Citi und die Zukunft der Tokenisierung: Revolution in privaten Märkten
Heute ist der 11.06.2026 und wir schauen uns mal an, was sich in der aufregenden Welt der Kryptowährungen und digitalen Vermögenswerte tut. Citigroup hat mit ihren neuen Digital Depositary Receipts einen interessanten Schritt gewagt. Diese innovativen Produkte basieren auf Blockchain-Technologie und ermöglichen es institutionellen sowie vermögenden Investoren, in private Start-Up-Aktien zu investieren – und das auf einer regulierten Blockchain-Infrastruktur, die von der SIX in der Schweiz bereitgestellt wird. Das Ganze klingt natürlich vielversprechend und hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir in private Märkte investieren, zu revolutionieren.
Was sind nun diese Digital Depositary Receipts genau? Sie übertragen die Funktion von traditionellen Depositary Receipts auf private Märkte. Das bedeutet, dass Käufer von Citi ausgegebene Wertpapiere erhalten, jedoch keine direkten Anteile an den Unternehmen erwerben. Die erste Transaktion dieser Art fand bereits statt: Citi-Vermögenskunden investierten in Kaleido, eine von Citi Ventures unterstützte Tokenisierungsplattform. Zumindest vorerst ist der Zugang für Investoren außerhalb der USA gedacht, und es fallen Transaktions- und Wartungsgebühren an. Ein Angebot für US-Kunden ist jedoch bereits in Planung, und Citi führt Gespräche mit großen privaten Unternehmen, um weitere Möglichkeiten zu erkunden.
Die Zukunft der Tokenisierung
Die Zusammenarbeit zwischen Citi und der SIX Digital Exchange (SDX) wird bis 2025 immer konkreter. Citi plant, als Verwahrstelle und Tokenisierungsagentur für Pre-IPO-Aktien zu agieren und will im dritten Quartal 2025 live gehen. Das Ziel ist klar: Die Tokenisierung von Eigenkapital von risikokapitalfinanzierten, späten Unternehmen auf dieser digitalen Plattform. Die SDX selbst bietet eine regulierte DLT-basierte zentrale Wertpapierverwahrung und einen Markt, was das Ganze umso spannender macht. David Newns, der Leiter der SDX, hat betont, dass diese Initiative die regulierte Blockchain-Technologie der SDX nutzen wird, um die Verteilung von Anteilen an reifen internationalen Privatunternehmen effizient zu gestalten.
In der Zwischenzeit bleibt die Nachfrage nach tokenisierten Anteilen ungebrochen. Unternehmen wie SpaceX und Anthropic haben ihren Börsengang verschoben, was das Bedürfnis nach Alternativen verstärkt. Citi erwartet bis 2030 einen Anstieg der Tokenisierung in privaten Märkten um das 80-fache. Das ist eine gewaltige Zahl, und es wird spannend sein zu beobachten, wie die großen US-Banken, darunter auch JPMorgan, ein gemeinsames Netzwerk für tokenisierte Einlagen bis 2027 aufbauen wollen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt entwickeln wird, denn der Zugang bleibt vorerst nur für institutionelle und vermögende Kunden. Retail-Investoren müssen sich also noch gedulden. Aber eines ist sicher: Die Welt der digitalen Vermögenswerte und Tokenisierung wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Wer weiß, was wir in ein paar Jahren alles sehen werden?
