Heute ist der 20.05.2026 und wir befinden uns inmitten einer spannenden Entwicklung im digitalen Zahlungsverkehr. Ein Konsortium europäischer Geldinstitute hat die Initiative ergriffen, um einen regulierten digitalen Euro unter dem Namen Qivalis auf den Markt zu bringen. Die Mitgliederzahl hat sich mittlerweile auf 37 Banken aus 15 verschiedenen Ländern erhöht – darunter so gefragte Namen wie ABN Amro, Intesa Sanpaolo, Rabobank und Nordea. Das große Ziel? Ein Stablecoin, der an den Euro gekoppelt ist, um den Zahlungsverkehr in Europa erheblich zu verbessern.

Für die, die nicht ganz im Thema sind: Ein Stablecoin ist eine digitale Währung, deren Wert an einen stabilen Referenzwert – in diesem Fall den Euro – gebunden ist. Das bedeutet, dass der Wert nicht stark schwankt, da er durch reale Vermögenswerte gedeckt ist. Der Qivalis-Stablecoin wird im Verhältnis 1:1 durch Euros und hochwertige liquide Anlagen hinterlegt. Das heißt, dass jeder Token, den man besitzt, auch tatsächlich durch echtes Geld abgesichert ist. Das klingt doch schon mal vielversprechend!

Technische Infrastruktur und Regulierung

Die Übertragung der Token wird schnell, günstig und rund um die Uhr über Blockchain-Netzwerke erfolgen. Lange Abwicklungszeiten, wie wir sie von klassischen Banken kennen, gehören der Vergangenheit an. Qivalis hat übrigens bereits bei der niederländischen Zentralbank, De Nederlandsche Bank, eine Lizenz als E-Geld-Institut beantragt. Dies unterstreicht das Bestreben, sich als reguliertes, bankengetragenes Gegenmodell zu privaten Stablecoins wie Tether (USDT) und Circle’s USDC zu positionieren.

Die technische Infrastruktur für dieses ambitionierte Projekt wird von Fireblocks bereitgestellt, einem Anbieter, der sich auf Tokenisierungstechnologie, Wallet-Infrastruktur und Verwahrungslösungen spezialisiert hat. Man könnte sagen, sie sind die unsichtbaren Architekten, die dafür sorgen, dass alles reibungslos läuft. Das Modell folgt den Vorgaben der europäischen Kryptomarktverordnung MiCA (Markets in Crypto-Assets), was wahrscheinlich für zusätzliche Sicherheit und Vertrauen sorgt.

Die Gründung und das Wachstum von Qivalis

Qivalis wurde im Dezember 2025 mit zwölf Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Zu diesen gehörten unter anderem Premiummarken wie BNP Paribas, ING, UniCredit und CaixaBank. Die jüngste Erweiterungsrunde hat das Konsortium um 25 weitere Institute verstärkt – ein starkes Signal für die Akzeptanz und das Vertrauen in dieses Projekt. Besonders auffällig ist die geografische Streuung, die Nord- und Südeuropa abdeckt, auch Mitglieder aus Frankreich, Schweden, Griechenland, den Niederlanden, Finnland und Irland sind dabei.

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Jan-Oliver Sell, der Chef von Qivalis, hat betont, dass es ihnen darum geht, die digitale Finanzinfrastruktur Europas aktiv mitzugestalten. Howard Davies, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, hebt die Einbettung europäischer Grundsätze in das digitale Geld hervor. Das ist in Zeiten, in denen die EZB-Präsidentin Christine Lagarde Skepsis gegenüber privaten Stablecoins äußert, von großer Bedeutung. Denn der Markt für Stablecoins wird derzeit von US-Dollar-gebundenen Tokens dominiert, deren Gesamtvolumen über 301 Milliarden US-Dollar beträgt.

Mit dem geplanten Start des Qivalis-Stablecoins in der zweiten Jahreshälfte 2026, nach Erteilung der Lizenz, könnte sich die Landschaft des digitalen Zahlungsverkehrs in Europa fundamental verändern. Gespräche mit Kryptobörsen zur breiten Verfügbarkeit des Tokens sind bereits im Gange. Man darf gespannt sein, wie sich diese Entwicklungen entfalten werden und welche Rolle Qivalis in diesem dynamischen Markt übernehmen wird.