierter als auch konventioneller Wertpapiere über eine skalierbare digitale Zeichnungsstrecke zu optimieren. Emittenten können nun von der Platzierungskraft des FINEXITY-Ökosystems profitieren, das eine Vielzahl von Vertriebspartnern und eine breite Investorenbasis umfasst.
Girolist wird FINEXITY Access nutzen, um ihren Emittentenkunden den Zugang zu digitalen Zeichnungen zu ermöglichen. Diese Integration erweitert Girolists Leistungsangebot erheblich und bietet eine digitale Infrastruktur für die Emission von Wertpapieren. Zudem wird die FINEXITY Group Girolist als Partner für Zahlstellendienstleistungen im Bereich konventioneller Wertpapiere einbinden, wobei Funktionen wie Girosammelverwahrung sowie Zins- und Dividendenzahlungen in Zusammenarbeit mit einer BaFin-lizensierten Bank bereitgestellt werden.
Die neue Ära des Primärmarktvertriebs
Mit der Einführung von FINEXITY Access, einem Modul für den Primärmarktvertrieb, wird eine neue Ära eingeläutet. Diese digitale Zeichnungsstrecke unterstützt sowohl tokenisierte als auch klassische Wertpapiere und ist Teil einer umfassenden 24-monatigen Transformationsagenda. Emittenten können zwischen zwei Varianten wählen: einer für diejenigen, die den Vertrieb selbst übernehmen, und einer für vertraglich gebundene Vermittler und Vertriebspartner im Rahmen von MiFID II.
Die technische Einbindung in Webseiten, digitale Kampagnen und Mailings erfolgt über standardisierte Schnittstellen, was den Zugang für Banken, Finanzinstitute und Berater erheblich erleichtert. Emittenten verwalten ihre Angebote zentral, während Vertriebspartner strukturiert angebunden werden. Ziel dieser Strategie ist der Aufbau einer skalierbaren Infrastruktur, die es ermöglicht, steigende Transaktionszahlen zu bewältigen, ohne dass der operative Aufwand proportional ansteigt.
Die Rolle der KI und zukünftige Entwicklungen
Ein weiteres spannendes Element der FINEXITY-Strategie ist die angekündigte Einführung von KI-gestützten Funktionen. Diese sollen in Prozessschritte integriert werden, darunter die Vorprüfung von Kundendaten, Identifizierungsverfahren und Angemessenheitsprüfungen. Auch die Bereitstellung investitionsbezogener Informationen wird dadurch effizienter gestaltet. Erste Partneranbindungen sind bereits in Umsetzung, und die Vertriebspartner können die neue Infrastruktur in naher Zukunft nutzen.
In einem breiteren Kontext zeigt der Deka Digital Asset Monitor für das erste Halbjahr 2025, dass das Emissionsvolumen für tokenisierte Wertpapiere bei rund 98 Millionen Euro liegt, was unter dem Vorjahreswert von etwa 161 Millionen Euro liegt. Dennoch erreichen die Anzahl der Emissionen ein Rekordhoch von 40 tokenisierten Wertpapieren. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen nutzen zunehmend die Möglichkeiten, die tokenisierte Wertpapiere bieten.
Die Tokenisierung wird als praktikable Lösung für den Zugang zum Kapitalmarkt angesehen, insbesondere für Unternehmen mit hohen Kosten und komplexen Anforderungen. Der Deka-Report hebt allerdings auch Hürden hervor, wie den Mangel an Planbarkeit und einen funktionierenden Sekundärmarkt. Marktteilnehmer wünschen sich etablierte Infrastrukturen, die regulatorische Anforderungen verstehen und umsetzen können. Hier könnte die FINEXITY Group mit ihrer umfassenden Wertschöpfungskette und den neuen digitalen Zeichnungsstrecken eine entscheidende Rolle spielen.
Die FINEXITY Group ist somit nicht nur ein Vorreiter im Bereich der digitalen Wertpapiere in Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein und den VAE, sondern auch ein wichtiger Partner für die Zukunft des Kapitalmarktes. Mit über 50 Emittenten von tokenisierten Private Market-Investments und mehr als 84.000 registrierten Anlegern ist FINEXITY gut positioniert, um die Entwicklungen in diesem dynamischen Sektor voranzutreiben.