Circle auf der Überholspur: Wie die neue Trust-Bank das Potenzial entfaltet
Heute ist der 12.07.2026, und was für ein aufregender Tag für die Circle Internet Group! Die Aktie hat am Freitag einen ordentlichen Satz nach oben gemacht und kletterte um etwa 5% auf stolze $66. Wenn man sich die 52-Wochen-Spanne anschaut, die sich zwischen $50 und $263 bewegt, wird klar, dass hier noch einiges an Potenzial schlummert. Laut dem aktuellen Bewertungsmodell könnte ein Zielpreis von rund $128 in greifbare Nähe rücken, was ein Aufwärtspotenzial von beeindruckenden 93% impliziert. Ein Grund für diesen Anstieg? Die Genehmigung des Office of the Comptroller of the Currency für die Circle National Trust. So wird die Trust-Bank digitaler Vermögensverwahrung unter direkter Bundesaufsicht tätig sein.
Doch was genau bedeutet das für Circle und seine Kunden? Nun, die Trust-Bank wird keine traditionellen Einlagen annehmen oder Kredite vergeben, sondern sich auf die digitale Vermögensverwahrung konzentrieren. CEO Jeremy Allaire hat kürzlich berichtet, dass die Geldbasis von USDC (das ist der Stablecoin von Circle) mittlerweile fast $80 Milliarden beträgt, mit einem Transaktionsvolumen von fast $15 Billionen. Das ist schon mal eine Ansage! Interessanterweise macht USDC 63% des gesamten Stablecoin-Transaktionsvolumens im ersten Quartal aus. Das zeigt, wie wichtig dieser digitale Dollar im aktuellen Markt ist.
Analystenmeinungen und Unternehmenswachstum
Die Meinungen der Analysten zu Circle sind durchaus unterschiedlich. Während Clear Street eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von $157 abgibt, sieht Wolfe Research die Aktie eher kritisch und empfiehlt Underperform mit einem Kursziel von $65. Spannend wird es auch, wenn man einen Blick auf ARK Invest wirft, die kürzlich 217.896 Circle-Aktien im Wert von etwa $14 Millionen aufgekauft haben. Ein gutes Zeichen, oder?
Das Umsatzwachstum wird für die kommenden Jahre auf rund 23% geschätzt, mit Betriebsmargen von etwa 10%. Im ersten Quartal hat sich der USDC-Umlauf auf $77 Milliarden erhöht, was einem Plus von 28% entspricht. Auch das Transaktionsvolumen auf der Blockchain ist regelrecht explodiert und stieg um 263% auf $21,5 Billionen. Die gesamten Einnahmen kletterten um 20% auf $694 Millionen, während das bereinigte EBITDA um 24% auf $151 Millionen zulegte. Allerdings sank das Nettoeinkommen um 15% auf $55 Millionen. Es gibt also Licht und Schatten.
Minting und Burning – die Prozesse im Hintergrund
Was vielen vielleicht nicht bewusst ist: Unternehmen können ein Circle Mint-Konto eröffnen, um US-Dollar gegen USDC einzutauschen. Der Vorgang, bei dem neue USDC geschaffen werden, wird als „Minting“ bezeichnet. Wenn ein Unternehmen USDC gegen US-Dollar eintauschen möchte, kann es diese in sein Mint-Konto einzahlen und USD anfordern. Dieser Prozess wird dann als „Burning“ bezeichnet, da USDC aus dem Umlauf genommen wird. Erstaunlich, wie viel Bewegung in dieser digitalen Währung steckt!
Wenn alltägliche Nutzer US-Dollar gegen USDC auf einer digitalen Vermögensbörse tauschen, stellt die Börse das benötigte USDC bereit. Wenn die Nachfrage steigt, greift die Börse oft auf ihr Mint-Konto zurück, um mehr USDC zu minten. Ganz schön clever, oder? Das zeigt, wie flexibel und dynamisch der Markt für digitale Währungen ist.
Insgesamt wird deutlich, dass die Zukunft von Circle und USDC vielversprechend aussieht. Die Bundesaufsicht könnte die Adoption unter Institutionen beschleunigen und die Margenexpansion erfordert ein schnelles Wachstum neuer Produkte. Es bleibt spannend, wie sich all diese Faktoren bis 2026 entwickeln werden.
