Heute ist der 3.05.2026 und wir haben mal wieder ein spannendes Thema auf dem Tisch – oder besser gesagt, auf dem Bildschirm. Es geht um Bitcoin und die potenzielle Bedrohung durch Quantencomputer. Vielleicht denkt sich der ein oder andere jetzt: „Quantencomputer? Ist das nicht ein bisschen Zukunftsmusik?“ Nun, wir müssen uns wohl oder übel mit der Zukunft befassen, wenn sie schon an die Tür klopft. Und wenn es um die Sicherheit von Satoshis 1,1 Millionen BTC geht, dann wird’s wirklich interessant.
Der mysteriöse Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto, der 2011 spurlos verschwand, hält diese gewaltige Menge an Bitcoin auf alten Adressen. Ein Wert von rund 86 Milliarden US-Dollar – das ist schon eine Hausnummer. Was viele nicht wissen: Nakamotos Bitcoins wurden seit seinem Verschwinden nie bewegt. Das wirft Fragen auf, besonders in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen rund um Quantencomputer. Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy, hat einen Konsens in der Bitcoin-Community angestrebt, um die Eigentumsrechte von Satoshis Beständen zu wahren. Er meint, dass diese Coins (P2PK) nicht angetastet werden sollten. Ja, die Diskussion ist hitzig und es steht viel auf dem Spiel!
Die Bedrohung durch Quantencomputer
Auf einer Konferenz in Las Vegas wurde kürzlich festgestellt, dass das Risiko von Quantenangriffen vielleicht geringer ist als gedacht. Immerhin sind die Coins von Nakamoto auf etwa 22.000 Adressen verteilt, jede mit rund 50 BTC. Ein potenzieller Angreifer müsste also über einen längeren Zeitraum alle diese Adressen knacken. Selbst wenn er erfolgreich wäre, könnte das nicht gleich das Ende für Bitcoin bedeuten – die Märkte sind stabil genug, um auch einen kurzfristigen Rückgang von 50 Prozent zu absorbieren. Viele Hodler würden das wohl als akzeptables Risiko sehen, solange die grundlegenden Eigentumsrechte gewahrt bleiben.
Jetzt wird’s aber richtig knifflig. Ein supraleitender Quantencomputer mit 1.200 fehlerkorrigierten Qubits könnte theoretisch den privaten Schlüssel eines Bitcoin-Nutzers berechnen. Und das in etwa neun Minuten. Um das Bild abzurunden: Der Shor-Algorithmus erlaubt es Quantencomputern, den privaten Schlüssel aus dem öffentlichen zurückzurechnen. Ein bisschen wie ein Zaubertrick, der nicht wirklich gut für die Zauberkunst ist! Die effektive Angriffsdauer könnte sogar halbiert werden, da ein Teil der Berechnung im Voraus erledigt werden kann. Das klingt ein bisschen nach Science-Fiction, ist aber die Realität, der wir uns stellen müssen.
Schutzmaßnahmen und Empfehlungen
Rund 6,9 Millionen Bitcoin sind durch exponierte öffentliche Schlüssel gefährdet – darunter 1,7 Millionen BTC in veralteten P2PK-Adressen. Und auch Ethereum ist betroffen, da dessen digitale Signaturen und Smart Contracts ebenfalls anfällig für Quantenangriffe sind. Die Forscher empfehlen eine Migration zu Post-Quantum-Kryptografie, um die Sicherheit zu erhöhen. Das klingt nach einer Mammutaufgabe, denn das erfordert nicht nur Protokolländerungen, sondern auch einen breiten Konsens innerhalb der dezentralen Netzwerke. So einfach wird das nicht!
Die aktuellen Quantencomputer können den beschriebenen Angriff noch nicht durchführen – die benötigte Hardware übersteigt die derzeit verfügbaren Systeme um das 3.000- bis 4.000-fache. Aber die Entwicklung geht schnell. Es bleibt also spannend, wie die Bitcoin-Community auf diese Herausforderungen reagieren wird. Und während wir darauf warten, dass die Zukunft eintritt, bleibt uns nur, unsere öffentlichen Schlüssel nicht wiederzuverwenden und private Mempools zu nutzen. So ein bisschen Vorsicht schadet nie, oder?